Landesregister der Gelenksprothesen (RPPA)

Warum ein Register?

Die Pathologien des menschlichen Muskel-Skelettapparates sind die bekannteste und am weitläufigsten verbreitete Ursache von chronischen Krankheiten mit hohem Behinderungspotential bei Patienten im Alter über 65 Jahre; diese sind bei 50% der Gesamtbevölkerung dieser Altersklasse präsent (Quelle ISS / RIAP). Die Implantation von Hüft- oder Kniegelenken ermöglicht in fast allen Fällen die Wiedergewinnung der Funktionalität des Gelenkes, beseitigt die Schmerzsymptome und verbessert im Allgemeinen die Lebensqualität der Patienten.
2019 wurden in unserem Lande rund 2.400 Eingriffe mit Prothesenimplantation (Hüfte und Knie) durchgeführt. In Südtirol wird einen der höchsten Eingriffswerte ganz Italiens registriert, mit allen damit verbundenen Nutzen und Vorteilen. Das Landesregister dient der Rückverfolgbarkeit der Patienten im Falle von Scheitern der Prothesen oder von unerwünschten Ereignissen, sowie der Überwachung der Verwendung und des Verlaufs der implantierten Gelenkprothesen. Mit Landesgesetz vom 3. Mai 2011, Nr. 3 wurde das Gelenkprothesenregister in Südtirol offiziell eingeführt.

Was ist ein Register?

Das Landesregister der Gelenkprothesen ermöglicht die Erhebung aller in Südtirol durchgeführten Eingriffe. Auf der Grundlage der gesammelten Daten können Überlebenskurven der Implantate überwacht, Gegenüberstellungen der unterschiedlichen Implantate zur Wirksamkeitsbewertung durchgeführt und Effizienzvergleiche der Ergebnisse erstellt werden.
Die Analyse der Überlebenskurven ermöglicht die Bestimmung der Implantate, die eine unterdurchschnittliche Wirksamkeit oder eine häufigere Revisionen aufweisen. Die Verfügbarkeit dieser Informationen erleichtert die Auffindbarkeit der Patienten mit Risiko-Implantaten.
Das Landesregister der Gelenkprothesen ist der Beobachtungsstelle für Gesundheit zugeteilt. Die technische und wissenschaftliche Supervision des Registers wird vom Wissenschaftlichen Landesbeirat sichergestellt.