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Indikatoren der Qualität und Angemessenheit
In der Folge werden die von einigen „Indikatoren der Qualität und Angemessenheit" für Südtirol angenommenen Werte von besonderem Interesses dargelegt, die aus den Krankenhausentlassungsbögen berechnet werden.
Die Kurzaufenthalte von 2 oder 3 Tagen (Tabelle 5.2.27) beliefen sich im Jahr 2010 auf 19.688 und sind gegenüber 2010 (mit 19.417) leicht gestiegen; ihr Anteil an allen ordentlichen Aufenthalten beträgt 28,2%. In 93,4% der Kurzaufenthalte wurde der Patient nach Hause entlassen; 57,9% der Aufenthalte wurden als dringend klassifiziert.
Von den 10.608 Kurzaufenthalten in den öffentlichen Krankenanstalten mit medizinischer DRG und Entlassung des Patienten nach Hause, fanden 4.972 (46,9%) im Krankenhaus Bozen statt (Tabelle 5.2.28).
Die Tabelle 5.2.29 zeigt einige „Schutz-Indikatoren" für vertiefte Qualitätsbewertungen auf. Diese sind vergleichbar mit denen der anderen Regionen Italiens, die im Bericht über die Aufenthalte 2010 und von Seiten des Gesundheitsministeriums veröffentlicht werden. Die Daten sind in den Tabellen 4.1, 4.2, 4.3 und 5.13 unter folgender Internet-Adresse abrufbar:
www.salute.gov.it/ricoveriOspedalieri/archivioDocumentiRicoveriOspedalieri.jsp?lingua=italiano&menu=documenti&id=1690
Eines der Ziele des Nationalen Gesundheitsplans ist die Senkung der Anzahl der Kaiserschnitte auf einen gesamtstaatlichen Wert von 20%. Für Südtirol verzeichnet sich im Jahr 2011 ein im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabiler Wert (24,6%).
Nahezu stabil verläuft auch der Prozentsatz der aus chirurgischen Abteilungen mit medizinischer DRG Entlassenen (40,1%), mit Werten über dem nationalen Durchschnitt 2010 (33,3%).
Die Hospitalisierungsrate der Aufenthalte von Südtirolern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren wegen Asthma belief sich 2010 auf 10,7 pro 100.000 Einwohner, also nahe dem gesamtstaatlichen Mittelwert von 11,17.
Beide Hospitalisierungsraten die sich auf Herzinsuffizienz beziehen (für Wohnbevölkerung im Alter über 18, bzw, über 64 Jahren) verzeichnen tiefere Werte im Vergleich zum nationalen Durchschnitt 2010.
Die Südtiroler Hospitalisierungsrate wegen Prostatektomie mit Turp-Technik betrug 422,5 pro 100.000 Männer im Alter über 49 Jahren und spricht also für eine höhere Inanspruchnahme dieser Technik im Vergleich zum gesamtstaatlichen Durchschnitt von 313,3.
Die Hospitalisierungsrate wegen Appendektomie ist mit 122,7 Aufenthalten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2011, im Vergleich zu 2010 im Aufwärtstrend.
Die Hospitalisierungsrate wegen Hysterektomie bei Frauen über 45 Jahren ist im Vergelich zu 2010 stark rückläufig und beträgt 304,5 Aufenthalten pro 100.000 Einwohner, bleibt aber trotzdem über dem nationalen Vergleichswert des Jahres 2010 von 292,7.
Die Hospitalisierungsrate wegen Tonsillektomie entsprach 2011 118,4 Aufenthalten pro 100.000 Einwohner, während die wegen Hüftgelenksersatz in der Bevölkerung ab 64 Jahren 901,8 Aufenthalte pro 100.000 Einwohner beträgt und weit über dem des gesamtstaatlichen Durchschnitt von 534,8 liegt.
Zur Vervollständigung der Analyse der organisatorischen Angemessenheit werden einige Daten zu den DRGs angeführt, die mögliche Bereiche mit Unangemessenheitsrisiko darstellen.
Laut Ministerialverordnung (DPMR vom 29.11.01) wird die eventuelle organisatorische Unangemessenheit bei der Behandlung der klinischen Fälle durch die Festlegung von „Risikobereichen", bestehend aus einer Liste von DRGs, bemessen, für welche die Inanspruchnahme eines Aufenthalts als „potenziell unangemessen" gilt.
Die Landesregierung hat mit Beschluss vom 14.02.2011 N. 231 die Liste der Leistungen und der jeweiligen Schwellenwerte für die Durchführung in stationärem Aufenthaltsregime neu festgelegt. Dazu wurden auch für einige DRGs – zum Zwecke der Förderung der Behandlungen in ambulante Betreuungsregime - Schwellenwerte für die Durchführung in Tagesklinik bestimmt.
So beträgt in den öffentlichen Landeskrankenhäusern der Gesamtanteil der stationären Aufenthalte über der Zulässigkeitsschwelle einen Wert von 19,4%, mit Höchstwert im Krankenhäusern Innichen mit einem Wert von über 26%.
Der Anteil der tagesklinischen Aufenthalte über der Zulässigkeitsschwelle registriert stark reduzierte Werte im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Landesdurchschnitt für die öffentlichen Krankenhäuser von 26,7%.
Insgesamt beliefen sich im Jahr 2011 die Aufenthalte der ansässigen Patienten, die unter die DRGs der „Risikobereiche" fallen, auf 30.323 und entsprachen einem Gesamttarifwert von 17.158.572,84 Euro.
Downloads 2011
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| Tab. 5.2.27 - Kurze Aufenthalte insgesamt in den Krankenanstalten | |
| Tab. 5.2.28 - Kurze Aufenthalte, nach Krankenanstalten, mit Entlassung nach Hause und einer medizinischen DRG | |
| Tab. 5.2.29 - Indikatoren der Angemessenheit für alle Krankenanstalten- Jahre 2008-2011 | |
| Tab. 5.2.30 - Krankenhausaufenthalte wegen Entbindung nach Krankenanstalten | |
| Tab. 5.2.31 - Entlassungen aus chirurgischen Abteilungen mit medizinischer DRG nach Krankenanstalt | |
| Tab. 5.2.32 - Krankenhausaufenthalte wegen Eingriff an der Linse nach Krankenanstalt | |
| Tab. 5.2.33 - Krankenhausaufenthalte wegen Venenligatur und -stripping nach Krankenanstalt | |
| Tab. 5.2.34 - Krankenhausaufenthalt mit Todesfall des Patienten, nach Krankenanstalt | |
| Tab. 5.2.35 - Krankenhausaufenthalte wegen Infarkts und Todesfälle durch akuten Myokardinfarkt nach Krankenanstalt | |
| Tab. 5.2.36 - Krankenhausaufenthalte wegen laparoskopischen Cholezyistektomien nach Krankenanstalten | |
| Tab. 5.2.37 - Aufenthalte von Ansässigen mit "Unangemessenheitsrisiko-DRGs" in den öffentlichen Krankenhäusern | |
| Tab. 5.2.38 - Aufenthalte von Ansässigen mit "Unangemessenheitsrisiko-DRGs" nach einzelner DRG und Tarifwert, in öffentlichen und privaten Krankenanstalten | |
| Tab. 5.2.39 - Prozentanteil der ordentlichen Aufenthalte von Einwohnern mit "Unangemessenheitsrisiko-DRGs" in den Krankenanstalten insgesamt | |

