Bewegung und Sport

Für mehr Bewegung und Sport

Bewegung und Sport sowie ein bewegungsfreundliches Umfeld sind für ein gesundes und kindgerechtes Aufwachsen von zentraler Bedeutung. Der gesellschaftliche und kulturelle Wandel der vergangenen Jahre hat das Aufwachsen und die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen stark verändert. Deshalb müssen sich Schule, Eltern sowie das gesamte soziale Umfeld für eine nachhaltige Entwicklungs-, Lern- und Gesundheitsförderung der Kinder einsetzen. Der Alltag soll dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen Rechnung tragen. Mit dem Maßnahmenpaket „Mehr Bewegung und Sport“ werden in den kommenden Jahren zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, Bewegungs- und Sportkompetenzen zu erwerben, die sie zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung befähigen und die für ihr Wohlbefinden und für eine gesunde Lebensgestaltung wesentlich sind.

Philipp Achammer
Landesrat

Die Maßnahmen für mehr Bewegung und Sport in der Schule betreffen folgende Bereiche:

Das Fach „Bewegung und Sport“ leistet einen wichtigen Beitrag zum Bildungsauftrag der Schule, indem es diesen um die motorische Dimension erweitert. Der Unterricht von Bewegung und Sport bietet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Bewegungserfahrungen, bei denen sie ihre motorischen Eigenschaften verbessern und sportliche Fertigkeiten erlernen. Gleichzeitig fördert gemeinsames Bewegen die Identifikation und Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft und das Zusammenleben.

Die verpflichtende Unterrichtszeit für das Fach „Bewegung und Sport“ wird daher ab dem Schuljahr 2018-19 auf ein Jahresstundenkontingent von 102 Stunden in der ersten Klasse, von 68 Stunden in der zweiten bis fünften Klasse Grundschule und von der ersten bis dritten Klasse Mittelschule angehoben.

Woher kommt die zusätzliche Unterrichtszeit?

In der Stundentafel der Grundschule gibt es, neben den Jahresstundenkontingenten für die einzelnen Fächer, noch eine frei zu verplanende Zeit. Diese, „von den Schulen frei zu verplanende Zeit“, ist für die einzelnen Jahrgangsstufen unterschiedlich groß. In der ersten Klasse Grundschule beträgt diese Zeit 102 Jahresstunden, in der vierten und fünften Klasse nur mehr 34 Stunden. Diese, von der Schule frei zu verplanende Zeit, wird für die Erhöhung der Jahresstundenkontingente für das Fach „Bewegung und Sport“ verwendet und somit erhält grundsätzlich kein Fach eine Kürzung und die Gesamtunterrichtszeit bleibt unverändert.

In der Mittelschule wird die Erhöhung von 51 auf 68 Jahresstunden über das „zeitliche Ausmaß der Flexibilität der autonomen Schulen“ eingeführt. Somit bleibt auch in der Mittelschule die Gesamtunterrichtszeit unverändert.

 

Die Unterrichtszeit für alle Schülerinnen und Schüler umfasst neben der verbindlichen Grundquote eine Pflichtquote und einen Wahlbereich. Die Pflichtquote dient der Vertiefung des verpflichtenden Unterrichts, sowie der Begabungs- und Begabtenförderung, der Wahlbereich trägt den Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler Rechnung.

Die Lehrerkollegien nutzten diese zeitlichen Ressourcen, um den Schülerinnen und Schülern zusätzliche Bewegungs- und Sportangebote zu bieten. Diese Angebote ergänzen den Sportunterricht und unterstützen die Bewegungsförderung der Schülerinnen und Schüler.

Auch im Schulalltag wird dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen Rechnung getragen. Unterbrechungen des Unterrichts, in denen gezielte Bewegungsübungen gemacht werden stellen keine verlorene Unterrichtszeit dar. Bewegungspausen rhythmisieren den Unterricht, sie sorgen für einen sinnvollen Wechsel zwischen ruhigen und bewegten Phasen. Bewegung hilft die Konzentration zu erhalten, Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, bei Unruhe und Unlust, zur Aktivierung und Entlastung.

