Krankenhausentlassungsbogen postakute Rehabilitation (KEB-FIM)

Die Unvollständigkeit der Informationen über die Rehabilitationspatienten im KEB Datenfluss, insbesondere was die Kodierung der Diagnose und die ICD-9 CM Klassifizierung betrifft, führte im Jahr 2000 zur Umsetzung eines Versuchsprojektes. Das KEB Verfahren wurde mit einer begrenzten Anzahl an bereichsbezogenen Variablen sowie einer Skala zur Einschätzung der Behinderung erweitert. 
Das „Functional Independence Measure" System (F.I.M. - Granger und Mitarbeiter, 1986) ist ein Instrument zur Messung der funktionellen Einschränkungen. Dieses System hat sich im Rehabilitationssektor vielfach bewährt und zeichnet sich durch Qualität, Verlässlichkeit und Genauigkeit der Messungen aus. Die Behinderung der behandelten Patienten wird anhand eines Selbstständigkeitsindexes bestimmt. Die FIM-Skala ähnelt einem Fragebogen, wobei 18 alltägliche Tätigkeiten (13 motorische und 5 kognitive) erhoben werden. Jede Tätigkeit erhält eine Punktzahl zwischen 1 (vollständige Abhängigkeit von Anderen) und 7 (vollständige Selbständigkeit). Die Summe der Punkte gibt Auskunft über das Ausmaß der funktionellen Einschränkungen des Patienten.
Die letzte Version der Leitlinien ist mit 1. Juli 2010 in Kraft getreten (Beschluss der Landesregierung Nr. 1067 vom 21.06.2010). Das KEB-FIM-Verfahren betrifft alle Abteilungen für Wiederherstellung und funktionelle Rehabilitation (Code 56.00) und Neurorehabilitation (Code 75.00) der Südtiroler Krankenanstalten.