Zuschüsse an landwirtschaftliche Unternehmen infolge des COVID-19-Notstandes

Allgemeine Beschreibung

Für das Ansuchen benötigen Sie die digitale Identität (SPID).

Sobald der Inhaber des landwirtschaftlichen Einzelbetriebes bzw. der gesetzliche Vertreter des landwirtschaftlichen Unternehmens über SPID verfügt und nachdem dieser die Delegierung für den Einzelbetrieb/Unternehmen im persönlichen Bereich (Mein Profil) von myCIVIS erstellt hat, ist es möglich, die Online-Anfragen über dieselbe Plattform durchzuführen.

Bei Fragen oder Problemen in der Phase des Delegierungsgesuches wenden Sie sich an das Callcenter unter der Grünen Nummer 800 816 836 (Montag - Freitag, 9:00 - 17:00 Uhr) oder per E-Mail an servicedesk@provinz.bz.it oder konsultieren Sie unsere Erklärungen zur Akkreditierung in den Anlagen

Die Anfragen können auch von einem Dritten eingereicht werden, der dazu vorab vom Betriebsinhaber bzw. gesetzlichen Vertreter des Unternehmens delegiert wurde. Wir weisen darauf hin, dass diese Delegierungen innerhalb einer Woche ab Eingabe auf dem Portal vervollständigt werden müssen. 

Gegenstand des Zuschusses ist eine Ergänzung des Einkommens aus landwirtschaftlichen und damit verbundenen Tätigkeiten, die durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise wirtschaftlich signifikant betroffen sind.

Anspruch auf die Förderung haben landwirtschaftliche Unternehmen, die im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen eingetragen sind und im Jahr 2020 eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten in Südtirol ausüben:

a) „Urlaub auf dem Bauernhof“-Tätigkeiten gemäß Artikel 2 des Landesgesetzes vom 19. September 2008, Nr. 7, in geltender Fassung, ausgeführt von Unternehmen, die im Gemeindeverzeichnis laut Artikel 8 Absatz 4 desselben Landesgesetzes eingetragen sind,

b) Verarbeitung und Vermarktung im Sinne von Artikel 2 Nummern 6 und 7 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 der Kommission vom 25. Juni 2014 landwirtschaftlicher Erzeugnisse gemäß Anhang I AEUV durch Primärerzeuger (Direktvermarkter), die im Besitz der von den geltenden Bestimmungen vorgesehenen Ermächtigungen sind.

c) Tätigkeiten im Rahmen eines Gärtnereibetriebes, ausgeführt von einem Gärtner/einer Gärtnerin, der/die im Berufsverzeichnis der Gärtner eingetragen ist und eine phytosanitäre Ermächtigung gemäß gesetzesvertretendem Dekret vom 19. August 2005, Nr. 214, in geltender Fassung, hat oder im amtlichen Unternehmerregister (RUOP) im Sinne der Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober 2016 eingetragen ist.

Es werden Stichprobenkontrollen im Ausmaß von mindestens 6 % der Gesuche durchgeführt.

Voraussetzungen: 

  • Für landwirtschaftliche Betriebe, welche ihre Tätigkeit vor dem 01.01.2019 aufgenommen haben, besteht die Verpflichtung zur Rückzahlung des Beitrages, falls im Jahre 2020 in den von der COVID-Krise betroffenen Tätigkeitsbereichen im Vergleich zum entsprechenden Umsatz des Jahres 2019, nicht ein Rückgang von mindestens 20% erzielt wird. Zur Erfüllung dieser Bedingung können die Umsätze von allen von der COVID-19 Krise betroffenen Tätigkeitsbereichen zusammengerechnet werden. 

  • Der Umsatz entspricht der Summe der ausgestellten Rechnungen, Belege, Quittungen und Tagesinkassi - alle unabhängig vom Inkasso. 

Der Online-Dienst kann vom gesetzlichen Vertreter eines Unternehmens oder von einer bevollmächtigten Person ausschließlich mit SPID genutzt werden. Alle Informationen zu SPID finden Sie in myCIVIS. Um die Vollmacht zu erhalten, muss die dafür bestimmte Person über einen persönlichen SPID verfügen und mit diesem auf "Mein Profil" in myCIVIS zugreifen. Nach dem Login finden Sie den Bereich "Vollmacht" und alle weiteren Anleitungen. Es wird empfohlen, bereits jetzt das Ansuchen, um diese Vollmacht zu stellen, damit der Online-Dienst sofort genutzt werden kann, sobald er zur Verfügung steht.

Dieser Dienst ist kostenlos. 

