Häusliche Versorgung (SIAD)

Das Ministerialdekret vom 17. Dezember 2008 "Einrichtung des Informationssystems für die Überwachung der häuslichen Versorgung" bezieht sich auf die gesundheitlichen und sozio-sanitären Maßnahmen, die von Bediensteten des Landesgesundheitsdienstes im Rahmen der häuslichen Versorgung planmäßig durchgeführt werden.
Unter häuslicher Versorgung versteht sich die integrierte Gesamtheit der gesundheitlichen und sozio-sanitären Maßnahmen, Verfahren und Tätigkeiten, die beim Patienten zu Hause erbracht werden. Sie kennzeichnet sich durch:

  • die Übernahme des Patienten
  • die multidimensionale Beurteilung des Patienten
  • die Erarbeitung eines individuellen Versorgungsplans/-programms/-projektes
  • die klinische Zuständigkeit des Allgemeinmediziners, des Kinderarztes freier Wahl oder des für die Schmerztherapie zuständigen Arztes, sofern diese zum Sprengel/Sanitätsbetrieb gehören.  

Die häusliche Versorgung hat den Zweck, den gesundheitlichen und sozialen Bedürfnissen von Pflegefällen aufgrund von Krankheiten, physischen und psychischen Beeinträchtigungen und Krankheiten im Terminalstadium versorgungsbedürftigen Patienten, für die keine ärztliche Versorgung rund um die Uhr erforderlich ist, Folge zu leisten.
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 880 vom 11.06.2012, wurden die Leitlinien für das Informationssystem zur Überwachung der häuslichen Versorgung (SIAD) genehmigt. Diese Leitlinien sind mit 01.01.2013 in Kraft getreten.