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Equal 2000-2006

Die positiven Erfahrungen mit den Gemeinschaftsinitiativen "ADAPT" und " Beschäftigung " im Zeitraum 1994-1999 (ADAPT zur Erarbeitung von Unterrichtseinheiten zwecks Unterstützung der Arbeitenden bei der Anpassung ihrer Kompetenzen, die auf einem immer flexibleren Arbeitsmarkt und in einer Gesellschaft mit immer älteren Arbeitskräften und dem Risiko der Diskriminierung eine wesentliche Rolle spielt, und Beschäftigung zur Erprobung von Maßnahmen zwecks sozialer und beruflicher Eingliederung mit Unterstützung von Netzwerken lokaler Partnerschaften) haben die Europäische Kommission dazu bewogen, mit ähnlichen Maßnahmen fortzufahren. Für den Zeitraum 2000-2006 entschloss man sich allerdings für eine einzige Initiative - "EQUAL" - die mit betont innovativen Ansätzen alle mit den früheren Programmen angegangenen Probleme aufgreift und weitere, ebenfalls heikle Thematiken mit einschließt, die verstärkt in den Vordergrund rücken.

Die Initiative EQUAL setzt sich zum Ziel, neue Wege zu erproben, um jeglicher Form der Diskriminierung und Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit entgegenzuwirken.

Die innovativsten Aspekte der Initiative EQUAL sind das grenzüberschreitende Vorgehen, die aktive Beteiligung, das mainstreaming und die Schaffung so genannter "Entwicklungspartnerschaften".

Die Integration dieser Elemente hat es bislang ermöglicht, innovative, tatsächlich "europäische" Projekte zu verwirklichen, dank welchen Erfahrungen und Kenntnisse verschiedener Länder verglichen und ausgetauscht werden konnten, wobei alle Akteure an den Tätigkeiten beteiligt wurden, vor allem bei der Festlegung der gemeinsamen Ziele, Rollen und Verantwortlichkeiten.

Die erste Förderrunde der Initiative begann 2001, die zweite beginnt in diesen Wochen. Am 10. Mai 2004 wurde die Ausschreibung für diese zweite Phase im Gesetzesanzeiger der Republik Italien veröffentlicht. Der Termin für die Einreichung von EQUAL-Projekten ist der 24. Juni 2004.

Die EQUAL-Projekte müssen über die Gründung strategischer Partnerschaften - der formell gegründeten so genannten "Entwicklungspartnerschaften" (EP) umgesetzt werden, die von den ersten Planungsschritten an eine aktive Zusammenarbeit der Akteure in Gang setzen.

Diese Partnerschaften können bereichsbezogen oder nach geografischen Kriterien gebildet werden.

Die bereichsbezogenen werden vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitiken verwaltet und bekämpfen Diskriminierungen, denen ein bestimmter Wirtschaftsbereich oder eine oder mehrere Personengruppen auf dem Arbeitsmarkt ausgesetzt sind.

Die gebietsbezogenen EP werden von den Regionen und Autonomen Provinzen verwaltet und bekämpfen ein spezifisches, territorial auftretendes Problem.

Die Partner müssen angemessene Kompetenzen innehaben (lokale Körperschaften, Berufsverbände und Gewerkschaften, OGN, Organisationen des Dritten Sektors ...), deren Einsatz mit der über Synergien entwickelten ganzheitlichen Strategie kohärent ist und die aufgezeigten Probleme angehen kann.

Die so entwickelten Projekte müssen unter Beteiligung mindestens eines Partners aus einem anderen Mitgliedstaat umgesetzt werden. Das Projekt kann auch auf Akteure in Drittländern ausgedehnt werden, deren Beteiligung jedoch vor allem im Hinblick auf die geplante Aktion kohärent und notwendig zu sein hat, die Finanzierbarkeit als EU-Programm für internationale Beziehungen im Rahmen von "MEDA" (für Nicht-Mitgliedsländer im Mittelmeerraum) oder "TACIS" (für Länder der ehemaligen UdSSR) ist von untergeordnetem Belang.

Das EPPD für die Initiative EQUAL 2004-2006

Zwecks Umsetzung der zweiten Förderrunde von EQUAL in Italien, hat das Ministerium für Arbeit und Sozialpolitiken (die EQUAL-Verwaltungsbehörde für Italien) gemeinsam mit den Regionen und Autonomen Provinzen das zweite Einheitliche Programmplanungsdokument erarbeitet (EPPD).
Dieses Dokument legt - ausgehend von einer sozialen Analyse des italienischen Arbeitsmarktes - die allgemeine Strategie und die Vorgaben für die Umsetzung der Initiative fest und weist die Einsatzbereiche aus.

Das am 12. März 2004 im Rahmen des EQUAL-Begleitausschusses vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitiken, von den Regionen und Autonomen Provinzen, vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen und von den Sozialpartnern genehmigte italienische EPPD liegt der Europäischen Kommission zur Genehmigung vor.
Der Text des neuen EPPD kann im Bereich Dokumente der Webseite www.equalitalia.it eingesehen werden.

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