Beiträge zum Abbau und zur Entsorgung von Asbest

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Gewährung eines Beitrages zum Abbau und zur Entsorgung von Asbest an Wohngebäuden

Mit Beschluss der Landesregierung (BLR) Nr. 431 vom 15. Mai 2018 besteht für Privatpersonen die Möglichkeit, um einen Beitrag zum Abbau und zur Entsorgung von Asbest an in Südtirol bestehenden Wohngebäuden einschließlich der zugehörigen Nebengebäude anzusuchen. Mit BLR Nr. 605 vom 16. Juli 2019 wurde eine Wiedereröffnung der Fristen für die Einreichung der Anträge genehmigt.

Welche Eingriffe sind förderfähig?

Der Beitrag kann nur für Ausgaben für Abbau und Entsorgung von Asbest gewährt werden und muss einen Kostenvoranschlag von mindestens 500 € aufweisen. Vom Beitrag ausgeschlossen sind eventuelle zusätzliche Eingriffe, welche am Anschluss an den Abbau und die Entsorgung erforderlich sind.  

Der Beitrag zum Abbau und zur Entsorgung wird zu 70% der zugelassenen Spesen und bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 € gewährt.   

Der Abbau muss von einer Firma durchgeführt werden, welche im Nationalen Register der Umweltbetriebe in der Kategorie 10A oder 10B eingetragen ist.

Wo und bis wann können die Gesuche eingereicht werden?

Das Beitragsansuchen, versehen mit den unten angeführten Dokumenten (siehe Sektion "Notwendige Dokumente") muss von den Anspruchsberechtigten vor Tätigung der entsprechenden Ausgaben ab dem 02. September 2019 bis einschließlich 02. Dezember 2019 im technischen Amt für den geförderten Wohnbau auf folgende Art und Weise abgegeben werden:  

  • Zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC);  
  • Einschreibebrief mit Rückantwort (Datum und Uhrzeit des Poststempels sind ausschlaggebend);
  • gewöhnliche E-Mail;
  • persönliche Abgabe;

Die Gesuche, welche auf elektronischem Wege eingereicht werden, müssen digital oder händisch unterschrieben und anschließend gescannt werden.

Wie erfolgt nach der Genehmigung des Gesuches die Auszahlung des Beitrages?

Die Auszahlung des Beitrages erfolgt nach Vorlage der unten angeführten Dokumente (siehe "Notwendige Dokumente"), welche

- für die im Jahre 2018 eingereichten Gesuche bis zum 31. Dezember 2019,

- für die im Jahre 2019 eingereichten Gesuche bis zum 31. Dezember 2020

beim Technischen Amt für geförderten Wohnbau einzureichen sind.   

Verstreicht die erwähnte Frist für die Rechnungslegung ungenutzt und durch Verschulden des/der Begünstigten, wird der Beitrag widerrufen. Werden die zugelassenen Spesen nicht zur Gänze bestritten, wird der Beitrag proportional gekürzt. 

Wem kann der Beitrag gewährt werden?

Der Beitrag kann gewährt werden:  

  • Dem Eigentümer oder Miteigentümer der vom Eingriff betroffenen Immobilie; im Falle von Miteigentum kann das Gesuch auch gemeinsam eingereicht werden.
  • Dem Mieter, dem Entlehnter, dem Nutznießer oder dem Inhaber anderer Nutzungsrechte der vom Eingriff betroffenen Immobilie;
  • Kondominien, welche ausschließlich oder mehrheitlich aus Wohneinheiten bestehen. Die Mehrheit wird anhand der Tausendstel des Wohnungseigentums berechnet; im Falle eines Kondominiums muss das Gesuch vom Verwalter oder einer bevollmächtigen Person eingereicht werden.

Welche Unterlagen müssen bei Einreichung des Gesuchs abgegeben werden?

  • Beitragsgesuch versehen mit Stempelmarke und Unterschrift des Antragstellers;
  • Detaillierter Kostenvoranschlag der Ausgaben, wo die Kosten des Abbaus und der Entsorgung des asbesthaltigen Materials hervorgehen;
  • Kopie des Personalausweises der Person, die das Ansuchen unterschreibt (außer bei digital unterschriebenen Ansuchen);

Im Falle eines Ansuchens, welches nicht gemeinschaftlich von allen Miteigentümern eingereicht wurde:  

  • Ermächtigung des Miteigentümers des Gebäudes zur Ausführung des Eingriffes, der Gegenstand des Antrags ist;

Im Falle eines Ansuchens, welches nicht vom Eigentümer eingereicht wurde:  

  • Ermächtigung des Eigentümers des Gebäudes zur Ausführung des Eingriffes, welcher Gegenstand des Antrags ist;

Im Falle eines Kondominiums:  

  • Kopie des Protokolls der Kondominiumsversammlung, die zur Ausführung des Eingriffes ermächtigt, welcher Gegenstand des Antrages ist.

Welche Unterlagen müssen für die Auszahlung des Beitrags nach Genehmigung des Gesuchs abgegeben werden?

  • Rechnungen, aus denen die Kosten des Abbaus und der Entsorgung des asbesthaltigen Materials hervorgehen.

Die Rechnungen müssen:  

  • auf den Namen des/der Begünstigen ausgestellt sein. Wurde der Antrag von mehreren Miteigentümern gemeinsam eingereicht, müssen die Rechnungen auf alle Antragstellenden ausgestellt sein;
  • sich auf die zugelassenen Ausgaben beziehen;
  • nach dem Datum der Antragseinreichung ausgestellt sein;
  • Kopie des Abfallbegleitscheins des asbesthaltigen Materials, welcher den Transport dieses Abfalls zu autorisierten Entsorgungsanlagen bescheinigt.

Kosten

Der Antrag ist mit einer Stempelmarke von 16,00 € zu versehen.

Die Stempelsteuer kann entrichtet werden, indem man im Ansuchen (im dazu vorgesehenen Feld) die Identifikationsnummer und das Datum der Stempelmarke angibt. Die Stempelsteuer kann auch mittels Formulars F23 entrichtet werden, welches dem Ansuchen eingescannt beizufügen ist (STEUFERKODEK = 456T; AMT oder KÖRPERSCHAFT = TBD).

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 02.08.2019)

Zuständige Einrichtung

Technisches Amt für den geförderten Wohnbau
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 87 60
0471 41 87 61
Fax: 0471 41 87 79
E-Mail: wohnbaufoerderung.technik@provinz.bz.it
PEC: wohnbautechnik.ufficiotecnicoedilizia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/bauen-wohnen/gefoerderter-wohnbau/

Termine

Wiedereröffnung der Fristen für die Einreichung der Anträge ab 02.09.2019 bis 02.12.2019 

Nach Genehmigung des Gesuches müssen die für die Auszahlung des Beitrags benötigten Unterlagen

- für die im Jahre 2018 eingereichten Gesuche bis zum 31.12.2019,

- für die im Jahre 2019 eingereichten Gesuche bis zum 31.12.2020

eingereicht werden.