Landwirtschaftliches Wohnhaus (Neubau, Umbau, Sanierung)

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Die neue landwirtschaftliche Wohnbauförderung (Beschluss der Landesregierung Nr. 731 vom 24.07.2018)

  • Angleichung an die Bestimmungen des geförderten Wohnbaus, Reduzierung der maximal bezuschussbaren Wohnfläche auf 110 m2.
  • Stärkere Berücksichtigung des außerlandwirtschaftlichen Einkommens und der Familienzusammensetzung, d.h. Abstufung des Beitrages aufgrund der EEVE (einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung). Hier wird sowohl das Einkommen aus abhängiger Arbeit, unternehmerischer Tätigkeit, sowie Vermögen bewertet.
  • Stärkere Berücksichtigung einer "aktiven" Landwirtschaft: Kleinbetriebe mit größerem außerlandwirtschaftlichen Nebeneinkommen und Betriebe mit zusätzlichen unternehmerischen Aktivitäten außerhalb der Landwirtschaft werden nur berücksichtigt, wenn sie auch einen Mindestumsatz in der Landwirtschaft selber erreichen (7.000,00-€-Grenze).
  • Differenzierung aufgrund der Betriebsausrichtung: Abstufung zwischen Obst/Weinbaubetrieben in Tallage, Mischbetrieben,Viehhaltungsbetrieben in den relativen Gunstlagen sowie extremen Bergbauernbetrieben. Die Erschwernispunkte des einzelnen Betriebes bilden jetzt dafür eine geeignete Einstufungsgrundlage.
  • Stärkere Anreize für die Erhaltung der ländlichen Bausubstanz. Es ist eine Erhöhung der Beitragszusatzes von 7% für Wiedergewinnungsarbeiten vorgesehen.
  • Keine Beitragsmöglichkeiten beim Überschreiten des Faktors wirtschaftliche Lage (FWL) von 5,48 gemäß EEVE.

  Für den Neubau/Umbau/die Sanierung des landw. Wohnhauses ist ein Kapitalbeitrag vorgesehen. Das Ausmaß der Förderung beträgt 15%-50% der zur Finanzierung zugelassenen Kosten (je nach Betriebsgröße und Nebenerwerbssituation).

Begünstigte

Landwirtschaftliche Betriebe die in den letzten 20 Jahren den Höchstbeitrag für das selbe Vorhaben noch nicht ausgeschöpft haben. 

  • Antragsteller verfügt über keine für die Unterbringung seiner Familie geeignete Wohnung.
  • Mindestens 1 ha Obst-/Weinbau oder 2 ha Sonderkulturen bzw. die effektive Haltung am Betrieb von 5 GVE mit Einhaltung des maximalen Viehbesatzes pro ha Futterfläche, wie es laut Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum für die Autonome Provinz Bozen 2014-2020 vorgesehen ist.

Durchschnittliche Meereshöhe der Futterflächen und entsprechende Höhenerschwernispunkte (HP) e per muri di sostegno per superfici viticole Zulässiger maximaler GVE-Besatz (Jahresdurchschnitt)
bis 1.250 m (= 22 HP) 2,5 GVE/ha
1.250 m – 1.500 m (= 23 – 29 HP) 2,2 GVE/ha
1.500 m – 1.800 m (= 30 – 39 HP) 2,0 GVE/ha
über 1.800 m (= 40 HP) 1,8 GVE/ha

  • Kostenvoranschlag - Bei Neubauten kann ein summarischer Kostenvoranschlag mit ausführlicher Baubeschreibung (Technischer Bericht) vorgelegt werden. 
  • Vidimiertes Projekt der Gemeinde (mit technischem Bericht; Kubaturberechnung im Falle der Erweiterung der Wohnkubatur)
  • Kopie der Baukonzession oder Bauermächtigung mit Auflagen und Vorschriften
  • Rechtstitelnachweis über die Verfügbarkeit der vom Bau betroffenen Parzellen, sofern nicht Eigentum des Antragstellers
  • Erklärung zur geplanten Finanzierung des Bauvorhabens (Vordruck verwenden)
  • Bei Kauf: Kaufvorvertrag, Auszug aus dem Gebäudekataster und Grundriss

Bitte beachten Sie die spezifischen Informationen der nachfolgend auszuwählenden Behörden

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 09.01.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für ländliches Bauwesen
Landhaus 6, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 51 51
0471 41 51 51
E-Mail: laendliches.Bauwesen@provinz.bz.it
PEC: lwbauwesen.agriedilizia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/landwirtschaft/

Termine

Die Förderung kann laufend beantragt werden, jedoch muss das Gesuch vor Beginn der Arbeiten beim Amt für ländliches Bauwesen (Tel. 0471 415090) oder bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft in Brixen (Tel. 0472 821240), Bruneck (Tel. 0474  582242), Meran (Tel. 0473 252240) und Schlanders (Tel. 0473 736140) eingereicht werden.