Landesregister der Gelenkprothesen (RPPA)

Warum ein Register?

Die Pathologien des menschlichen Muskel-Skelettapparates sind die bekannteste und am weitläufigsten verbreitete Ursache von chronischen Krankheiten mit hohem Behinderungspotential bei Patienten im Alter über 65 Jahre; diese sind bei 50% der Gesamtbevölkerung dieser Altersklasse präsent (Quelle ISS / RIAP). Die Implantation von Hüft- oder Kniegelenken ermöglicht in fast allen Fällen die Wiedergewinnung der Funktionalität des Gelenkes, beseitigt die Schmerzsymptome und verbessert im Allgemeinen die Lebensqualität der Patienten.
Jedes Jahr werden in unserem Lande rund 2.300 Eingriffe mit Prothesenimplantation (Hüfte und Knie) durchgeführt. In Südtirol wird einen der höchsten Eingriffswerte ganz Italiens registriert, mit allen damit verbundenen Nutzen und Vorteilen. Das Landesregister dient der Rückverfolgbarkeit der Patienten im Falle von Scheitern der Prothesen oder von unerwünschten Ereignissen, sowie der Überwachung der Verwendung und des Verlaufs der implantierten Gelenkprothesen. Mit Landesgesetz vom 3. Mai 2011, Nr. 3 wurde das Gelenkprothesenregister in Südtirol offiziell eingeführt.

Was ist ein Register?

Das Landesregister der Gelenkprothesen ermöglicht die Erhebung aller in Südtirol durchgeführten Eingriffe. Auf der Grundlage der gesammelten Daten können Überlebenskurven der Implantate überwacht, Gegenüberstellungen der unterschiedlichen Implantate zur Wirksamkeitsbewertung durchgeführt und Effizienzvergleiche der Ergebnisse erstellt werden.
Die Analyse der Überlebenskurven ermöglicht die Bestimmung der Implantate, die eine unterdurchschnittliche Wirksamkeit oder eine häufigere Revisionen aufweisen. Die Verfügbarkeit dieser Informationen erleichtert die Auffindbarkeit der Patienten mit Risiko-Implantaten.
Das Landesregister der Gelenkprothesen ist der Beobachtungsstelle für Gesundheit zugeteilt. Die technische und wissenschaftliche Supervision des Registers wird vom Wissenschaftlichen Landesbeirat sichergestellt.

Informationen für den Patienten

Informationen für Patienten, die bei Reiseantritt eventuelle Schwierigkeiten aufgrund der implantierten Prothesen beim Passieren der Sicherheitskontrollen in den Flughäfen vorbeugen möchten.
Das Italienische Register der Gelenkprothesen (RIAP) – an welchem auch das Landesregister (RPPA) angegliedert ist – hat ein doppelsprachiges Textmuster eines Ärztlichen Zeugnisses (in italienischer und englischer Sprache) erstellt. Der Text muss auf ein Briefpapier des Vertrauensarztes oder auf eine Vorlage seiner Einrichtung übertragen  und unterschrieben werden. Diese ärztliche Bescheinigung informiert über das Vorhandensein einer implantierten Prothese beim Patienten, welche Metallelemente enthält die eventuelle Alarmsysteme bei den Personal-Sicherheitskontrollen in den Flughäfen auslösen könnten.

      Links

      Nationales Register

      Italienweite Register

      Europäische Register

      Weltweite Register:

      Andere Links: