Medizinische Betreuung im Ausland - Konventionierte Gesundheitseinrichtungen (Österreich)

Beschluss Nr. 1032 vom 14.06.2011

Neue Regelung für die Übernahme der Krankentransporte mit Krankenwagen zu Lasten des Landesgesundheitsdienstes und für die Rückvergütung von Fahrtkosten für sanitäre Leistungen zu hochspezialisierten Gesundheitseinrichtungen im Ausland (EU-Raum) - Krankentransporte im EU-Raum.

Eine kostenlose Betreuung in Österreich kann nur in „vertragsgebundenen" Krankenhausstrukturen und für bestimmte Arten von Leistungen in Anspruch genommen werden. Dafür muss eine eigene ärztliche Verschreibung seitens eines/r hierfür ermächtigten Facharztes/Fachärztin vorhanden sein.

Die Krankenhausleistungen in den konventionierten Einrichtungen sind Teil der einheitlichen Betreuungsstandards, welche all jenen Bürger/innen, die in Südtirol wohnhaft sind, und all jenen, die Anspruch auf medizinische Versorgung haben, gewährleistet und vom Landesgesundheitsdienst bezahlt werden.

Mit 1. Jänner 2011 sind mit folgenden Körperschaften Konventionen für die Behandlung von Südtiroler Bürgerinnen und Bürgern in Kraft:

  • Universitätsklinik Innsbruck: für alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen in klinischen Fällen, die wegen ihrer wissenschaftlich-technischen Komplexität eine universitäre Einrichtung erfordern;
  • Allgemeines öffentliches Krankenhaus Hall in Tirol für die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit psychischen Störungen und drogenabhängigen Patienten;
  • Öffentliches Landeskrankenhaus Natters für physio-pneumologische Behandlungen;
  • Öffentliches Landeskrankenhaus Hochzirl -Anna Dengel Haus- für die neurologische Akutnachbehandlung;
  • Landeskrankenhaus Salzburg–Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität für die Behandlung bei Lippen,- Kiefer, Gaumenspalten;
  • Rehabilitationszentrum Bad Häring für die Rehabilitation von Patienten/Patientinnen nach Unfällen und Traumata sowie nach Schlaganfällen und bei neurologischen Krankheiten;
  • Krankenhaus „Stiftung Maria Ebene" mit Sitz in Frastanz (Vorarlberg), Therapiestation „Carina“ in Feldkirch, Therapiestation „Lukasfeld“ in Meiningen und Wohngemeinschaft „Lukasfeld“ in Feldkirch für die Behandlung und Rehabilitation von Personen, die an Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder an anderen Suchtkrankheiten leiden;
  • Kurzzeittherapiestation „Haus am Seespitz“ in Maurach/Nordtirol für die Behandlung und Rehabilitation von Personen, die an Missbrauch oder der Abhängigkeit an Drogen leiden;
  • Sonderkrankenanstalt–„De La Tour“ in Treffen (Kärnten) für die Behandlung und Rehabilitation von Personen, die von Alkoholmissbrauch oder Abhängigkeit betroffen sind;
  • Langzeittherapiestation „Erlenhof“ in Prambachkirchen für die Behandlung und Rehabilitation von Personen, die an Missbrauch oder Abhängigkeit von Drogen und anderen Suchtmitteln leiden;
  • Sonderkrankenhaus für Alkohol- und Medikamentenabhängige bzw. Genesungsheim für alkoholkranke Männer des Landesverbandes für Psychohygiene in Salzburg für die Behandlung und Rehabilitation von Personen, die von Alkohol -und/oder Medikamentenmissbrauch bzw. -abhängigkeit betroffen sind;
  • Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke Menschen „Psychiatrische Rehabilitation Bregenz“, mit Sitz in Bregenz zur Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit psychischen Störungen.

Die in Südtirol wohnhaften Bürger/Bürgerinnen, sowie alle italienischen Staatsbürger/-bürgerinnen haben Anrecht auf Gesundheitsbetreuung im Ausland, sei es in EU-Ländern als auch in Nicht-EU-Ländern. Im Falle eines dringenden Krankenhausaufenthaltes in einem nicht zur Europäischen Union gehörenden Staat muss der Patient bzw. die Patientin die im Krankenhaus beanspruchten Leistungen selbst bezahlen, hat jedoch Anspruch auf eine teilweise Rückerstattung der Kosten durch den zuständigen Gesundheitsbezirk (Rückvergütung eines Tagessatzes). Mehr Informationen auf den diesbezüglichen Seiten.

Um mehr Informationen zur Gesundheitsbetreuung im Ausland zu bekommen - siehe auch die Webseite des staatlichen Gesundheitsministeriums (Externer Link) (Seiten auf Italienisch).

