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Krankenhausversorgung von Akutkranken

Im Jahr 2010 kamen die Landeskrankenanstalten der Aufenthaltsnachfrage mit einer Bettenausstattung von insgesamt 1.903 Betten für Akutkranke (91,7% in öffentlichen Krankenhäusern) bei 3,8 Betten pro 1.000 Einwohner nach und überschritten somit den nationalen Standard von 3,5 Betten für Akutkranke pro 1.000 Einwohner.
Für den Tagesklinik-Betrieb standen 206 Betten zur Verfügung. In den Krankenanstalten waren außerdem 84 Säuglingskrippen vorhanden, 10 davon in den Privatkliniken (Tabelle 5.2.1).
Im Jahr 2010 beliefen sich die Aufenthalte von Akutkranken auf 96.157, davon waren 69.725 (72,5%) ordentliche Aufenthalte und 26.432 (27,5%) Tagesklinik-Aufenthalte. Gemäß Definition des Gesundheitsministeriums gelten als Akutkranke jene Fälle, die aus anderen Abteilungen als für Rehabilitation, funktionelle Wiederherstellung und Langzeitpflege entlassen wurden, ausgeschlossen die gesunden Neugeborenen, d. h. die Neugeborenen, die unter die DRG 391 „Unauffälliger Neugeborener" eingeordnet werden können.
Der Verlauf der Aufenthalte ist konstant rückläufig: Während es im Jahr 2007 104.736 Aufenthalte waren, betrug die Anzahl im Jahr 2010 nur mehr 96.157, was einer Verminderung im letzten Fünfjahreszeitraum von 6,5% (im Jahre 2006 waren es 102.885 Aufenthalte) entspricht (Tabelle 5.2.6).
94,3% der Aufenthalte von Akutkranken erfolgten in den öffentlichen Krankenhäusern. Gegenüber 1996 hat sich der Anteil der ordentlichen Aufenthalte in den öffentlichen Krankenhäusern erhöht und in den letzten Jahren auf 95% stabilisiert.
Die Hospitalisierungsrate der Wohnbevölkerung belief sich im Jahr 2010 (einschließlich Aufenthalte im Ausland) auf 187,1 Aufenthalte von Akutkranken pro 1.000 Einwohner (135,5 ordentliche Aufenthalte und 51,6 Tagesklinik-Aufenthalte). Gegenüber 2009 nahm die Hospitalisierungsrate der Einwohner um 6,4% ab (um 4,6% für die ordentlichen Aufenthalte und – 1,8% für die Tagesklinik-Aufenthalte); insgesamt bleibt die Hospitalisierungsrate der Einwohner weiterhin über dem nationalen Zielwert von 180 Aufenthalten pro 1.000 Einwohner (Tabelle 5.2.9), obwohl ab 2007 eine starke und fortlaufende Senkung registriert wird.
Betrachtet man ausschließlich die in Italien und in Österreich getätigten Aufenthalte und berechnet man die standardisierte Hospitalisierungsrate nach Geschlecht und Alter bzw. berücksichtigt man die Altersstruktur der Bevölkerung, bestätigt sich für Südtirol eine hohe Hospitalisierung (Provinz Bozen 193,9; Italien 176,7).
Dabei verzeichnet insbesondere der Gesundheitsbezirk Bruneck die höchste Inanspruchnahme (214,0) (Tabelle 5.2.10).
Die spezifischen Raten nach Alter fallen in Südtirol im gesamtstaatlichen Vergleich mit den Daten von 2009 höher für die Altersklassen der Senioren über 65 Jahren aus (Tabelle 5.2.11).
Für die Vergleichsdaten der anderen Regionen Italiens wird auf den Bericht über die Hospitalisierung des Jahres 2009 des Gesundheitsministeriums, Tabellen 5.6 und 5.8 verwiesen, abrufbar auf der Internet-Seite: http://www.salute.gov.it/ricoveriOspedalieri/archivioDocumentiRicoveriOspedalieri.jsp?lingua=italiano&menu=documenti&id=1491.
Auch 2010 werden höhere aktive Mobilitätswerte (Attraktionsindex gleich 9,4%) als passive Mobilitätswerte verzeichnet (Fluchtindex 7,7%), was die Attraktionsfähigkeit einiger öffentlicher Krankenhäuser auf außerhalb des Landes ansässige Patienten bestätigt (Tabelle 5.2.12).
Zehn Indikatoren der Effizienz, Qualität und Angemessenheit wurden ausgewählt, um einige wichtige Phänomene im Bereich der öffentlichen Krankenhausproduktion von ordentlichen Aufenthalten von Akutkranken in Südtirol darzulegen, für die der NGP spezifische Ziele oder zu verfolgende Entwicklungstrends vorschreibt.
Die Tabelle 5.3.13 stellt die Ergebnisse dieser Indikatoren für die sieben Landeskrankenhäuser dar. Eine relativ niedrige Bettenauslastungsrate verzeichnet das Krankenhaus Sterzing (65,9%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro äquivalenter DRG-Aufenthaltseinheit variiert zwischen 6,0 Tagen im Krankenhaus Schlanders und 4,8 Tagen in den Krankenhäusern Sterzing und Innichen. Der Prozentsatz der Kaiserschnitte an allen Geburten liegt besonders im Krankenhaus Innichen (29,2%) hoch.
Die Kriterien für die Berechnung von einigen der in der Tabelle angeführten Indikatoren wurden umgestaltet, da einige der verwaltungstechnischen Voraussetzungen abgeändert wurden (Neufestlegung der im tagesklinischen Betrieb durchführbaren Leistungen und neue Liste der DRGs mit Unangemessenheitsrisiko). Dies macht den Vergleich mit den in den vergangenen Ausgaben des Gesundheitsberichts veröffentlichten Indikatoren nicht möglich.
Trotzdem ist der hohe Attraktionsindex des Krankenhauses Innichen (29,4%) erwähnenswert.

