Themenbereiche

Integration und Inklusion sind Querschnittsthemen, welche alle Bereiche unserer Gesellschaft umfassen.

Die Koordinierungsstelle für Integration versucht, den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen in den verschiedenen Bereichen der Integration zu erleichtern. Der folgende Abschnitt beinhaltet einen Überblick über Organisationen und Einrichtungen, die sich mit Integrationspolitik befassen.

Eine synthetische Aufzeichnung der Landesverwaltungen im Netzwerk ist unter den Publikationen verfügbar.

Für die Integration und die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist es unerlässlich, die Sprachen des Territoriums zu kennen. Gute Sprachkenntnisse bieten auch die Möglichkeit, den kulturellen Hintergrund und die beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und so bessere Chancen in der Arbeitswelt zu erhalten.

Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Ländern müssen nachweisen, dass sie Italienisch mindestens auf dem Niveau A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen(GERS) beherrschen, um die langfristige Aufenthaltserlaubnis der EU zu erhalten und die Integrationsvereinbarung zu erfüllen. Darüber hinaus müssen sie ab 2022 ihre mündlichen Kenntnisse in einer der Landessprachen auf dem Niveau A2 des GERS nachweisen, um auf zusätzliche Landessozialleistungen Anspruch zu haben (Info).

Für das Erlernen von Sprachen stehen in Südtirol mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die meisten davon finden Sie auf dem Sprachenportal, insbesondere:

Deutsch- und Italienischkurse für Migranten und Migrantinnen

Zertifizierungen der Kenntnis der italienischen Sprache für Ausländer (Seite auf Italienisch)

Andere Sprach- und Weiterbildungskurse

Die Autonome Provinz Bozen fördert das autonome Sprachenlernen durch Sprachmediatheken, die allen Interessierten offen stehen, und durch zahlreiche kostenlose Online-Ressourcen.

Bezugspunkt für die sprachliche Integration von Minderjährigen sind die Sprachenzentren.

Erwerbstätigkeit bildet den Grundstein eines gelungenen Integrationsprozesses, denn Arbeit sorgt durch geregeltes Einkommen für Selbstständigkeit und soziale Absicherung und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die Abteilung Arbeit stellt Instrumente für die Arbeitssuche und alle Informationen über den Arbeitsmarkt in Südtirol zur Verfügung. Auf der Seite finden Sie die Kontakte der Bezirksstellen des Arbeitsamtes von Bozen, Meran, Schlanders, Brixen, Bruneck und Egna. Alle wichtigen Informationen zur Arbeitswelt für Menschen aus nicht-EU-Ländern sind auf einer speziell diesem Thema gewidmeten Webseite der Abteilung Arbeit zu finden.

Erwachsene und Jugendliche, die auf der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer beruflichen Spezialisierung sind, können sich an die Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatungsstelle wenden, um eine kostenlose Berufsberatung zu erhalten.

Das Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung überwacht die Lehrverträge, die Ausbildungsstandards, die Organisation der außerbetrieblichen Ausbildung und die Kurse für Berufsmeister im Handwerk, Gastgewerbe und Handel.

Die Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen bietet Informationen über die Gründung einer selbständigen Tätigkeit und die Führung eines Unternehmens.

Der Zugang zu Sozial- und Gesundheitsleistungen wird auch neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gemäß den geltenden Gesetzesbestimmungen zugesichert. EU- und Nicht-EU-Bürger können sich – im Beisein bestimmter Voraussetzungen wie z.B. die Wohnsitzbescheinigung – in den Landesgesundheitsdienst eintragen lassen. Die diesbezügliche Zuständigkeit liegt beim Südtiroler Sanitätsbetrieb.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Adressen:

Sanitätsbetrieb Bozen
Sanitätsbetrieb Brixen
Sanitätsbetrieb Bruneck
Sanitätsbetrieb Meran
Personen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung können einen Antrag auf stationäre Behandlung in der Ambulanz STP des Krankenhauses Bozen stellen (STP = "straniero temporaneamente presente sul territorio": Ausländer, der sich vorübergehend auf dem Territorium aufhält):
STP-Ambulanz, Tel. 0471 908 083, ambulatoriostp.bz@sabes.it
Die Dienststelle für soziale Integration (DIS) besteht aus einem Team von Sozialarbeitern, Pädagogen und Verwaltungsangestellten, das sich um Obdachlose jeder Nationalität, unbegleitete ausländische Minderjährige, Flüchtlinge und Asylbewerber kümmert.
Die Patronate und Bezirksgemeinschaften befassen sich mit vielen anderen Aspekten des sozialen Lebens aller Menschen im Lande.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein international verbrieftes Menschenrecht. Das Recht auf Wohnen fordert eine hinreichende Verfügbarkeit von angemessenen und menschenwürdigen Wohnraum. Auch ein offener, diskriminierungsfreier und bezahlbarerer Zugang zum Immobilienmarkt sollte gewährleistet werden.

Für Nicht-EU-Bürger und -Bürgerinnen ist es wichtig eine geeignete Wohnung zu finden, zumal zur Beantragung der unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung, als auch im Verfahren zur Familienzusammenführung der Nachweis einer angemessenen Wohnung unabdingbar ist.