Kriterien:

  1. Die Tätigkeit ist vor dem 23. Februar 2020 aufgenommen worden.
  2. Im Kalenderjahr 2019 darf ein Gesamtumsatz (bezogen auf die gesamte Mwst. Position) von maximal 200.000 € (Gärtnereien 400.000 €) erzielt worden sein.
  3. Landwirtschaftliche Unternehmen, die ihre Tätigkeit vor dem 01.01.2019 aufgenommen haben, dürfen im letzten verfügbaren Geschäftsjahr ein besteuerbares Gesamteinkommen von maximal 50.000,00 € erzielt haben. *
  4. Landwirtschaftliche Unternehmen, mit Tätigkeitsbeginn vor dem 01.01.2019 müssen im Kalenderjahr 2019 einen Umsatz von mindestens 10.000,00 € (Gärtnereien 20.000 €) in den oben angegebenen, von der Covid-19-Krise betroffenen Tätigkeiten erreicht haben, wobei dieser Umsatz mindestens 20% des Gesamtumsatzes 2019 ausmachen muss (dies gilt nicht für Betriebe mit Tätigkeitsbeginn ab dem 01.01.2019).
  5. Landwirtschaftliche Unternehmen, welche die Tätigkeit ab dem 01.01.2019 begonnen haben, müssen bis Ende Februar 2020 einen Umsatz von mindestens 6.000,00 Euro bezogen auf die von der Covid-19-Krise betroffenen Tätigkeiten aufweisen. In diesem Fall ist kein Umsatzrückgang nachzuweisen.
  6. Gärtnereien dürfen maximal 3 Mitarbeiter in fixem Vollzeitarbeitsverhältnis haben (saisonale und familieneigene Mitarbeiter und Teilzeitkräfte, sowie Lehrlinge und Studierende, die einen Ausbildungsvertrag haben werden, dabei nicht mitgezählt).
  7. Unabhängig von den verschiedenen Tätigkeiten auch in verschiedenen Wirtschaftssektoren darf maximal 1 Ansuchen bezogen auf dieselbe Mehrwertsteuernummer gemacht werden (= 1 Antrag pro MwSt.Nr.).

*Das besteuerbare Einkommen entspricht:

  • Bei Einzelunternehmen der Gesamtsumme der besteuerbaren Einkommen laut der Übersicht RN der Steuererklärung
  • Bei Gesellschaften dem besteuerbaren Gesamteinkommen laut der Übersicht RN zuzüglich der bei der Ermittlung des Gesamteinkommens der Gesellschaft in Abzug gebrachten Co.co.co. -Vergütungen der Gesellschafter.

Ausmaß des Beitrages:

  • 3.000,00 € für Antragsteller, welche die Tätigkeit ab dem Jahre 2019 begonnen haben;
  • 5.000,00 € für Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktungsbetriebe welche im Jahr 2020 in den von der COVID-Krise betroffenen Tätigkeitsbereichen im Vergleich zum Gesamtumsatz des Jahres 2019, einen Umsatzrückgang von mindestens 20% erzielen;
  • 10.000,00 € für Gärtnereien welche im Jahr 2020 in den von der COVID-Krise betroffenen Tätigkeitsbereichen im Vergleich zum Gesamtumsatz des Jahres 2019, einen Umsatzrückgang von mindestens 20% erzielen;

Sollte der erhaltene Zuschuss höher sein als der zugelassene Umsatzrückgang, so ist der/die Begünstigte verpflichtet, den überschüssigen Anteil des Zuschusses, zuzüglich der ab dem Zahlungsdatum laufenden gesetzlichen Zinsen, zurückzuzahlen.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 16.10.2020)

Zuständige Einrichtung

31. Landwirtschaft
Landhaus 6 - Peter Brugger, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon:
0471 415154
0471 415332
(Urlaub auf dem Bauernhof)
Amt für ländliches Bauwesen

0471 41 50 84 Gärtnereien-giardiniere
0471 41 50 48 Kellereien-cantine
0471 41 50 14 Vermarktung Obst-trasform. frutti
(Direktvermarktung und Gärtnerei)
Amt für Obst - und Weinbau

0471 41 50 94
(Direktvermarktung)
Amt für Viehzucht

0473 73 61 44
(Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktung)
Bezirksamt Schlanders

0473 25 22 43
(Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktung)
Außenstelle Meran

0474 58 22 47
(Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktung)
Bezirksamt Bruneck

0472 82 12 42
(Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktung)
Außenstelle Brixen

E-Mail:
laendliches.Bauwesen@provinz.bz.it

Amt für ländliches Bauwesen
obst-weinbau@provinz.bz.it
Amt für Obst - und Weinbau
viehzucht@provinz.bz.it
Amt für Viehzucht

landwirtschaft@provinz.bz.it
PEC: landwirtschaft.agricoltura@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Termine

30. September 2020