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Neuigkeiten | 23.01.2018 | 18:23

23.01.2018 - Situationsbericht aus dem Lagezentrum der Berufsfeuerwehr

Landeshauptmann Kompatscher war heute (23. Jänner) mit Regierungskommissär Cusumano und Zivilschutzchef Pollinger zu einem Lokalaugenschein in Langtaufers. Situation unter Kontrolle

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Der Landeshauptmann Arno Kompatscher und Regierungskomissär Cusumano verschafften sich vor Ort einen Überblick von der Einsatzsituation
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Die eingeschlossenen Personen wurden mit mehreren Hubschraubern evakuiert

Nach der Pressekonferenz, bei der er über die aktuelle Situation in Langtaufers berichtete (Pressemitteilung), ist Landeshauptmann Arno Kompatscher heute (23. Jänner) kurz vor 13.30 Uhr mit Regierungskommissär Vito Cusumano vom Sitz der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen zu einem Erkundungsflug ins Obere Vinschgau gestartet, um sich einen Überblick über die aktuelle Lage zu verschaffen.

"Die Lage im Langtauferer Tal bleibt zwar weiterhin angespannt, ist aber dank der Einsatzkräfte unter Kontrolle", berichtet Rudolf Pollinger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, der seit heute Morgen vor Ort ist. Insgesamt wurden an 166 Personen mittels Hubschrauber evakuiert.

"Glücklicherweise", ergänzt Landeshauptmann Kompatscher, "waren keine Toten und Verletzten zu verzeichnen; aber in Langtaufers sind ein Wohnhaus und die Erlebnisschule in Mitleidenschaft gezogen worden, und wir mussten einige Wohnhäuser und Beherbergungsbetriebe evakuieren lassen". Alle Einsatzkräfte, unterstreicht er, arbeiteten unter Hochdruck, um die Situation möglichst bald wieder in den Normalzustand zurückzuversetzen. Zu hoffen sei, dass dabei auch das Wetter mitspielt und keine neuen Schneefälle erfolgen.

Probleme bereiteten hauptsächlich die zwei Lawinenstriche oberhalb der Örtlichkeiten Pizin und Kappl im Langtauferer Tal. Die Lawine oberhalb Pizin konnte mittlerweile gesprengt und damit die Gefahr durch einen Lawinenabgang eingedämmt werden. Derzeit bewertet die Lawinenkommission, ob auch die Lawine oberhalb von Kappl gesprengt werden soll.

200 Einsatzkräfte

Vor Ort sind 200 Einsatzkräfte, darunter 54 von den Freiwilligen Feuerwehren St. Valentin auf der Haide, Langtaufers, Bezirk Obervinschgau, 4 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr von Bozen; 24 Personen vom Weißen Kreuz , darunter auch Notfallseeleorger, 18 vom Betreuungszug des Weißen Kreuzes; drei von der Agentur für Bevökerumngsschutz; 20 Personen vom CNSAS - Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico - Langtaufers und Reschen; 12 Personen der Lawinenkommission; 10 Personen vom Landesstraßendienst plus private Unternehmen; 35 Carabinieri; 5 Personen der Besatzung der Rettungshubschrauber Pelikan 1 und 2; 5 Gemeindevertreter.

Straßen wieder geöffnet, Stromversorgung wieder hergestellt

Eine Stunde nach der Staatsstraße auf den Reschen wurde heute um 13.00 Uhr auch die Landesstraße ins Schnalstal geöffnet.

Der Straßendienst hat mit der Schneeräumung zwischen St. Valentin auf der Heide und Grube begonnen. Aus Sicherheitsgründen kann die Straße nach Grube für den Normalverkehr noch nicht freigegeben werden.

Weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten bleibt – voraussichtlich für mehrere Tage – der Abschnitt Grube bis Talschluss. Bei Bedarf werden die Bewohner bis zur Öffnung der Straße mit dem Nötigsten versorgt. Die Stromversorgung konnte mittlerweile wiederhergestellt werden.

Weitere Infos zur Lawinengefahr und zum Verkehrsbericht auf den laufend aktualisierten Websites.

Video- und Audiodateien zum Downloaden:

Video Lokalaugenschein

Lawinenlage Langtaufers

Pressekonferenz

Interview Landeshauptmann Kompatscher

Interview Zivilschutzchef Pollinger

Interview Regierungskommissär Cusumano

MP3 -Datei Interview Kompatscher-Pollinger-Cusumano

(EH)



    (Letzte Aktualisierung: 13.07.2010)