Kleinkinderbetreuung für Landesbedienstete 0-3 Jahre

Vergünstigungen für  Landesangestellte, die einen Kinderbetreuungsdienst - betriebliche Kita und Tagesmutterdienst - für ihr Kind in Anspruch nehmen (Broschüre als Download)

Angestellte der Landesverwaltung (Personal des allgemeinen Stellenplans und Personal der Berufsschulen und Kindergärten) können für die Betreuung ihres Kindes im Alter von 3 Monaten bis 3 Jahren (bis zum 4. Geburtstag wenn das Kind noch nicht den Kindergarten besucht) eine betriebliche Kita oder einen Tagesmutter-Dienst nutzen und dafür finanzielle Unterstützung beantragen (im Sinne von Artikel 16 des Landesgesetzes Nr. 8/2013 und auf Grundlage des Beschlusses der Landesregierung Nr. 71 vom 24. Januar 2017).

 

Diese Vergünstigung kann nur dann gewährt werden, wenn im Landeshaushaltskapitel ausreichend Mittel zur Verfügung stehen.
Um diese Möglichkeit anbieten zu können, hat das Land, vertreten von Personal- und Familienlandesrätin Dr. Waltraud Deeg, Rahmenvereinbarungen mit den Sozialgenossenschaften abgeschlossen, die diese Dienste in Südtirol anbieten. (siehe Liste der Sozialgenossenschaften und Kontakte)
Das Land/der Arbeitgeber trägt 2/3 der Gesamtkosten. Zu gewissen Fälligkeiten rechnet die Familienagentur 2/3 des Betrags direkt mit dem Träger der Einrichtung, die den Dienst anbietet, ab, das restliche Drittel zahlt monatlich der Landesangestellte selbst an den Träger.
Grundvoraussetzungen für das Anrecht auf die Vergünstigung:

 

Das Angebot kann nutzen wer:
• ein Angestelltenverhältnis mit der Autonomen Provinz Bozen hat, und zwar im allgemeinen Stellenplan, in einer Landesberufschule oder in einem Kindergarten (ausdrücklich ausgeschlossen sind die Lehrpersonen aller
staatlichen Schulen),
• die Arbeit wieder aufgenommen hat (Berufstätigkeit beider Elternteile bzw. des alleinerziehenden Elternteils);
• keine sonstigen Vergünstigungen für den selben Dienst erhält (z.B. voucher INPS).
Sollte die Anzahl der Anträge die Anzahl der Plätze die durch die bereitgestellten Gelder aus dem Landeshaushalt gedeckt werden können, übersteigen, erfolgt die Genehmigung der Ansuchen aufgrund von bestimmten und auf der Homepage der Familienagentur veröffentlichten Vorrangskriterien.

 

Wer das Angebot in Anspruch nehmen will, hat das so früh wie möglich mitzuteilen:
Wer  noch nicht  in den Job wiedereingestiegen ist, die Kinderbetreuung für den Wiedereinstieg aber planen will , hat ein Formular per E-Mail an die Familienagentur zu übermitteln, das folgende Informationen enthält:
• Daten des Kindes,
• Zeitpunkt, ab dem das Betreuungsangebot genutzt werden soll,
• Schätzung in Bezug auf die Stunden und die jährlichen Kosten. (Damit die Ressourcen sinnvoll geplant werden können, wird darum ersucht),
Nur so kann überprüft werden, ob die im Landeshaushalt bereitgestellten Finanzmittel ausreichend sind.

 

Wie wird der Antrag gestellt?
Wer die oben genannten Voraussetzungen erfüllt und die Vergünstigungen in Anspruch nehmen möchte, muss das entsprechende Ansuchen ausfüllen, unterschreiben, und es der Familienagentur übermitteln.

 

Nutzung des Angebots und Zahlungsmodalitäten (siehe iter und Verzeichnis der konventionierten Genossenschaften mit verfügbaren Betreuungsplätze)
Wer die Vergünstigung in Anspruch nehmen will, ist dazu verpflichtet, sich vor Antragstellung selbst zu versichern, dass in der ausgesuchten Kita oder bei der ausgesuchten Tagesmutter ein Platz frei ist, und dass die ausgewählte Einrichtung zu einer Sozialgenossenschaft gehört, die eine Konvention mit dem Land abgeschlossen hat.
In Erwartung der Genehmigung des Ansuchens von Seiten der Familienagentur kann der/die Angestellte gemeinsam mit der ausgewählten Sozialgenossenschaft alle vorbereitenden Abmachungen treffen, die zur Aufnahme des Dienstes notwendig sind (Vorschlag bezüglich Betreuungszeiten und –kosten u.s.w.)
Sobald die Ermächtigung von Seiten der Familienagentur vorliegt, schließt die Familie den Vertrag mit der Sozialgenossenschaft ab (unter Berücksichtigung der Bedingungen, die in der Rahmenvereinbarung zwischen Land und Sozialgenossenschaft festgeschrieben wurden, und jener der Genehmigung); der/die Angestellte hat die Kosten im Ausmaß eines Drittels des genutzten Dienstes monatlich zu begleichen.

 

Welche Mitteilungen sind an die Familienagentur zu schicken?
Wer diese Vergünstigung nutzt, hat der Familienagentur jeweils innerhalb der Monate APRIL, JUNI, OKTOBER und DEZEMBER eine Erklärung (für das Formular auf den jeweiligen Monat klicken) zu schicken, mit dem er/sie bestätigt, dass seine/ihre Tochter, sein/ihr Sohn die Einrichtung besucht hat und dass er/sie seine Rechnungen an die Sozialgenossenschaft, die den Dienst anbietet, beglichen hat.

Kontaktadresse
Familienagentur, Landhaus 12,
Kanonikus Michael Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
e-mail: familienagentur@provinz.bz.it
PEC: familienagentur.agenziafamiglia@pec.prov.bz.it

 

Eine gute Nachricht für die Eltern/Landesbedienstete

Sie müssen in Zukunft nicht mehr in Vorkasse gehen, wenn Ihr Kind bis zum 3. Lebensjahr in einer Kita oder von einer Tagesmutter, laut Ermächtigung der Familienagentur, betreut wird. Sie zahlen Ihren eigenen Anteil -  also höchstens 35 Prozent der Gesamtkosten -, den Rest rechnet das Land/Familienagentur direkt mit dem Anbieter ab. Um  dieses System einzuleiten, haben wir jetzt die entsprechenden Modalitäten in den mit den Sozialgenossenschaften und Vereinen, welche Kinderbetreuung anbieten, abgeschlossen Rahmenvereinbarungen, vorgesehen.