Sterblichkeit

Anhand der Sterblichkeitsdaten lassen sich die zeitlichen, räumlichen und nach Personengruppen eingetretenen Änderungen analysieren. Soweit es die Daten erlauben, kann man somit die diesen Änderungen zugrunde liegenden Ursachen, die Ätiologie bestimmter Krankheiten und die aufgrund anderer Informationsquellen aufgekommenen Vermutungen erforschen.
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 4215 vom 13.11.2000 wurde das Landessterblichkeitsregister eingerichtet, das mit dem Tumorregister und den Diensten für Hygiene und öffentliche Gesundheit der vier Gesundheitsbezirke des Sanitätsbetriebes eng zusammenarbeitet.

Informationsfluss der Todesfallbögen

Die Erhebung der Todesursachen erfolgt mittels Todesfallbögen über das nationale Statistikinstitut (Istat). Die ermittelten Daten werden in der epidemiologischen Datenbank der Obersten Gesundheitsbehörde erfasst.
Für den Todesfallbogen gibt es vier verschiedene Vordrucke:

  • Vordruck ISTAT D4 (hellblau) für Verstorbene männlichen Geschlechts > 1 Jahr
  • Vordruck ISTAT D5 (rot) für Verstorbene weiblichen Geschlechts > 1 Jahr
  • Vordruck ISTAT D4 bis (hellblau) für Verstorbene männlichen Geschlechts < 1 Jahr
  • Vordruck ISTAT D5 bis (rot) für Verstorbene weiblichen Geschlechts < 1 Jahr

Jeder Todesfallbogen liegt in zweifacher Ausfertigung vor: eine Kopie ist für das Statistikinstitut bestimmt, die zweite für den Sanitätsbetrieb der Gemeinde, in der der Todesfall gemeldet wurde. Der Vordruck ist in zwei Teilen gegliedert:

  • Teil A wird vom behandelnden Arzt oder Leichenbeschauer ausgefüllt
  • Teil B vom Standesbeamten.

Falls der Verstorbene in einer Gemeinde ansässig war, die sich im Gebiet eines anderen Sanitätsbetriebs befindet, wird letzterem Sanitätsbetrieb eine Kopie des Todesfallbogens übermittelt. Der in allen Sanitätsbetrieben des Landes eingerichtete Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit bewahrt im eigenen Register der Verstorbenen sowohl die Todesfallbögen der im Register eingetragenen Verstorbenen als auch der nicht eingetragenen aber in ihrem Zuständigkeitsgebiet verstorbenen Personen auf.

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