Personen, die sich vorübergehend in einem EU-Staat aufhalten, können kostenlos betreut werden, sofern sie notwendige medizinische Behandlungen benötigen und die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen.
Wer keine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorweisen kann, hat dennoch die Möglichkeit, innerhalb der EU im Krankenhaus betreut zu werden, muss jedoch selbst für die von der Krankenhausstruktur beanspruchten Leistungen aufkommen. In diesem Falle wird ein Teil der bestrittenen Kosten vom zuständigen Gesundheitsbezirk rückerstattet (Rückvergütung eines Tagessatzes).

Aufenthalte für hochspezialisierte Leistungen

Aufenthalte für notwendige hochspezialisierte Leistungen, die in Italien nicht erbracht werden.

Es ist möglich, bei Vorlegung des Modells E-112, hochspezialisierte Leistungen in ausländische Einrichtungen in Anspruch zu nehmen.

Dieses Modell muss, vor dem ausländischen Aufenthalt, dem ortszuständigen Gesundheitsbezirk angefragt werden. Es wird eine diesbezügliche Anfrage des für die Pathologie spezialisierten Arztes vorgelegt.

Notwendige medizinische Behandlungen

Personen, die sich vorübergehend in einem EU-Staat aufhalten, können kostenlos betreut werden, sofern sie notwendige medizinische Behandlungen benötigen und die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen.

Wer keine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorweisen kann, hat dennoch die Möglichkeit, innerhalb der EU im Krankenhaus betreut zu werden, muss jedoch selbst für die von der Krankenhausstruktur beanspruchten Leistungen aufkommen. In diesem Falle wird ein Teil der bestrittenen Kosten vom zuständigen Gesundheitsbezirk rückerstattet (Rückvergütung eines Tagessatzes).

Die Rückvergütung eines Tagessatzes ist mit Beschluss der Landesregierung Nr. 1039/2002 geregelt.

Der zuständige Gesundheitsbezirk erstatte die Kosten in den betreffenden Fällen zu einem festgesetzten Tagessatz:

  • 165 Euro pro Aufenthaltstag -Aufenthalte mit chirurgischem Eingriff
  • 116 Euro pro Aufenthaltstag -Aufenthalte ohne chirurgischem Eingriff

Wichtig: Der Gesamtbetrag der Rückvergütung darf 90% der Aufenthaltskosten nicht überschreiten.

Beantragung der Rückerstattung der Kosten: innerhalb 6 Monaten nach Entlassung aus dem Krankenhaus müssen beim zuständigen Gesundheitsbezirk die Ausgabenbelege zusammen mit einem ärztlichen Bericht vorgelegt werden, aus dem die Notwendigkeit und Dringlichkeit des Aufenthaltes hervorgeht.

Programmierte Aufenthalte

Programmierter Aufenthalt

Es besteht die Möglichkeit, der kostenlosen Inanspruchnahme hochspezialisierter ärztlicher Leistungen in Krankenhausstrukturen von Staaten innerhalb der EU, sofern die Leistungen in Italien weder rechtzeitig noch in angemessener Form erbracht werden können. Bei der Aufnahme im Krankenhaus muss der Vordruck E-112 vorgelegt wird.

Dieses Formular muss vor der Abreise beim zuständigen Gesundheitsbezirk angefordert werden; dafür ist eine fachärztliche Bescheinigung erforderlich.

Rückvergütung eines Tagessatzes (Beschluss der Landesregierung Nr. 1039/2002)

Um die Rückerstattung der Kosten zu beantragen muss der Patient die Patientin eine vorherige Verschreibung des zuständigen Arzt bzw. Ärztin für Allgemeinmedizin (erforderlich ab 1. Juli 2003), aus dem die Notwendigkeit des Aufenthaltes hervorgeht, vorlegen. Innerhalb 6 Monaten nach Entlassung aus dem Krankenhaus müssen beim zuständigen Gesundheitsbezirk die Ausgabenbelege zusammen mit einem ärztlichen Bericht der ausländischen Gesundheitseinrichtung vorgelegt werden.

Der zuständige Gesundheitsbezirk, nach Überprüfung der obenangeführten Voraussetzungen, nimmt in diesem Fall die Rückvergütung zu einem festgesetzten Tagessatz vor, und zwar:

  • 165,00 € pro Aufenthaltstag - Aufenthalte mit chirurgischem Eingriff
  • 116,00 € pro Aufenthaltstag - Aufenthalte ohne chirurgischen Eingriff

Wichtig: Der Gesamtbetrag der Rückvergütung darf 90% der Aufenthaltskosten nicht überschreiten.

Aufenthalte für hochspezialisierte Leistungen, die in Italien weder rechtzeitig noch in angemessener Form erbracht werden können

In diesem Fall kann für bestimmte Arten von Krankheitsbildern eine Rückvergütung im Ausmaß von 80% der bestrittenen Kosten im Sinne des Ministerialdekretes vom 3. November 1989 gewährt werden, sofern:

  • ein entsprechender vorhergehender Antrag des zuständigen Facharztes bzw. der zuständigen Fachärztin vorliegt;
  • eine entsprechende vorhergehende Genehmigung der Regionalen Bezugsstelle (Landeskommission für die Entscheidung) gemäß Art. 33 des Landesgesetzes Nr. 7/2001 erteilt wurde.