Abteilung Wohnungsbau

Hier finden Sie Informationen zum Kauf oder Neubau von Wohnungen, zum Vorschuss der staatlichen Steuerabzüge und über die Sozialbindung.

Institut für den sozialen Wohnbau des Landes Südtirol (WOBI)

Das Wohnbauinstitut hat die Aufgabe, Wohnungen für einkommensschwache Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und soziale Kategorien zur Verfügung zu stellen, sowie Mittelstandswohnungen und Wohnheime für Arbeiter und Studenten zu errichten und zu vermieten.

Notunterkünfte
Die Aufnahmeeinrichtungen bieten vorübergehende Unterkünfte für Asylbewerber, Asylbewerberinnen und Menschen in Not.

Die Familienberatungsstellen bieten Leistungen sozialpädagogischer und gesundheitlicher Natur an und sind auf die Unterstützung und Förderung von Einzelpersonen, Paaren und Familien ausgerichtet.

Auf der Web-Seite der Familienagentur finden Sie verschiedene Informationen unter anderem zu folgenden Themen:

Schließlich gibt es spezielle Projekte für Familien mit Migrationshintergrund:

Aktuelle Informationen über neue Projekte erhalten Sie bei der Koordinierungsstelle für Integration.

Die Koordinierungsstelle für Integration wurde eingerichtet, um Vorschläge zu definieren und umzusetzen, die allen Menschen mit Migrationshintergrund helfen sollen, sich in Südtirol zu Hause zu fühlen. Sie arbeitet ständig mit den anderen Akteuren der öffentlichen Verwaltung zusammen, u. a. mit:

Quästur: zuständig für die Ausstellung und Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen.
Regierungskommissariat: zuständig für die Integrationsvereinbarung, für den Sprachtest zur Erteilung der Daueraufenthaltsgenehmigung, für Anträge auf Staatsbürgerschaft und für Familienzusammenführungen.
Landesintegrationsbeirat: von der Landesregierung auf Vorschlag von Institutionen und Vereinen ernanntes Gremium, das die Landesregierung in Fragen der Integration berät.
Netzwerk der Landesintegrationsbeauftragten: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Landesverwaltung, die für Fragen der Integration und Inklusion zuständig sind.
Bezirksgemeinschaften: bei der Integration vor Ort stehen sie an vorderster Front.
Die Landesabteilung Soziales ist zuständig für Angelegenheiten, die Asylantragsteller, Asylantragstellerinnen und Flüchtlinge betreffen.
Die Gemeinden bieten auch Informationen und Dienstleistungen für Migranten und Migrantinnen an. Als Beispiel die Seite der Gemeinde Bozen und der mehrsprachige Ratgeber zu den Dienstleistungen in Bozen.

Im Falle von Schwierigkeiten und Diskriminierung kann man sich an folgende Einrichtungen wenden:
Gleichstellungsrätin: im Falle von Diskriminierung während der Ausbildungszeit oder am Arbeitsplatz.
Volksanwaltschaft: in Bezug auf die Beziehungen zwischen Bürger/Bürgerin und öffentlicher Verwaltung.
Kinder- und Jugendanwaltschaft: bei Angelegenheiten, die Kinder und Jugendliche betreffen.
Fälle von Diskriminierung können dem UNAR -
Ufficio Nazionale Antidiscriminazione Razziale - gemeldet werden (s. das Video)

Alle Mädchen und Jungen bis zum Alter von 16 Jahren unterliegen der Schulpflicht, unabhängig von der Regelmäßigkeit ihres Aufenthalts. Informationen über die Schulen sind bei der jeweiligen Gemeinde und bei der Schul- und Berufsberatungsstelle erhältlich, wo man eine kostenlose Orientierungsberatung erhalten kann.

Bezugspunkt für die sprachliche Integration von Minderjährigen sind die Sprachenzentren.

Die Abteilung Bildungsförderung bietet Informationen über die Anerkennung in Italien von akademischen Studientiteln und beruflichen Befähigungsnachweisen, die im Ausland erworbenen worden sind.

Jedes Jahr bündelt die Gemeinde Bozen sämtliche Ausbildungsangebote für Bürger und Bürgerinnen mit Migrationshintergrund in einer praktischen Broschüre: Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Stützkurse für Schüler, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen, Sprach- und Informatikkurse, Initiativen für Kinder im Vorschulalter und vieles mehr.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, kostenlose Dienstleistungen für die Freizeit in Anspruch zu nehmen und den kulturellen Horizont zu erweitern.
Öffentliche Bibliotheken sind fast überall in Südtirol zu finden und bieten oft Informationen über die Aktivitäten vor Ort. Die Verterter und die Vertreterinnen einiger öffentlichen Bibliotheken treffen sich im Netzwerk Interkulturelle Bibliotheksarbeit einmal oder zweimal jährlich, um sich zum Thema Interkulturelle Bibliotheksarbeit auszutauschen.
Jugendzentren können ein interessanter Treffpunkt für junge Menschen sein. Für die Kleinen und ihre Eltern gibt es die ELKI- und VKE-Zentren.
Die von Menschen mit Migrationshintergrund gegründeten
Vereine bieten Kurse in verschiedenen Sprachen an und organisieren kulturelle Veranstaltungen.
Einen Überblick bietet das Portal der
Weiterbildung in Südtirol.