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Medikamentenverbrauch
Im Jahr 2010 wurden vom Landesgesundheitsdienst fast 3,0 Millionen Rezepte ausgestellt, was einem Anstieg auf Landesebene von 4,5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Pro Kopf (einschließlich der Rezepte für die Südtiroler Wohnbevölkerung auf dem gesamten Staatsgebiet) wurden durchschnittlich 5,9 Rezepte und 11,7 Medikamentenpackungen pro Einwohner ausgestellt bzw. abgegeben, gegenüber einem höheren nationalen Pro-Kopf-Durchschnitt von 17,9* Packungen pro Kopf.
Die Angaben über den Medikamentenverbrauch ergeben deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 5,4 Rezepte pro Kopf für die Männer und 6,5 für die Frauen; 610 tägliche Medikamentendosen pro 1.000 ansässige Männer (10,7 Packungen pro Kopf) gegenüber 714 täglichen Medikamentendosen pro 1.000 Südtiroler Frauen (12,6 Packungen pro Kopf im Jahresverlauf).
Deutliche Unterschiede sind in den verschiedenen Landesgebieten zu verzeichnen: Von 4,4 Rezepten pro Kopf in den Sprengeln Grödental und Salten-Sarntal-Ritten bis maximal 7,2 Rezepte pro Kopf in Bozen. In Übereinstimmung mit dem Verlauf des Südtiroler Medikamentenverbrauchs in den letzten Jahren betrifft die höhere Medikamentenabgabe nicht nur Stadtzentren wie Bozen, Meran und Brixen, sondern auch einige außerstädtische Gebiete wie Leifers-Branzoll-Pfatten, das Unterland und das Passeiertal. Bruneck kennzeichnet sich dagegen durch eine niedrigere Inanspruchnahme der Pharmakotherapien.
Die Analyse des Verhältnisses zwischen den Personen, denen im Laufe des Jahres mindestens ein Medikament verschrieben wurde, und der Bezugsbevölkerung ergibt für Südtirol eine Anwendungsprävalenz von 55,7% (über die Hälfte der Bevölkerung nahm 2010 mindestens ein Medikament ein). Im Vergleich zu den Vorjahren nahm die Verschreibung von Arzneimitteln bei den 5-24-Jährigen geringfügig ab. Im fortgeschrittenen Alter nimmt der Medikamentenverbrauch deutlich zu; für fast alle über 75-Jährigen verzeichnet sich mindestens eine Medikamentenverschreibung (für 9 Senioren von 10), was das Alter zum grundlegenden Prognosefaktor für die Medikamentenanwendung macht.
Medikamente für das Herzkreislaufsystem stellen die erste therapeutische ATC-Gruppe in Bezug auf die DDD/1.000 Einwohner/Tag (46,2%) dar, gefolgt von jenen für den Gastrointestinaltrakt/Stoffwechsel (11,2%). Vergleicht man den Medikamentenverbrauch mit den gesamtstaatlichen Werten, ergibt sich, dass in Übereinstimmung mit der geringeren Anzahl von Verschreibungen auf Landesebene auch der Verbrauch DDD/1.000 Einwohner/Tag innerhalb der ATC-Gruppe geringer ausfällt (74 tägliche Medikamentendosen für den Gastrointestinaltrakt/Stoffwechsel auf Landesebene gegenüber 133** Dosen auf gesamtstaatlicher Ebene). Allein hinsichtlich der Medikamente für das zentrale Nervensystem, tumorspezifische Medikamente (die Verteilung wird ausschließlich von den Krankenanstalten durchgeführt) und den parasitischen Medikamenten entspricht der Landesverbrauch dem gesamtstaatlichen Durchschnitt (58,4 und 1 DDD/1.000 Einwohner/Tag).
Die Statine, die für die Behandlung der Hyperlipidämien eingesetzt werden, gehören zu den Medikamenten der ATC-Gruppe des Herzkreislaufsystems und zu den auf Landesebene am häufigsten verschriebenen; sie müssen konstant und zeitlich langfristig eingenommen werden, um die gewünschte Therapiewirkung zu erzielen: Analysiert man die Statin-Therapieunterbrechungsrate, ergibt sich, dass in den letzten drei Jahren rund 23,2% (1 Patient von 4) der behandelten Patienten die Therapie unterbrochen haben, was für diese Fälle auf eine nicht angemessene Medikamentenanwendung hinweist. In den letzten Jahren konnte ein geringfügig rückläufiger Trend beobachtet werden.
* Quelle: Federfarma
** Quelle: Nationaler Bericht über die Arzneimittelanwendung in Italien - Jahr 2010 AIFA
Downloads 2010
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| Tab. 4.5.1 - Anzahl der von Apotheken verabreichten Rezepte nach Gesundheitsbezirk | |
| Tab. 4.5.2 - Anzahl der von Apotheken verabreichten Medikamentenpackungen nach Gesundheitsbezirk | |
| Tab. 4.5.3 - Anzahl der von Apotheken verabreichten Medikamentenpackungen nach Gesundheitssprengel | |
| Tab. 4.5.4 - Anzahl der Rezepte nach Wohnsitz-Bevölkerung und Gesundheitsbezirk | |
| Tab. 4.5.5 - Anzahl der Rezepte und Pro-Kopf-Rezepte nach Wohnsitz-Gesundheitssprengel | |
| Tab. 4.5.6 - Anzahl der Medikamentenpackungen und Pro-Kopf-Medikamentenpackungen nach Wohnsitz-Gesundheitssprengel | |
| Tab. 4.5.7 - Anzahl der Medikamentenpackungen und tägliche Medikamentendosen nach Altersklasse und Geschlecht | |
| Tab. 4.5.8 - : Mittlerer Medikamentenverbrauch nach Geschlecht - Jahre 2006-2010 | |
| Tab. 4.5.9 - Anzahl der von Apotheken verabreichten Medikamentenpackungen nach ATC-Kategorie | |
| Tab. 4.5.10 - Tägliche Medikamentendosen nach ATC-Kategorie und Geschlecht | |
| Tab. 4.5.11 - Tägliche Medikamentendosen nach ATC-Kategorie und Gesundheitssprengel | |
| Tab. 4.5.12 - Aussetzungsrate der Statine für 3 Jahre | |

