Schwangerschaft und Geburt (Ansässige Bevölkerung)

Die Geburtsbescheinigung lässt Informationen über Visiten und Instrumentaluntersuchungen der Mutter während der Schwangerschaft erfassen.
Im Jahr 2019 unterzog sich jede schwangere Frau durchschnittlich 6,7 Kontrollvisiten (konstanter Wert in den letzten Jahren). Die Weltgesundheitsorganisation schlägt bei wenig risikobehafteten Schwangerschaften durchschnittlich 4 Kontrollvisiten vor. In 5,5 Prozent der Fälle haben die Mütter maximal 4 Kontrollvisiten (Indikator für eine unzureichende Betreuung) durchgeführt. 63,4 Prozent der schwangeren Mütter haben die erste Visite innerhalb der 8. Schwangerschaftswoche durchgeführt, also sehr früh (dieser Wert zeigt eine steigende Tendenz).
Von den Frauen, die im Jahr 2019 in Südtirol entbunden haben, ließen 124 (2,4 Prozent) mindestens eine invasive Pränataldiagnostik durchführen (2005 waren es 9,8 Prozent). Der Rückgang ist auf ein größeres Angebot an nicht-invasive Screening Tests zurückzuführen. Eine Amniozentese ließen 0,6 Prozent vornehmen (Pränataldiagnostik für die Erfassung fetaler Chromosomenalterationen wie Down-Syndrom).
Bei der Untersuchung der Art der Entbindung bei ansässigen Müttern ergibt sich, dass 69,6 Prozent der Kinder vaginal und 5,7 Prozent operativ-vaginal geboren sind (mit Saugglocke oder Geburtszange). Der Prozentsatz der chirurgischen Geburten betrug im Jahr 2019 24,5 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr mit 26,1 Prozent gesunken (Wohnbevölkerung).
Wird auch der bereinigte Anteil der Neugeborenen durch Kaiserschnitt NTSV berücksichtigt (Nullipar, Terminal, Single, Vertex), ein Indikator, der die Zweckmäßigkeit der Art der Entbindung misst und diese von Faktoren bereinigt, welche die Inanspruchnahme des Kaiserschnittes erhöhen können, ergibt sich ein Wert von 21,0 Prozent. Die einzelnen Geburtsstellen verzeichnen in Bezug auf die Unterschiede zwischen den unbereinigten und bereinigten Kaiserschnitten eine geringe Variabilität: Bei hohen Unterschieden zwischen unbereinigten und bereinigten Anteilen ist eine höhere Konzentration von komplexen Fällen zu beobachten, die eine stärkere Inanspruchnahme der Kaiserschnitte verlangen. Bereinigte Werte über den unbereinigten Werten weisen hingegen in Richtung einer übermäßigen Inanspruchnahme der chirurgischen Entbindung.
Die Mehrlingsgeburten stellen 1,9 Prozent aller Geburten dar (84 Zwillingsgeburten). Die Rate der Mehrlingsschwangerschaften, kombiniert mit der künstlichen Befruchtung, beträgt 31,0 Prozent (eine von drei Mehrlingsgeburten ist auf die künstliche Befruchtung zurückzuführen).
Im Jahr 2019 griffen 143 Frauen (2,9 Prozent aller Entbindenden) auf Techniken der medizinisch assistierten Befruchtung zurück, vergleichbar mit Werten wie beispielsweise in der Region Emilia Romagna (3,2 Prozent im Jahr 2018)*.
Der Anteil der Frühgeborenen (mit Schwangerschaftsalter unter oder gleich 36 Wochen) betrug 6,7 Prozent (Kostant im Vergleich zum Vorjahr).

* Quelle: Die Geburt in der Emilia Romagna – 16 Bericht über die CedAP-Daten – Jahr 2018

Verteilung der Geburten nach Geburtsform

Legende

Schwangerschaft und Geburt (Ansässige Bevölkerung) 2019

Tab. 1.3.5 - Schwangerschaftswoche bei der ersten Kontrolluntersuchung
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Tab. 1.3.6 - Vorgeburtliche Untersuchungen und Altersklassen
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Tab. 1.3.7 - Verteilung der Neugeborenen nach Geburtsort und Ansässigkeit der Mutter - Jahre 2015-2019
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Tab. 1.3.8 - Prozentuelle Verteilung der Geburten nach Geburtsform und Geburtsort (Ansässige Bevölkerung)
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Tab. 1.3.9 - Prozentsatz der Kaiserschnitte (Roh- und bereinigte Daten - Ansässige Bevölkerung)
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Tab. 1.3.10 - Lebendgeborene nach Schwangerschaftsalter - Jahre 2015-2019
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Tab. 1.3.11 - Geburten nach Geburtsart und Art der Empfängnis
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