Psychohygiene: Schauen Sie auf sich!

Psychohygiene: Schauen Sie auf sich!

Sauberkeit ist in unserer Gesellschaft wichtig. Wir halten unsere Wohnungen, unsere Wege, unsere Parks sauber, die Körperpflege wie Zähneputzen und Duschen gehören zum täglichen Programm. Nur eines pflegen wir selten mit so viel Hingabe: unsere Psyche. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn wir unseren Kopf regelmäßig von unnötigem Ballast befreien. Psychohygiene meint alle Maßnahmen zur Erhaltung der seelischen Gesundheit und des Wohlbefindens. Die Formen psychischer Hygiene sind für jeden Menschen anders gut oder weniger gut wirksam. Finden Sie Ihr ganz persönliche Präferenzen! 

Pflegen Sie Ihre psychosoziale Gesundheit indem Sie…

...neues lernen: Durchbrechen Sie die tägliche Routine! Nicht nur der Körper, auch Geist und Seele brauchen immer wieder neue Impulse. Deshalb: Bleiben Sie neugierig, probieren Sie Neues aus, lassen Sie sich auf Unbekanntes ein!

…Beziehungen pflegen: Gönnen Sie sich echte Begegnungen - persönlich oder auch nur am Telefon - mit Menschen, die Sie mögen. Freundschaften sind die wichtigste Grundlage für die psychosoziale Gesundheit, sie geben Rückhalt und Anerkennung, fordern aber auch eine aktive Pflege.

…dankbar sind, denn Dankbarkeit ist wie Nektar für die Seele! Überlegen Sie sich hin und wieder, wofür Sie dankbar sein möchten und welche positiven Überraschungen das Leben in letzter Zeit für Sie bereit hielt.

...aktiv bleiben und sich bewegen, am besten täglich und in der frischen Luft! Durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut und Glückshormone freigesetzt, was wiederum zu einem Gefühl des Wohlbefindens führt. Dabei ist die Art und die Intensität der Bewegung nicht wichtig – Hauptsache es macht Ihnen Spaß!

...lachen: Lachen Sie über irgendetwas, und sei es über Sie selbst; für diese kurze Zeit gerät der Körper in einen positiven Stress-Zustand! Wer lacht, lebt länger – und vor allem gesünder. Eine Minute Lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining, sagen die Mediziner. Wer sich beim Lachen so richtig ausschüttelt, bewegt nicht nur die Mehrzahl der 21 Gesichts-Muskeln, er kommt auf bis zu 80 aktivierte Muskeln.

…achtsam sind: Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse! Was raubt Ihnen Energie und wovon können Sie Kraft schöpfen? Achtsam sein im Umgang mit sich selbst heißt wahrzunehmen, wann Sie Pausen brauchen, wann Ihr Körper Bewegung verlangt oder aufmerksam zu beobachten, wie Ihr Körper auf bestimmte Situationen reagiert. Schulen Sie Ihre Selbstbeobachtung und spüren Sie, was Ihnen gut tut!

...sich selbst annehmen: Nobody is perfect! Wenn Sie sich selbst mitsamt Ihren Schwächen annehmen, können Sie auch Ihre Stärken wahrnehmen und benennen. Im sicheren Bewusstsein Ihrer Ressourcen gelingt es Ihnen auch die Signale Ihres Körpers und Ihrer Seele zu hören und zu verstehen. Damit fällt es leichter, Fehler und Schwächen zu akzeptieren und sich als Gesamtpaket zu akzeptieren!

...sich entspannen, Stress und Hektik abbauen: Finden Sie Ihre ganz persönliche Methode um Ihr System herunterzufahren: Praktizieren Sie Entspannungsübungen, die Ihnen zusagen, werden Sie kreativ, lesen Sie ein gutes Buch, hören Sie Musik, treiben Sie Sport, machen Sie einen entspannenden Spaziergang!

…jemanden eine Freude bereiten! Nicht, weil Sie eine Gegenleistung erwarten oder weil man es von Ihnen verlangt, sondern einfach nur aus Freude am Geben! Gelegenheiten dazu bieten sich genügend, in der Familie, im beruflichen Umfeld oder unter Freunden. Sie werden sehen, wie ansteckend Freude wirken kann!

...kreativ werden: Seien Sie kreativ, entdecken Sie Ihre Potentiale, erleben Sie Freude beim kreativen Schaffen: Malen, Gestalten, Musizieren, Spielen oder Schreiben – in jedem Menschen stecken verborgene Talente! 

... aus Krisen gestärkt hervorgehen: Krisen sind ein unvermeidbarer Bestandteil unseres Lebens! Auch wenn sie unvorbereitet kommen und uns aus der Bahn werfen, können wir uns nicht davor schützen, wir können sie nur hinnehmen. Aber anstatt zu resignieren oder aufzugeben, können Sie dagegen angehen – kraftvoll und gelassen - und sich die Frage stellen: Gibt es vielleicht etwas, das ich aus dieser Krise lernen konnte?