Für weitere Informationen konsultieren Sie den Bereich DATEN ONLINE

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Tab. 5.2.1 - Betten in den Krankenanstalten nach Art
Tab. 5.2.2 - Betten für ordentliche Aufenthalte in den Abteilungen der öffentlichen Krankenhäuser
Tab. 5.2.3 - Betten für Tagesklinik-Aufenthalte in den Abteilungen der öffentlichen Krankenhäuser
Tab. 5.2.4 - Betten in den Abteilungen der Privatkliniken
Tab. 5.2.5 - Gesunde Neugeborene in den Krankenanstalten
Tab. 5.2.6 - Trend Aufenthalte von Akutpatienten
Tab. 5.2.7 - Aufenthalte insgesamt in den Krankenanstalten
Tab. 5.2.8 - Aufenthalte nach Geschlecht und Altersklasse, nach Krankenanstalt
Tab. 5.2.9 - Trend Hospitalisierungsrate pro 1.000 Einwohner
Tab. 5.2.10 - Hospitalisierungsrate pro 1.000 Einwohner nach Wohnsitz-Gesundheitsbezirk
Tab. 5.2.11 - Hospitalisierungsrate pro 1.000 Einwohner nach Geschlecht und Altersklasse
Tab. 5.2.12 - Wichtigste Indikatoren der Krankenhäuser
Tab. 5.2.13 - Qualitäts- und Effizienzindikatoren nach einzelner Krankenanstalt

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Indikatoren im Überblick

  • Betten für Akutkranke: 1.903, gleich 3,8 pro 1.000 Einwohner und damit über dem nationalen Standard von 3,5 Betten für Akutkranke pro 1.000 Einwohner
  • Betten für Tagesklinik-Betrieb: 206
  • Aufenthalte von Akutkranken: 96.157 insgesamt, davon 69.725 ordentliche Aufenthalte und 26.432 Tagesklinik-Aufenthalte
  • Hospitalisierungsrate: 187,1 Aufenthalte von Akutkranken pro 1.000 Einwohner (135,5 ordentliche Aufenthalte und 51,6 Tagesklink-Aufenthalte)
  • Saldo der aktiven und passiven Mobilität: 1.676 Aufenthalte von Akutkranken