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Flughafendienst

Sicherheit im internationalen Luftverkehr (ICAO)

Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr

Die Sicherheitsauflagen im internationalen Luftverkehr sind sowohl in der Luft als auch am Boden (Flughafenareal) groß geschrieben und werden nach den Empfehlungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) geregelt, die wie in anderen Ländern auch in Italien gesetzlich verankert sind. Um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, versehen weltweit Flughafenfeuerwehren den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzdienst. Italien ist eines der wenigen Länder in welchem dieser Dienst durch die staatliche Berufsfeuerwehr gedeckt wird, so auch am Flugplatz „Bozen - St. Jakob". In anderen Ländern untersteht die Feuerwehr dem privaten Flughafenbetreiber und wird als private Flughafenfeuerwehr geführt.
Die Empfehlungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) regelt die Anzahl der Fahrzeuge, Art und Menge der Löschmittel die für einen effektiven abwehrenden Brandschutz am Flughafen notwendig sind. Der Flughafen wird durch die ICAO nach Größe und Anzahl der startenden und landenden Flugzeuge in zehn verschiedenen Kategorien eingeteilt.
Der Flughafen „ Bozen - St. Jakob" wird in die 5. Kategorie eingestuft. Demnächst ist geplant, den Flughafen in die 6. Flughafenkategorie nachzustufen.
Eine weitere Empfehlung der ICAO sieht vor, dass bei idealen Sicht- und Fahrbedingungen jeder Punkt auf der Start- und Landebahn wie auch jeder andere Teil der Bewegungsfläche am Flughafen, innerhalb von zwei und nicht mehr als drei Minuten nach dem Alarm erreicht wird. Nach zwei Minuten muss 50 % der vorgesehenen Löschmittelmenge abgegeben sein. 

Personal

Ausbildung am FlughafenZur Zeit sind mindestens 6 hauptamtlich tätige Feuerwehrmänner/frauen täglich während der Öffnungszeiten des Flughafens von 05:30 Uhr bis ca. 23:30 Uhr im Dienst.
Für die Erfüllung der geplanten Einstufung in die  6. Flugphafenkategorie nach ICAO bedarf es einer erhöhten Anzahl von Feuerwehrpersonal, um den Anforderungen des Rettungs- und Feuerlöschdienstes gerecht zu werden.
Die spezielle Ausbildung der Flugzeugbrandbekämpfung, Einsatztaktiken, Logistik bei Großchadensereignissen erfolgt nach Richtlinien der ICAO und wird mit Hilfe von Fachreferenten aus dem In- und Ausland immer wieder auf den neuesten Stand gebracht.


Einsatzfahrzeuge am Flugplatz

Flugfeld-LöschfahrzeugDie Berufsfeuerwehr Bozen verfügt für den Flughafendienst über zwei Flugfeldlöschfahrzeuge (FLF) und einem Einsatzleitfahrzeug (ELW).Grundsätzlich sind noch Sonderfahrzeuge und Reservefahrzeuge vorgesehen.


Aufgaben der Flughafenfeuerwehr:

  • Bergung FlugzeugBrandschutzdienst und technische Hilfeleistung am Flughafen und seinen Einrichtungen nach den jeweils geltenden ICAO-Richtlinien
  • Brandschutzdienst und technische Hilfeleistung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen im Flughafenbereich
  • Flugzeugbergung, Hilfe bei Reifenschaden am Flugzeug
  • Beseitigung von Ölspuren auf Landebahn oder Kerosin beim Übertanken auf dem Vorfeld
  • Aufräumarbeiten nach einem Unfall
  • Eingreifen bei Wasser- und Sturmschäden
  • Feuersicherheitswache beim Betanken von Flugzeugen auf Anforderung der Fluggesellschaften (wenn Passagiere an Bord sind) und bei der Durchführung feuergefährlicher Arbeiten, z.B. Schweißen.
  • Alarm- und Einsatzplanung bezüglich des Notfallplanes.

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(Letzte Aktualisierung: 19.12.2013)