Gesund bei der Arbeit

Gesund bei der Arbeit

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Der Arbeitsplatz zählt zu einem der Orte, an denen Menschen den größten Teil  ihrer Zeit verbringen. Was liegt also näher als das Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es für den Erhalt der Gesundheit förderlich ist? Bildung, Gesundheit und Produktivität hängen eng zusammen: Gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger, kreativer und flexibler.

Während in den letzten zwei Jahrzehnten die Anzahl der Arbeitsunfälle drastisch abgenommen hat, konnten die arbeitsbedingten Erkrankungen nicht reduziert werden. Die psychischen Belastungen nehmen durch Faktoren wie Intensivierung der Arbeit, Zeitdruck und steigende Unsicherheit zu. Spannungen im Team oder permanente Unzufriedenheit mit Vorgesetzten erhöhen die Kosten für ein Unternehmen, sie beeinträchtigen die Gesundheit der Mitarbeiter und schmälern gleichzeitig deren Motivation.

Gesundheitsförderung heißt aber nicht nur Stressfaktoren abzuschwächen. Durch ein abteilungsübergreifendes Gesundheitsmanagement werden ungenutzte Energien mobilisiert durch bessere Zusammenarbeit und ungehinderten Fluss von Wissen und Informationen.

Bisher wurden die Auswirkungen betrieblicher Gesundheitsförderung ausschließlich am Krankenstand festgemacht. Die Gesundheitskennzahl „Fehlzeiten“ wird heute allerdings immer häufiger in Frage gestellt: Nicht jeder, der fehlt, ist krank und nicht jeder Anwesende ist gesund.

Wesentlich bei einem betrieblichen Gesundheitsmanagement ist es, nicht nur vereinzelte und unkoordinierte Maßnahmen einzuführen, sondern Gesundheit als ein Teil der Unternehmensstrategie und über einzelne Abteilungen hinaus zu etablieren. Dies umfasst vor allem die Schaffung der richtigen Voraussetzungen wie die Gründung eines Arbeitskreises, die Festlegung von Zielen sowie die Einbindung der Mitarbeiter vom Anfang an.

Prinzipien bei der Umsetzung betrieblicher Maßnahmen

Der Prozess bestimmt das Ergebnis:
Es gibt keine vorgefertigten Lösungen, alle Mitarbeiter werden in der Planung und Umsetzung beteiligt.
Reifegrad des Unternehmens:
Die Maßnahmen sollen den Werten und der Unternehmenskultur entsprechen.
Richtige Zeitpunkt:
Nicht alles gleichzeitig und sofort, aber stetige Schritte in der Umsetzung!
Angemessenheit:
Die Maßnahmen berücksichtigen wo ein Unternehmen zu Projektbeginn steht!