Bewegungspausen können spontan durchgeführt werden, wenn die Lerngruppe einen unkonzentrierten und ermüdeten Eindruck macht oder gezielt nach Klassenarbeiten und langen Theoriephasen.

Während der Pause haben die Schülerinnen und Schüler Zeit sich zu erholen. Pausen sind keine verlorene Zeit, weil sie das Leistungsvermögen fördern. Demnach erzielen Schüler bessere schulische Leistungen, wenn sie zuvor eine längere Pause hatten. Aus der Neurowissenschaft kennt man diesen Effekt: Der ausgewogene Wechsel zwischen Lern- und Freizeit ist wichtig, damit das Gehirn aufnahmebereit bleibt und Gelerntes verarbeiten kann.

Durch regelmäßige Bewegungspausen und Impulse zu einer aktiven Pausengestaltung können Lehrpersonen zu einer bewegungsfreundlichen Schule beitragen. Die Integration von Bewegung in den Schulalltag respektiert nicht nur den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder sondern sie fördert und unterstützt die Entwicklung eines bewegten Lebensstiles.

Über den Unterricht hinaus gilt es auch Eltern für „mehr Bewegung“ zu sensibilisieren und auf deren Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen. Bewegungshausaufgaben bestehen aus einfachen Bewegungsspielen und Übungen. Sie schaffen zusätzliche Bewegungsanlässe für zu Hause und unterstützen die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten.

Sportliche Schulanlässe ergänzen das Bewegungs- und Sportangebot der Schulen. Bei diesen Anlässen können Schülerinnen und Schüler erworbene Fähigkeiten erweitern und anwenden. Sie vergleichen und messen sich im Spiel und bei Wettkämpfen. Schulsporttage wie Wintersporttage, Waldspielfeste usw. werden von den autonomen Schulen selbst geplant und organisiert. Schulwettkämpfe werden zentral von der Dienststelle für Schulsport angeboten.

News

Die Meilensteine für mehr Bewegung und Sport.

20.12.2017
Schulbesuch mit Roland Fischnaller

5.12.2017
Landesbeirat der Eltern unterstützt die Initiative "Mehr Bewegung und Sport"

30.11.2017
Vorstellung unserer Initiative "Sport macht Schule" mit dem gesamten Maßnahmenpaket für mehr Bewegung und Sport

27.11.2017
Zweiter Runder Tisch mit den Netzwerkpartnern

3.11.2017
Schüler bewegen sich zu wenig: Maßnahmen für mehr Sport in der Schule
Erstmals saßen alle Akteure des Sports gemeinsam am Tisch. Sie diskutierten darüber, wie Bewegung in Schule und Freizeit stärker gefördert werden kann.

29.08.2017
Landesregierung genehmigt Maßnahmenpaket für Bewegung und Sport

Projekte und Initiativen für mehr Bewegung und Sport in der Schule

Bewegungspausen

Auch im Schulalltag wird dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen Rechnung getragen. Unterbrechungen des Unterrichts, in denen gezielte  Bewegungsübungen gemacht werden stellen keine verlorene Unterrichtszeit dar. Bewegungspausen rhythmisieren den Unterricht, sie sorgen für einen sinnvollen Wechsel zwischen ruhigen und bewegten Phasen. Bewegung hilft die Konzentration zu erhalten, Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, bei Unruhe und Unlust, zur Aktivierung und Entlastung. Bewegungspausen können spontan durchgeführt werden, wenn die Lerngruppe einen unkonzentrierten und ermüdeten Eindruck macht oder gezielt
nach Klassenarbeiten und langen Theoriephasen.

Hinweise zur Durchführung: Download

Schulbesuche

Spitzensportler aus ganz Südtirol haben sich bereit erklärt, im Zuge der Sensibilisierungskampagne, Schulbesuche durchzuführen.
Dabei gilt es, den Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Bewegung und Sport hautnah zu vermitteln.

Die Sportlerin oder der Sportler kommen deshalb zu einer Sportstunde in eine Schule und gestalten diese gemeinsam mit dem Sportlehrer. Dabei erzählen sie von ihrer Sportart, ihrer Leidenschaft für die Bewegung und was sie antreibt und motiviert. Anschließend können sich die Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Vorbildern sportlich betätigen.

