Krankenhausentlassungsbogen (KEB)

Mit Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 28. Dezember 1991 ist im ganzen Staatsgebiet offiziell das Informationsverfahren „Krankenhausentlassungsbogen" (KEB) eingeführt worden.
Das Ministerialdekret beschreibt das Verfahren als "ordentliches Instrument zur Erhebung von meldeamtlich-gesundheitlichen Informationen für jeden Patienten der aus einem öffentlichen oder privaten Krankenhaus entlassen wird, das sich auf nationalem Gebiet befindet". Es stelle überdies einen „öffentlichen Akt von rechtlicher Relevanz dar, den korrekt auszufüllen, dem Arzt im Rahmen seiner Verantwortlichkeit obliegt".
Der KEB stellt eine zusammenfassende und wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Krankengeschichte dar und ermöglicht die systematische und ökonomische Darstellung der wichtigsten Informationen in überprüfbarer Qualität. Die KEB-Erhebung umfasst ebenso die post-akute Langzeitpflege (Code 60.00), die stabilisierte Langzeitpflege (Code 60.01) und die Palliativbetreuung (Code 60.02). Die Einheiten der funktionellen Wiederherstellung und Rehabilitation (Code 56.00) und der Neurorehabilitation (Code 75.00) werden vom KEB-FIM Verfahren erfasst.

Auswahl und Kodierung der klinischen Variablen des KEB

Aus verwaltungstechnischen, rechtsmedizinischen und finanzierungsspezifischen Gründen war es notwendig, eindeutig definierte Kodierungsregeln für die Diagnosen und chirurgischen Eingriffe festzulegen. Der KEB beinhaltet eine Vielzahl an Informationen, die für die Planung von Studien unentbehrlich sind. Durch die einheitliche Kodierung konnte eine gute Qualität und präzise Bearbeitung der erhobenen Daten gewährleistet werden.
Im August 2002 wurde die erste Version der „Leitlinien zur Auswahl und Kodierung der Diagnosen, chirurgischen Eingriffe und diagnostisch-therapeutischen Verfahren" vorgelegt. Die wesentliche Grundlage für die korrekte Kodierung ist seit 1. Januar 2009 die italienische Version 2007 des Kodierungssystems ICD-9-CM Classification (Classificazione delle malattie, dei traumatismi, degli interventi chirurgici e delle procedure diagnostiche e terapeutiche). Unter Berücksichtigung der Entwicklungen im Bereich Klassifizierung und Kodierung der klinischen Informationen wurden die „Leitlinien zur Auswahl und Kodierung der Diagnosen, chirurgischen Eingriffe und diagnostisch-therapeutischen Verfahren" aktualisiert. Die fünfte Ausgabe der Leitlinien wurde mit Beschluss der Landesregierung Nr. 561 vom 04.04.2011 genehmigt.
Die vorliegenden Leitlinien enthalten Lösungsvorschläge bei schwer interpretierbaren oder definierbarern Kodierungssituationen und weisen auf häufige Fehler oder Uneinstimmigkeiten bei der Kodierung hin.

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