Gesundheitserziehung

Gesundheitserziehung

Die Gesundheitserziehung in der Schule ist Teil jenes fächerübergreifenden und zum Teil versteckten Bereichs des Lehrplanes, der allzu oft aufgrund des überbetonten Fächer- und Wissensunterrichts zu kurz kommt, jedoch trotzdem stets an der Tagesordnung steht – ob wir wollen oder nicht. Wenn wir über die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten Bescheid wissen wollen, die den Schülern und Schülerinnen in den verschiedenen Schulstufen vermittelt werden, brauchen wir nur die entsprechenden Rahmenrichtlinien in die Hand zu nehmen.
Gesundheitserziehung und -förderung sollten über die einzelnen Projekte hinausgehen. Sie sollten zum Lebensstil werden, zu einer eigenen Art und Weise miteinander in Beziehungz treten und arbeiten, zu einem Instrument der Klassenführung in Anbetracht der täglichen Gesamterziehung und der Komplexität der Ereignisse. Anstatt sich mit dem, was wir tun, „auszubrennen“ (Burn-out), sollten wir eher „brennen für“ (burn for) die Faszination der Kunst des Lehrens und Lernens.

Gesundheitsförderung und Vorbeugung von Krankheit sollten den gleichen Stellenwert haben

Alle Wissenschaften sind bestrebt, dem Menschen so viel Wohlbefinden wie nur möglich zu verschaffen und sehr oft nehmen wir selbst den Spruch in den Mund „Hauptsache gesund“. Welche Gesundheit meinen wir dabei? Denken wir eher an die körperliche Gesundheit, also das Fehlen von Krankheit und Beschwerden, oder an die psychische und geistige, die die Krankheit aushält und bewältigt? Der Begriff Gesundheit ist so weitumfassend, dass es fast unmöglich ist, eine Definition zu geben, die alle Bereiche und Erscheinungen umfasst, die sie betreffen. Außerdem ist die Persönlichkeit jedes menschlichen Wesens so verschieden, dass es ein Unterfangen wäre, allen die gleiche Einschätzung der Dinge zuzumuten. Institutionen, Zeitschriften, digitale Medien, Gurus, die Industrie ... setzen alles daran, um die Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, die ein Mensch zur Verwirklichung des eigenen Lebens braucht. Wir haben die Wahl: Lassen wir uns beeinflussen oder nicht?
Die Werte und die Weltanschauungen jedes Kindes werden zunächst in der Familie vorgelebt bzw. weitergegeben und dann durch das schulische Bildungs- und Erziehungssystem sowie andere vielfältige Quellen erweitert und vertieft.

Drei Schülerinnen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum – Alma 13, Jamila 14 und Lara-Luna 15 Jahre alt – haben selbst ein Buch mit dem Titel „Wie wir Schule machen – Lernen, wie es uns gefällt“ schreiben dürfen (erschienen 2014 im Knaus Verlag).
Das erste Kapitel trägt die Überschrift: „Wie wir lernen wollen und was uns wichtig ist“; darin schreiben die drei Mädchen, dass „Schule eine der besten Erfindungen der Welt sei“, vor allem als fester Ort über viele Jahre, die eigenen Freunde zu treffen und sich gegenseitig kennen zu lernen. Aber nicht nur, auch zum Lernen, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen, ein Ort, wo man Erfahrungen macht und Pläne schmiedet, die zur Verwirklichung des persönlichen Lebens führen. Die Schule ist der ideale Ort, um zu wachsen, vorausgesetzt das Klima und die Atmosphäre stimmen.
Und wenn es für manche (oder viele) auch bei uns nicht so wäre? Welche Meinung haben die Schülerinnen und Schüler eigentlich zu unserer Schule? Kennen wir sie oder ist es besser sie bleibt im Dunkeln? Den Autorinnen des Buches bemängeln, dass die PISA-Studie nur die Leistungen in den einzelnen Fächern vergleicht und nicht wissen will, welche die neugierigste Schule ist, die am wenigsten langweilige, wo das Essen besser schmeckt, wo Lernende und Lehrende auch Spaß haben, wo Begeisterung, Optimismus oder Selbstkontrolle einen Stellenwert haben. Die drei Schülerinnen haben selbst ihren PISA-Fragebogen erstellt, jedoch haben ihnen viele Schulleitungen die Verteilung an ihrer Schule verwehrt. Interessant und zum Nachdenken, nicht wahr?

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