Direktabgabe der Arzneimittel (DDF)

Nach den Vorgaben des Ministerialdekrets vom 31. Juli 2007, Artikel 1, Absatz 1 wird unter Direktabgabe „die Form der Arzneimittelabgabe an den Patienten zwecks Anwendung zu Hause" als Alternative zum üblichen Erwerb in den Apotheken im Sinne von Art. 8, Absatz 1 des Gesetzes Nr. 405/2001 verstanden. Die Direktabgabe umfasst damit die Arzneimittelabgabe über die gesundheitlichen Einrichtungen und über die Apotheken an Patienten für die Anwendung zu Hause. Die Arzneimittelabgabe über die Apotheken verläuft im Auftrag des Sanitätsbetriebes auf der Grundlage spezifischer Abkommen.
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 4447 vom 24.11.2008 wurden die Leitlinien für die Erhebung der pharmazeutischen Leistungen, die mittels direkter Verteilung und im Auftrag des Sanitätsbetriebs erbracht werden, genehmigt. In diesem Dokument werden die Informationen wiedergegeben, die Gegenstand des Datenflusses der direkten Arzneimittelabgabe sind. Das Ministerialdekret vom 31. Juli 2007 regelt die Erstellung und Übermittlung der Datenträger an das Nationale Informationssystem.
Die Erhebung wurde auf die Verschreibungen aller Arzneimittel mit Handelszulassung in Italien ausgedehnt, unabhängig von der Einstufung des Medikamentes als zu Lasten des Nationalen Gesundheitsdienstes und dem vorgeschriebenen Rezepttypus. Sie wurde ebenfalls auf die Rezepturarzneien und auf die ausländischen Arzneimittel ohne Handelszulassung für Italien, die im Sinne des Dekrets des Gesundheitsministers vom 11. Februar 1997 eingeführt werden, erweitert. Der Datenfluss der direkten Arzneimittelabgabe wurde mit 1. April 2009 eingeführt.