Sitz der Rekurskommission: Amt für Krankenhäuser, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße Nr. 1, 39100 Bozen, Tel. 0471 418055.

Geplanter Aufenthalt

Geplanter Aufenthalt (auf Verschreibung des zuständigen Arztes bzw. der zuständigen Ärztin für Allgemeinmedizin)

Wer beabsichtigt, sich (weltweit) in einem ausländischen Krankenhaus einweisen zu lassen, kann beim zuständigen Gesundheitsbezirk eine Rückvergütung eines Teiles der Kosten der beanspruchten ärztlichen Leistungen beantragen (Rückvergütung eines Tagessatzes).

Rückvergütung eines Tagessatzes (Beschluss der Landesregierung Nr. 1039/2002)

Der zuständige Gesundheitsbezirk nimmt in diesem Fall die Rückvergütung zu einem festgesetzten Tagessatz vor, und zwar:

  • 165 €uro 165 €uro pro Aufenthaltstag - Aufenthalte mit chirurgischem Eingriff
  • 116 €uro pro Aufenthaltstag - Aufenthalte ohne chirurgischen Eingriff

Wichtig: Der Gesamtbetrag der Rückvergütung darf 90% der Aufenthaltskosten nicht überschreiten.

Beantragung der Rückerstattung der Kosten:

  • vorherige Verschreibung des zuständigen Arzt bzw. Ärztin für Allgemeinmedizin (erforderlich ab 1. Juli 2003);
  • innerhalb 6 Monaten nach Entlassung aus dem Krankenhaus müssen beim zuständigen Gesundheitsbezirk die Ausgabenbelege zusammen mit einem ärztlichen Bericht vorgelegt werden, aus dem die Notwendigkeit des Aufenthaltes hervorgeht.

Dringende Krankenhausaufenthalte

Im Falle eines dringenden Krankenhausaufenthaltes in einem nicht zur Europäischen Union gehörenden Staat muss der Patient bzw. die Patientin die im Krankenhaus beanspruchten Leistungen selbst bezahlen, hat jedoch Anspruch auf eine teilweise Rückerstattung der Kosten durch den zuständigen Gesundheitsbezirk (Rückvergütung eines Tagessatzes) wie im Beschluss der Landesregierung Nr. 1039/2002 "Rückvergütung eines Tagessatzes" vorgesehen.

Der zuständige Gesundheitsbezirk nimmt im oben genannten Fall die Rückvergütung zu einem festgesetzten Tagessatz vor, und zwar:

  • 165 €uro pro Aufenthaltstag - Aufenthalte mit chirurgischem Eingriff
  • 116 €uro pro Aufenthaltstag - Aufenthalte ohne chirurgischen Eingriff

Wichtig: Der Gesamtbetrag der Rückvergütung darf 90% der Aufenthaltskosten nicht überschreiten.

Beantragung der Rückerstattung der Kosten: innerhalb 6 Monaten nach Entlassung aus dem Krankenhaus müssen beim zuständigen Gesundheitsbezirk die Ausgabenbelege zusammen mit einem ärztlichen Bericht vorgelegt werden, aus dem die Notwendigkeit und Dringlichkeit des Aufenthaltes hervorgeht.

Aufenthalte für hochspezialisierte Leistungen

Es habdelt sich um Aufenthalte für hochspezialisierte Leistungen, die in Italien weder rechtzeitig noch in angemessener Form erbracht werden können.

Im Fall von Auftenthalte in Gesundheitseinrichtungen in Nicht EU-Staaten kann für bestimmte Arten von Krankheitsbildern eine Rückvergütung im Ausmaß von 80% der bestrittenen Kosten im Sinne des Ministerialdekretes vom 3. November 1989 gewährt werden, sofern ein entsprechender vorhergehender Antrag des zuständigen Facharztes bzw. der zuständigen Fachärztin vorliegt und eine entsprechende vorhergehende Genehmigung der Rekurskommission gemäß Art. 33 des Landesgesetzes Nr. 7/2001 erteilt wurde.

Beantragung der Rückerstattung der Kosten: innerhalb 10 Jahren nach Entlassung aus dem Krankenhaus müssen beim zuständigen Gesundheitsbezirk die Ausgabenbelege zusammen mit einem ärztlichen Bericht vorgelegt werden.

Rekurse im Falle von nicht Rückerstattung der Aufenthaltskosten können bei der Landeskommission für die Entscheidung über die Beschwerden in Bezug auf die gesundheitliche Versorgung eingereicht werden, falls der Patient die Patienti mit der Entscheidung des zuständigen Gesundheitsbezirkes über die Rückerstattung der Krankenhausspesen einer nicht vertragsgebundenen Gesunheitseinrichtung im Ausland nicht einverstanden ist.

Sitz der Rekurskommission: Amt für Krankenhäuser, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße Nr. 1, 39100 Bozen, Tel. 0471 418055.