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Verbreitung der chronischen Krankheiten
Die chronischen Krankheiten sind die häufigste Todesursache in fast aller Welt. Zu dieser weitumfassenden Gruppe zählen Kardiopathien, Neoplasien, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen usw.. Zusätzlich zur hohen Sterblichkeitsrate führen diese Krankheiten zu einem hohen Maß an Invalidität, weshalb deren Bekämpfung für die öffentliche Gesundheit eine Priorität darstellt.
Die chronischen Krankheiten treten aus klinischer Sicht im fortgeschrittenen Alter auf; aus diesem Grund kann angenommen werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Prävalenz der chronisch Kranken besteht. Die Südtiroler Wohnbevölkerung ist mit einem mittleren Alter von 41,2 Jahren und einem Altersindex von 115 Jahren (d. h. auf 100 Jugendliche kommen 115 Senioren) im Jahr 2010 im Vergleich zum nationalen Durchschnitt relativ jung. Im Landesvergleich weist der Gesundheitsbezirk Bozen eine eindeutig ältere Bevölkerungsstruktur als die Bezirke Brixen und Bruneck auf.
Im Jahr 2010 betrug der Anteil der Südtiroler mit mindestens einer chronischen Krankheit an der Gesamtbevölkerung 26,3% (jeder Vierte). Frauen sind etwas stärker gefährdet als Männer, mindestens an einer chronischen Pathologie zu erkranken: Höhere Werte werden vor allem für Autoimmun- und endokrine sowie neurologische Krankheiten verzeichnet.
14 Personen pro 100 Südtiroler leiden an Hypertonie; 4 pro 100 wurde eine Neoplasie diagnostiziert, 3 pro 100 eine Atemwegserkrankung, 4 pro 100 leiden an Diabetes. Berücksichtigt man nur die ältere Bevölkerung (ab 65 Jahren), so leiden etwa 75 Personen pro 100 an mindestens einer chronischen Krankheit.
Eine Analyse der standardisierten Raten nach territorialen Bereichen ergibt für ländliche Sprengel wie Leifers-Branzoll-Pfatten und das Passeiertal Prävalenzschätzungen der chronischen Kranken, die leicht oberhalb der städtischen Sprengel Bozen und Meran liegen. Die Prävalenz der einzelnen Krankheiten verläuft landesweit nicht immer homogen: Der Gesundheitsbezirk Bozen verzeichnet vor allem eine höhere Prävalenz von Patienten mit Autoimmunkrankheiten und Hashimoto-Thyreoiditis. In den Gesundheitsbezirken Brixen und Bruneck, die allgemein niedrigere Raten aufweisen, liegt eine höhere Prävalenz von Krankheiten wie Diabetes insipidus, Parkinson (Brixen) und Psychosen (Bruneck) vor. Der Gesundheitsbezirk Meran verzeichnet hingegen Prävalenzwerte der chronischen Krankheiten, die dem Durchschnitt der anderen Bezirke entsprechen.
Prävalenz der chronischen Krankheiten in der Provinz Bozen - Jahr 2010
Werte pro 100.000 Einwohner

| 21.191,49 - 22.784,31 | |
| 22.784,32 - 25.193,43 | |
| 25.193,44 - 27.998,73 | |
| 27.998,74 - 32.351,79 |

| 16.509,18 - 18.683,97 | |
| 18.683,98 - 19.936,46 | |
| 19.936,47 - 21.379,46 | |
| 21.379,47 - 23.053,32 |
* Die reelle unbereinigte Rate ist das Verhältnis zwischen Anzahl der Fälle, bei denen die untersuchte Eigenschaft vorkommt, und der Bezugsbevölkerung. Im Unterschied zum standardisierten Wert kann er nicht verwendet werden, um Vergleiche zwischen Bevölkerungsgruppen verschiedenen Alters anzustellen.
** Der standardisierte Wert ist ein System, das die reelle unbereinigte Rate ausgleicht und er ermöglicht den Vergleich zwischen Bevölkerungsgruppen verschiedenen Alters.
Downloads 2010
| Titel | Download |
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| Tab. 2.2.1 - Chronisch Kranke in Südtirol | |
| Tab. 2.2.2 - Chronische Krankheiten nach Gesundheitsbezirk | |
| Tab. 2.2.3 - Chronische Krankheiten nach Geschlecht - Standardisierte Werte | |
| Tab. 2.2.4 - Chronische Krankheiten nach Geschlecht - Reelle unbereinigte Raten | |
| Tab. 2.2.5 - Chronische Krankheiten über 65 | |

