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LEITBILD DER EPIDEMIOLOGISCHEN BEOBACHTUNGSSTELLE
Das Hauptziel der Bediensteten im Gesundheitswesen ist die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung.
Die epidemiologische Beobachtung muss als Methode zur Verbesserung der Qualität der gesundheitspolitischen Entscheidungen herangezogen werden, wobei versucht wird:

  • die Planungsentscheidungen aufgrund der Prioritätsmaßnahmen im Bereich Gesundheitszustand der Bevölkerung und vermeidbare Ereignisse auszurichten
  •  die Messung der Ergebnisse im Rahmen der Strategie der klinischen Führung zu verbessern
  • die Weiterentwicklung der Funktion der Epidemiologie im Sanitätsbetrieb zu unterstützen.

Die epidemiologische Beobachtung ist ein Fachbereich, der die Phänomene beschreibt, analysiert und interpretiert, wobei er die Person in den Mittelpunkt stellt und dann diese Logik auf den Dienst umwälzt.
Die epidemiologische Beobachtung hat eine Querfunktion zu allen Berufsbildern und Diensten des Landesgesundheitsdienstes, da sie ein methodologisches Erhebungs- und Analyseinstrument der Gesundheitsbedürfnisse ist und ein Bewertungssystem des Angebotes der Gesundheitsdienste.
Dieser Fachbereich wurde in der Provinz Bozen mit der Errichtung der Epidemiologischen Beobachtungsstelle des Landes eingeführt. Ihr wurde der Auftrag erteilt die epidemiologische Beobachtung auf Landesebene einzuführen (im Rahmen der Funktionen, die vom Landesgesetz Nr. 7 vom 5. März 2001 "Neuregelung des Landesgesundheitsdienstes" und früher vom L.G. Nr. 33 vom 18. August 1988), wobei die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung erhoben und die Fähigkeit der Befriedigung dieser Bedürfnisse durch den Landesgesundheitsdienst bewertet werden.
Die Epidemiologische Beobachtungsstelle des Landes (EPB) ist eine technisch-wissenschaftliche Einrichtung des Assessorates für Gesundheitswesen, das der Landesregierung epidemiologische Informationen zur Erhebung der Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung und der kritischen Bereiche liefert, die für die Planung, Ausrichtung, Bewertung und Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen notwendig sind.

Die FUNKTIONEN DER EPIDEMIOLOGISCHEN BEOBACHTUNG
A) Koordinierung (Ausrichtung - Überwachung - Bewertung) von spezifischen pathologischen Registern und laufenden epidemiologische Erhebungen

  • Qualitätsmessungen der Informationsflüsse im Gesundheitswesen
  • Verbreitung der Daten durch Erstellung von Statistiken, Reports, Berichte, usw. über die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung und über die Risikofaktoren für die Gesundheit
  • Beteiligung an der Projektierung von neuen Informationsflüssen und Reorganisation der bestehenden

B) Koordinierung (Ausrichtung - Überwachung - Bewertung) der Informationsflüsse, die für die Bewertung der Gerechtigkeit beim Zugang zu den Diensten, der Angemessenheit des Gebrauchs, der Effizienz und Wirksamkeit der Gesundheitsdienste dienen

  • qualitative und quantitative Analyse der bestehenden Informationsflüsse und Projektierung von neuen Informationsflüssen
  • Verbreitung der Daten durch die Erstellung von Statistiken, Reports, Berichte, usw. und, falls gewünscht, Zusammenarbeit mit anderen Institutionen bei der Verbreitung von Daten
  • Beteiligung bei der Projektierung von neuen Informationsflüssen

C) Förderung von ad hoc epidemiologischen Erhebungen

  • direkte Leitung von Studien beschreibender, analytischer oder bewertender Epidemiologie
  • Unterstützung von lokalen Projekten
  • Mitarbeit bei nationalen und internationalen Studien

D) Unterstützung der Planung auf Landesebene

  • Hilfe bei der Erstellung des Landesgesundheitsplanes
  • Sammlung und Ausarbeitung von ausgewählten Informationen, die von Entscheidungsorganen angefordert werden

E) Förderung der epidemiologischen Kultur unter den Bediensteten im Gesundheitswesen

  • Förderung, Organisation und Koordinierung der Methodologien, Prozeduren und Instrumente der epidemiologischen Beobachtung
  • Planung der Weiterbildung im Bereich Epidemiologie.

Die wichtigsten TÄTIGKEITSBEREICHE der Epidemiologischen Beobachtungsstelle des Landes sind:

  • Überwachungssysteme (Masern, bakterielle Meningitis, Infektionskrankheiten)
  • Pathologieregister (Diabetes, Tumoren, Hüftprothese, angeborene Fehlbildungen,..): Inzidenz und Prävalenz der Krankheiten
  • Sterblichkeitsrate
  • Impfungen
  • Netz der seltenen Krankheiten
  • Verhaltensweisen und Lebensstile
  • Ernährungsbeobachtung
  • Pharmakaepidemiologie
  • Klinische Epidemiologie und Richtlinien
  • Bewertung der Gesundheitsdienste.

Die Epidemiologische Beobachtungsstelle des Landes veröffentlicht auf WEB die wichtigsten aktuellen Indikatoren über den Gesundheitszustand der Südtiroler Bevölkerung und über die Organisation des Landesgesundheitsdienstes.

Befrage die Homepage und Du findest die gesuchten Informationen!