Pharmazeutische Versorgung

Die territoriale pharmazeutische Versorgung betrifft nur jene Medikamente, deren Kosten vom Nationalen Gesundheitsdienst rückerstattet werden (Klasse A, essenzielle Pharmaka und Pharmaka für chronische Krankheiten) und die über die Apotheken verteilt werden. Die Abgabe erfolgt auf Verschreibung des behandelnden Arztes und kann in einigen Fällen kostenlos, in anderen unter teilweiser oder voller Kostenbeteiligung des Bürgers erfolgen.
Im Jahr 2019 blieb das Gesamtvolumen an Arzneimittelverschreibungen, die von den Apotheken Südtirols verteilt wurden, unverändert: Rund 2,9 Millionen Rezepte, für ca. 6,1 Millionen abgegebenen Medikamentenpackungen (es wird ein leichter Rückgang von 2,0 Prozent in der Anzahl der Verschreibungen und von 1,3 Prozent in der Anzahl der Medikamentenpackungen verzeichnet).
Die Bruttoausgaben betrugen 58,5 Millionen Euro und ist um 1,2 Prozent gesunken. Unter Direktabgabe wird die Abgabe von Arzneimitteln durch Krankenhausanstalten oder örtlichen Einrichtungen des Sanitätsbetriebes an Patienten für die Anwendung zu Hause verstanden. Die Direktabgabe kann auch auf der Grundlage spezifischer Abkommen mit den territorialen öffentlichen und privaten Apotheken erfolgen. Im Jahr 2019 wurden zirka 530.000 Medikamentenverpackungen für die Anwendung zu Hause verteilt, mit Ankaufskosten der Medikamente von 55,3 Millionen Euro.