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Blühende Sprache – Floristik unterstützt Asylbewerber bei Spracherwerb

Die Teilnehmer am Lehrgang "Blühende Sprache für geflüchtete Menschen. Deutsch und Gartenpflege" erhielten heute in der Gärtnerei Reider ihre Zertifikate.

Die Kursteilnehmer mit den beiden Landesräten Arnold Schuler (rechts) und Philipp Achammer (Mitte) sowie dem Obmann der Gärtnervereinigung (links neben LR Achammer). Foto: LPA/me

Das Projekt "Blühende Sprache für geflüchtete Menschen. Deutsch und Gartenpflege" entstand aus der Idee heraus, Synergieeffekte zwischen regionaler Wirtschaft und Bildung zu schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Südtiroler Gärtnervereinigung, die einen Bedarf an Arbeitskräften in der Hochsaison bestätigte, setzte das Landesamt für Weiterbildung die Gartenpflege als Handwerkszeug für die Sprachentwicklung von 13 geflüchteten Menschen ein. Nach einem fachspezifischen Deutsch- und einem entsprechenden Arbeitssicherheitskurs folgte ein zweiwöchiger Gartenpflegekurs in der Laimburg. Daraufhin setzten die Teilnehmer ihre erworbenen sprachlichen und fachlichen Kompetenzen in acht Südtiroler Gärtnereien um.

Die Landesräte Philipp Achammer und Arnold Schuler haben heute Abend (26. Mai) im Rahmen einer Abschlussfeier in der Gärtnerei Reider in Bozen den Kursteilnehmern die Zertifikate überreichen. Die Teilnehmer, die Vertreter der Gärtnereien, Lehrpersonen und Organisatoren berichten dabei von ihren Erfahrungen mit dem Projekt "Blühende Sprache".

Beide Landesräte sprachen den Teilnehmern und den Mitarbeitern am Projekt ihr Kompliment aus. "Jede Sprache ist ein Fenster in eine andere Welt", sagte Bildungs- und Kulturlandesrat Philipp Achammer und stellte fest, dass durch Sprache neue Perspektiven sowie Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet werden. "Dies ist ein mustergültiges Beispiel für ein gelungenes Integrationsprojekt. Öffnen wir noch viele weitere solche Fenster!", beteuerte Landesrat Achammer.

Auch Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler zeigte sich beeindruckt vom Projekt und wies auf den sozialen Aspekt hin, der in der Landwirtschaft eine immer stärkere Rolle spielt. "Die Gesellschaft fragt sich, wie wir mit Menschen umgehen sollen, die aus Krisengebieten dieser Erde zu uns kommen. Dieses Projekt zeigt, wie Integration gelingen kann", stellte Landesrat Schuler fest und drückte seine Hoffnung aus, dass Initiativen dieser Art Schule machen.

Der Obmann der Gärtnervereinigung, Valtl Raffeiner, sprach schließlich von einer Win-win-Situation, die sich durch das Projekt ergeben hat, da die Kursteilnehmer während der arbeitsintensiven Zeit der Hochsaison in den Gärtnereibetrieben eingesetzt werden konnten.

Maria Gantioler, Fachlehrerin für Garten- und Landschaftsbau sowie Gartenbaupraxis an der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg, und die Deutschlehrerin Miriam Dreher erzählten von ihren Erfahrungen beim Unterricht. Beide hoben hervor, dass die Kursteilnehmer trotz der teils langen Anfahrtswege eine große Motivation und Lernbereitschaft an den Tag gelegt haben. Und einer der Kursteilnehmer berichtete, dass ihm die deutsche Grammatik besonders gut gefallen habe.

Betriebe, die Hilfskräfte mit Deutschkenntnissen und Grundkenntnissen im Bereich Gartenpflege brauchen, können nun aus einem kleinen Arbeitskräfte-Pool schöpfen. Auskünfte erteilt die Südtiroler Gärtnervereinigung, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5 in Bozen, Tel. 0471 999377.

me

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