Ich mache Sport, weil ...

Zu mehr Bewegung animieren wollen auch Südtiroler Sportler, die sich für eine Sensibilisierungskampagne zur Verfügung gestellt haben. "Für die Kinder sollen Spiel und Spaß im Vordergrund stehen. Dieser Ausgleich ist für uns alle wichtig“, sagt Eishockeyprofi Anton Bernard. Sport führe zu mehr Selbstbewusstsein, zu Ausgeglichenheit und stärke den Teamgeist. Auch Hannes Fink, Kapitän des FC Südtirol, unterstützt die Kampagne. "Wer Sport macht, kann sich besser konzentrieren und ist produktiver", sagte er. Das gelte für Kinder genauso wie für Erwachsene. Neben Bernard und Fink haben sich auch andere bekannte Sportler dazu bereit erklärt, die Kampagne zu unterstützen...

Mit der Schule auf die Piste

Seit nunmehr vier Jahren gibt es das Projekt „Mit der Schule auf die Piste“. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Skiliftbetreiber, der Berufskammer der Skilehrer des Landes und des Bildungsressorts. Es ermöglicht interessierten Klassen der 1. Klasse Mittelschule für insgesamt vier Tage innerhalb einer Schulwoche das Ski- oder Snowboardfahren zu erlernen (für Anfänger) und zu verbessern (für Fortgeschrittene). Ausrüstung, Skipass, Skikurs, Unterbringung, sowie Zubringerdienst werden zur Verfügung gestellt. Nebenbei werden die Jugendlichen für richtiges Verhalten auf und außerhalb der Piste sensibilisiert.  Der Bergrettungsdienst des AVS und die Bergführer geben wichtige Infos zur richtigen Notfallausrüstung im freien Gelände. Gleichzeitig fördert das Projekt tolle Gemeinschaftserlebnisse.

Kinder auf der Piste

Runder Tisch

Noch nie waren europaweit so viele Kinder und Jugendliche übergewichtig, internationale Studien zeigen erhebliche motorische Defizite. Die Forderung der Weltgesundheitsorganisation liegt bei 90 Minuten Bewegung pro Tag, im Durchschnitt bewegen sich die Kinder auch bei uns nur 60 Minuten, vor Jahren waren es noch drei bis vier Stunden. Die Schule ist die einzige Institution, die alle Kinder und Jugendlichen erreicht, weshalb der Schule eine besondere Rolle für die Erhöhung der Bewegungszeit zukommt. Es ist aber nicht nur Aufgabe der Schule, zu einer bewegungsfreundlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beizutragen. Wenn es um mehr Bewegung und damit um ein gesünderes Leben geht, ist die gesamte Gesellschaft gefragt. Die Landesräte Philipp Achammer und Martha Stocker haben deshalb einen runden Tisch initiiert, um gemeinsam mit den Vertretern aller Akteure, die im Südtiroler Sport eine Rolle spielen, darüber zu diskutieren, wie man Bewegung für Kinder und Jugendliche insgesamt attraktiver machen kann.

Projekt Spieletonne der GS Niederolang

Neben den vielen Maßnahmen zur Bewegungsförderung im Kernunterricht, Wahlpflichtbereich , Wahlbereich und den täglichen Bewegungspausen, bei denen wir die Kinder zu mehr Bewegung und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu animieren versuchen, setzt die Grundschule Niederolang einen Schritt zu einer aktiven, bewegten, großen Pause.

Konzept:

Es wird eine Spieletonne (mehrere) angelegt, welche fortlaufend mit Materialien, welche im Sportunterricht eingeführt werden, ergänzt wird (werden). Dabei übernehmen die Schüler die Verantwortung für die Materialien, lernen so Bewegung auch in ihren Alltag zu integrieren. Auch die Eltern können sich dabei Einbringen (Basteln von Jonglierbällen, bereitstellen von Materialien z. B. Gummitwist, Stelzen, Tennisbällen, Murmeln, Wurfspiele...).

