Förderungen für Unternehmen im Falle von Naturkatastrophen (keine Abgrenzung des Katastrophengebietes)

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Es handelt sich hierbei um einen außerordentlichen Beitrag an Industrie-, Handwerks-, Tourismus-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen   in Katastrophengebieten für Schäden an:

  • Bauwerke;
  • Ausstattung;
  • technische Anlagen;
  • Lagerbestand Waren und Produkte;
  • Lagerbestand Material;
  • Personalkosten für Räumungsarbeiten.

Zulässig sind außerdem die Absicherungs- und Befestigungsmaßnahmen.

Unternehmen, welche in Katastrophengebieten, angesiedelt sind.

  • Schadensaufstellung;
  • Versicherungsposition;
  • detaillierte Erklärung über andere Rechtstitel, die für den Erhalt eines Schadensersatzes von Nutzen sind;
  • Fotomaterial und weitere Unterlagen in Farbe, welche die Schadensfestsetzung erlauben;
  • genaue Aufstellung der Arbeitsstunden für die Behebung der Schaden;
  • Amtliches Protokoll betreffend den Katstrophenfall (Bürgermeister, Feuerwehr, Carabinieri, usw), wenn verfügbar;
  • Inventarverzeichnisse und die Ein- und Ausgangsregister der Lagerbuchhaltung für den Zeitraum unmittelbar vor der Katastrophe sowie jegliche andere Beweismittel dafür, dass das zerstörte oder beschädigte Gut bereits vor der Katastrophe vorhanden war.

Dem Gesuch im Sinne des Landesgesetzes Nr. 27/1987 ist eine Stempelmarke von 16,00 € beizulegen.

Landesgesetz vom 22. Oktober 1987, Nr. 27 "Außerordentliche Maßnahmen für gewerbliche Industrie-, Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe sowie für Gaststätten in Katastrophengebieten" ; Beschluss der Landesregierung vom 27. August 2019, Nr. 710 "Richtlinien für die Gewährung von außerordentlichen Subventionen im Unglücks- oder Katastrophenfall".

Ausmaß der Förderung:  

Die Subvention erfolgt in Form eines Kapitalbeitrages gemäß Verordnung (EU) 1407/2013 (Deminimis) im Ausmaß von 50 Prozent der zulässigen Kosten und wird aufgrund der Ergebnisse des Schadenserhebung gewährt.

Macht die Subvention mehr als 25.000,00 Euro aus, muss eine Bankgarantie oder Bankbürgschaft zugunsten der Autonomen Provinz Bozen zur Einhaltung der Wiederaufbaufristen und allfälliger Rückerstattungspflichten geleistet werden.

Sind die Schäden durch Versicherung gedeckt oder werden sie aufgrund anderer Rechtstitel vergütet, so muss das begünstigte Unternehmen den Beitrag für den Teil zurückerstatten, der nicht mehr im vorgeschriebenen Verhältnis zum tatsächlichen ungedeckt gebliebenen Schaden steht.

Das begünstigte Unternehmen muss seinen eigenen Betrieb oder seine Anlagen wieder aufbauen. Die Wiederaufbauarbeiten müssen innerhalb von 24 Monaten nach der Gewährung des Beitrages beendet sein. Sollten die zuständigen Landesämter nach Ablauf der genannten Frist feststellen, dass die Vorhaben nicht oder nur teilweise durchgeführt worden sind, wird der ausgezahlte Beitrag widerrufen oder herabgesetzt und der entsprechende Betrag muss zurückgezahlt werden.  

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 01.04.2020)

Zuständige Einrichtung

35. Wirtschaft
Landhaus 5, Raiffeisenstraße 5, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 36 50 Elena Lucio - Handwerk/artigianato
0471 41 37 00 Claudia Busellato - Industrie/industria
0471 41 37 68 Astrid Götsch - Handel und Dienstleistungen/commercio e servizi
0471 41 37 64 Ivo Degiorgis - Tourismus/turismo
E-Mail: wirtschaft@provinz.bz.it
PEC: handwerk.artigianato@pec.prov.bz.it
industrie.industria@pec.prov.bz.it
handel.commercio@pec.prov.bz.it
tourismus.turismo@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 17.30 Uhr

Termine

Die Gesuche müssen vor Beginn der Investitionen und innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt der Katastrophe eingereicht werden.