Hauptinhalt
- Inhalt
Schwangerschaft und Geburt
Die Geburtsbescheinigung lässt Informationen über Visiten und Instrumentaluntersuchungen der Mutter während der Schwangerschaft erfassen.
Im Jahr 2010 unterzog sich jede schwangere Frau durchschnittlich 6,7 Kontrollvisiten (konstanter Wert in den letzten Jahren). Die Weltgesundheitsorganisation schlägt bei wenig risikobehafteten Schwangerschaften durchschnittlich 4 Kontrollvisiten vor. 61,7% der schwangeren Mütter haben die 1. Visite innerhalb der 8. Schwangerschaftswoche durchgeführt, also sehr früh.
Von den Frauen, die im Jahr 2010 in Südtirol entbunden haben, ließen 348 (6,8%) mindestens eine invasive Pränataldiagnostik durchführen (2005 waren es 9,8%). 3,1% ließen eine Amniozentese vornehmen (Pränataldiagnostik für die Erfassung fetaler Chromosomenalterationen wie Down-Syndrom), 2,2% eine Chorionbiopsie.
Bei der Untersuchung der Art der Entbindung ergibt sich, dass 69,9% der Kinder vaginal und 4,6% operativ-vaginal geboren sind (mit Saugglocke oder Geburtszange). Nach einem leichten Rückgang der chirurgischen Geburten im Jahr 2009 (23,9%), konnte im Jahr 2010 eine Zunahme der Neugeborenen durch chirurgische Geburt beobachtet werden: bei 25,3% der ansässigen Mütter fand eine chirurgische Geburt statt. Die häufigste Inanspruchnahme des Kaiserschnittes konnte in der Marienklinik festgestellt werden, wo der Prozentsatz der Kaiserschnitte 40,7% betrug im Vergleich zu 24,8% in den öffentlichen Krankenhäusern.
Wird auch der bereinigte Anteil der Neugeborenen durch Kaiserschnitt NTSV berücksichtigt (Nullipar, Terminal, Single, Vertex), ein Indikator, der die Zweckmäßigkeit der Art der Entbindung misst und diese von Faktoren bereinigt, welche die Inanspruchnahme des Kaiserschnittes erhöhen können, ergibt sich ein Wert von 21,3%. Die einzelnen Geburtsstellen verzeichnen in Bezug auf die Unterschiede zwischen den unbereinigten und bereinigten Kaiserschnitten eine starke Variabilität: Bei hohen Unterschieden zwischen unbereinigten und bereinigten Anteilen ist eine höhere Konzentration von komplexen Fällen zu beobachten, die eine stärkere Inanspruchnahme der Kaiserschnitte verlangen. Bereinigte Werte über den unbereinigten Werten weisen hingegen in Richtung einer übermäßigen Inanspruchnahme der chirurgischen Entbindung.
Die Mehrlingsgeburten stellen 1,4% aller Geburten dar (70 Zwillingsgeburten für insgesamt 140 Neugeborene). Die Rate der Mehrlingsschwangerschaften, kombiniert mit der künstlichen Befruchtung, beträgt 32,9%.
Im Jahr 2010 griffen 81 Frauen (1,6% aller Entbindenden) auf Techniken der medizinisch assistierten Befruchtung zurück, während dieser Prozentsatz im Jahr 2008 auf nationaler Ebene 1,1% ausmachte.
Der Anteil der Frühgeborenen (mit Schwangerschaftsalter unter oder gleich 36 Wochen) betrug 6,9% und blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Downloads 2010
| Titel | Download |
|---|---|
|
Damit die auf dieser Seite vorhandenen PDF-Dokumente geöffnet und angezeigt werden können, muss ein PDF-Betrachter installiert sein. |
|
| Tab. 1.4.5 - Schwangerschaftswoche bei der ersten Kontrolluntersuchung | |
| Tab. 1.4.6 - Vorgeburtliche Untersuchungen und Altersklassen | |
| Tab. 1.4.7 - Verteilung der Neugeborenen nach Geburtsort und Ansässigkeit der Mutter - Jahre 2006-2010 | |
| Tab. 1.4.8 - Verteilung der Neugeborenen nach Geburtsform und Geburtsort | |
| Tab. 1.4.9 - Neugeborene mit Kaiserschnitt nach Geburtsort (Roh- und bereinigte Daten) | |
| Tab. 1.4.10 - Lebendgeborene nach Schwangerschaftsalter - Jahre 2006-2010 | |
| Tab. 1.4.11 - Geburten nach Geburtsart und Art der Empfängnis | |