Was damit erreicht wird:

  • In der großen Pause sollen sich die Schüler erholen, entspannen und bewegen.
  • Einbinden und sensibilisieren der Eltern
  • Zusammenarbeit mit der Gemeinde, Vereinen...
  • Den Pausenhof bewegungsfreundlich gestalten
  • soziale Kompetenzen fördern
  • friedvolles miteinander umgehen und spielen, sich gegenseitig helfen und Verantwortungsbewusstsein entwickeln
  • Alternative zum Sitzen durch anregende Materialien anbieten
  • durch Bewegung das Lernen unterstützen
  • Bewegung als Ausgleich zum Unterricht
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Spaß und Freude an Bewegung und sportlicher Aktivität vermitteln
  • Zusammengehörigkeitsgefühl fördern
    • Förderung kooperativer Handlungsweisen
    • positive Einstellung zu Körper und Gesundheit
      • Fördern der Fähigkeiten zur Kommunikation, zur sozialen Integration, auf Bedürfnisse anderer einzugehen
      • Abbau von Aggressionen
      • Ermöglichen Erfahrungen zu sammeln: ein gesunder, weil bewegter Körper, eine ideale Wohnung für einen gesunden Geist bietet.

Anmeldung zum Heimpsiel des FC Südtirol

Datenschutz-Hinweis

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Zwecke der Verarbeitung: Die übermittelten Daten werden vom dazu befugten Landespersonal, auch in elektronischer Form, für institutionelle Zwecke in Zusammenhang mit dem Verwaltungsverfahren gespeichert, verarbeitet und genutzt, zu dessen Abwicklung sie angegeben wurden.

Die Mitteilung der Daten ist freiwillig, aber unerlässlich, damit die beantragten Verwaltungsaufgaben erledigt werden können. Um feststellen zu können, inwiefern das Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer von Interesse ist und verbessert werden kann, werden allgemeine, nicht-personenbezogene insbesondere statistische Daten festgehalten. Dazu werden Daten und Informationen aus Server-Protokolldateien zusammengefasst und für Statistiken und Analysen genutzt.

Mitteilung und Datenempfänger: Die Daten können Rechtsträgern mitgeteilt werden, die Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Wartung und Verwaltung des informationstechnischen Systems der Landesverwaltung und/oder der institutionellen Website des Landes, auch durch Cloud Computing, erbringen. Der Cloud Provider Microsoft Italien GmbH, welcher Dienstleister der Office365 Suite ist, hat sich aufgrund des bestehenden Vertrags verpflichtet, personenbezogene Daten nicht außerhalb der Europäischen Union und der Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen, Island, Lichtenstein) zu übermitteln.

Dauer: Die Daten werden für die Dauer des beanspruchten Dienstes oder bis zum Antrag deren Löschung seitens des Nutzers gespeichert.

Rechte der betroffenen Person: Gemäß den geltenden Bestimmungen erhält die betroffene Person auf Antrag jederzeit Zugang zu den sie betreffenden Daten und es steht ihr das Recht auf Berichtigung oder Vervollständigung unrichtiger bzw. unvollständiger Daten zu; sofern die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind, kann sie sich der Verarbeitung widersetzen oder die Löschung der Daten oder die Einschränkung der Verarbeitung verlangen. Im letztgenannten Fall dürfen die personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Einschränkung der Verarbeitung sind, von ihrer Speicherung abgesehen, nur mit Einwilligung der betroffenen Person, zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen des Verantwortlichen, zum Schutz der Rechte Dritter oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses verarbeitet werden.

Das entsprechende Antragsformular steht auf der Webseite http://www.provinz.bz.it/de/transparente-verwaltung/zusaetzliche-infos.asp zur Verfügung.

Rechtsbehelfe: Erhält die betroffene Person auf ihren Antrag innerhalb von 30 Tagen nach Eingang keine Rückmeldung, kann sie Beschwerde bei der Datenschutzbehörde oder Rekurs bei Gericht einlegen; diese Frist kann um weitere 60 Tage verlängert werden, wenn dies wegen der Komplexität oder wegen der hohen Anzahl von Anträgen erforderlich ist.

Die betroffene Person hat Einsicht in die Information über die Verarbeitung der personenbezogenen Daten genommen.