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Waldschadensforschung

Die Waldschadenserhebung richtet sich nach international festgelegten statistischen Verfahren und bezieht sich auf landesweit angelegte Beobachtungsflächen im Wald nach einem 16x16 km Raster (EU-Netz), wobei der Gesundheitszustand jedes Probebaumes auf Blatt- bzw. Nadelverluste, sowie Verfärbung der Baumkrone untersucht wird. Es werden fünf Schadstufen unterschieden: 

Beschreibung Stufen
gesund Stufe 0
leichter Schaden Stufe 1
mittlerer Schaden Stufe 2
schwerer Schaden Stufe 3
abgestorben Stufe 4

Dabei wird - soweit möglich - zwischen bekannten und unbekannten Schadensursachen unterschieden.

Die Reihe der in Südtirol gesammelten Daten reicht sehr weit zurück. Die häufigsten Schadursachen sind Schädlingsbefall, Pilzinfektionen (vor allem Wurzelfäule) und vorangegangene extensive Nutzung (Waldweide, Streunutzung, mechanische Verletzungen und mangelnde Waldpflege). In letzter Zeit sind häufig Stresssituationen bei den Pflanzen zu beobachten. Die Ursache sind Wetterextreme und Trockenheit. Der Wald stellt somit einen sensiblen Bioindikator für Umweltveränderungen hervorgerufen durch den Treibhauseffekt, die globale Erwärmung und den Klimawechsel dar.

Jährlicher Gesamtschadenswert des 16x 16 km ErhebungsnetzesJährlicher Gesamtschadenswert des 16x 16 km Erhebungsnetzes 
Im Jahre 2006 wurden 18,4% der Bäume als geschädigt eingestuft: 16,5% aus unbekannten Ursachen (10,5% leicht, 5,7% mittel, 0,3 schwer geschädigt), und 1,9% der Schäden aus bekannten Ursachen (Insekten- und Pilzbefall, mechanische Schäden).