Überwachungssystem Passi

Überwachungssystem Passi

Im Nationalen Gesundheitsplan 2006-2008 wird erneut unterstrichen, dass die Vorbeugung der Gesundheitsrisiken auch mittels der Einsetzung von Überwachungsnetzwerken mit lokalen, regionalen und nationalen Knotenpunkten innerhalb des Gesundheitssystems umzusetzen ist. Genauer wird darin die Notwendigkeit genannt, eine regelmäßige Überwachung der risikoreichen Verhaltensmuster durchzuführen. Zur Erreichung dieses Ziels nennt der Plan als wichtige Bezugserfahrung die PASSI-Studie, die 2005 und 2006 vom Nationalen Zentrum für Epidemiologie, Kontrolle und Förderung der Gesundheit, von der Obersten Gesundheitsbehörde und von den Regionen/Provinzen, auf Auftrag des Nationalen Zentrums zur Vorbeugung und zur Kontrolle von Krankheiten, erfolgte. An dieser Studie haben 123 Sanitätsbetriebe, in Vertretung aller Regionen/Autonome Provinzen teilgenommen.

Protokoll

Im Juni 2007 wurde in Südtirol das Überwachungssystem PASSI eingeführt. Anhand einer Reihe von monatlichen telefonischen Interviews, die von Sanitätsassistentinnen des Sanitätsbetriebes durchgeführt werden, können die Entwicklung und die eventuellen Veränderungen in der Wahrnehmung des Gesundheitszustandes, den Lebensstilen und den Risikoverhaltensweisen erfasst werden. Dank den Antworten der Bürger erhält man eine aktuelle Fotografie der Lebensstile der erwachsenen Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren.
Die Themen der Überwachung sind: kardiovaskuläres Risiko, onkologische Screening, körperliche Aktivität, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum, Zigarettenrauch, Verkehrssicherheit, geistige Gesundheit, Grippe- und Rötelnimpfung (Frauen im gebärfähigen Alter) und Sicherheit im Haushalt.
Anhand PASSI kann somit eine spezifische Datenbank auf Ebene des Sanitätsbetriebes errichtet werden, die progressiv wächst und aktualisiert wird und für die Überwachung des Verlaufs der Risikoverhalten und der Präventionsmaßnahmen dient. PASSI gestaltet sich außerdem als geeignetes Instrument, um den Gesundheitsbedürfnissen der Bürger in schneller und prompter Weise zuzuhören.

So kannst du deinen Beitrag leisten

Das telefonische Interview

Die für das System PASSI vorgesehene Stichprobe besteht aus Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die zu den Betreuten unseres Sanitätsbetriebs gehören und zufällig ausgewählt werden. Die telefonischen Interviews werden von Sanitätsassistentinnen des Sanitätsbetriebs durchgeführt. Die ausgewählten Bürger werden mittels Informationsbrief im Voraus benachrichtigt. Das Interview dauert zirka 15-20 Minuten.
Die gesammelten Informationen werden anonymisiert und laut Datenschutzgesetz verarbeitet.
Die Hausärzte wissen über diese Initiative Bescheid und können Erklärungen über den Sinn und Zweck dieser Initiative geben.

Warum ist es wichtig?

Nicht korrekte Verhaltensweisen und Lebensstile gelten heute als regelrechte gesundheitliche Notlage, da sie das Risiko chronischer Krankheiten wie Tumoren, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Diabetes, erhöhen. Das System PASSI ermöglicht Informationen über diese Verhaltensweisen, die für die Gesundheit der Personen schädlich sein können und oft wenig bekannt sind, zu sammeln. Zusätzlich ist die Meinung eines jeden einzelnen über seinen eigenen Gesundheitszustand gefragt: "Wie geht es mir?", "Wie fühle ich mich?"
Die Hauptthemen der Studie sind: körperliche Aktivität, Zigarettenrauch, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum, Verkehrssicherheit, Prävention des Brust- und Gebärmutterhalskrebses und des Kolon-Rektum Karzinoms.
Für den Sanitätsbetrieb ist es sehr wichtig den Standpunkt jeder einzelnen Person zu kennen, um Maßnahmen durchführen zu können, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Bürger ausgerichtet sind und um somit die Qualität der Gesundheitsdienste zu verbessern.
So wird es unserem Sanitätsbetrieb ermöglicht, nicht nur im Bereich Behandlung der chronischen Krankheiten, sondern auch im Bereich Vorsorge aktiv einzugreifen.

Wir brauchen deine Hilfe

Um die Informationen über die Risikoverhalten für die Gesundheit der Personen unseres Sanitätsbetriebes zu sammeln, ist die Zusammenarbeit aller notwendig. Die ausgewählten Personen können somit ihren konkreten Beitrag zur Verbesserung des eigenen Gesundheitszustandes und den der anderen Bürger leisten.
Die Bereitschaft der Bürger am Interview teilzunehmen, kann sicherlich die Kommunikation und den Dialog mit dem Sanitätsbetrieb fördern. Das Beantworten der Fragen des Interviewers ist eine der Möglichkeiten, um Lebensstil und Verhaltensweisen kennen zu lernen und gleichzeitig die eigene Meinung und die eigenen Bedürfnisse in Bezug auf Gesundheit zum Ausdruck zu bringen.

Mache deine Schritte, antworte auf den Fragebogen

Falls du zur Stichprobe der Personen zwischen 18 und 64 Jahren gehörst, wirst du einen Brief erhalten, der die Initiative beschreibt und die Telefonnummern der Verantwortlichen enthält, die dir zusätzliche Erklärungen geben können. Du wirst anschließend von einer Sanitätsassistentin des Sanitätsbetriebes telefonisch kontaktiert, der du deine Entscheidung bezüglich des Interviews mitteilen kannst. Falls du entscheidest das Interview durchzuführen, kannst du mit der Sanitätsassistentin den Tag und die Uhrzeit fürs Interview vereinbaren.

Falls du nicht kontaktiert wirst, RUF UNS AN. Dein Beitrag ist sehr wichtig!

Du kannst das Interview jederzeit abbrechen. Die Fragen sind sehr einfach und die Beantwortung der Fragen dauert ca. 20 Minuten. Deine Antworten werden mit denen der anderen befragten Personen zusammengefasst, um ein Gesamtbild der Informationen zu erhalten. Die Wahrung der Anonymität wird durch die Einhaltung des derzeitigen Datenschutzgesetzes und durch das Engagement und die Ernsthaftigkeit des Sanitätsbetriebes garantiert.