EU Sportförderung

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Arbeitsplan der EU für den Sport 2021-2024

Im Dezember 2020 hat der Rat der EU den Arbeitsplan der EU für den Sport 2021-2024 festgelegt. Dieser Arbeitsplan ist auf folgende maßgebliche Ziele ausgerichtet:

  • Stärkung eines auf Integrität und Werten basierenden Sports in der EU
  • Stärkung der Erholung und Krisenresilienz des Sportsektors während und nach der COVID-Pandemie
  • Unterstützung einer nachhaltigen und faktenbasierten Sportpolitik
  • Steigerung der Teilnahme an Sport und gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität, um eine aktive und umweltfreundliche Lebensweise, sozialen Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement zu fördern
  • Durch sektorübergreifende Zusammenarbeit Sensibilisierung anderer Politikbereiche der EU für den wichtigen Beitrag, den der Sport zu sozial und ökologisch nachhaltigem Wachstum in Europa, zur Digitalisierung sowie zur Erholung nach der COVID-Pandemie und künftigen Resilienz und zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten kann
  • Stärkung der internationalen Dimension der Sportpolitik der EU, insbesondere durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit Regierungen und Interessenträgern außerhalb der EU
  • Sicherstellung eines Follow-up zu den drei vorangegangenen EU-Arbeitsplänen für den Sport und zu anderen sportbezogenen EU-Dokumenten wie Schlussfolgerungen und Entschließungen des Rates
  • Fortsetzung des Wissens- und Erfahrungsaustauschs zwischen den EU-Mitgliedstaaten und der Kommission
  • Verstärkung des Dialogs und der Zusammenarbeit auf EU-Ebene mit der Sportbewegung und anderen einschlägigen Interessenträgern und Einrichtungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Bereichs des Sports und der körperlichen Aktivität.
  • gegebenenfalls Unterstützung der Durchführung des Kapitels „Sport“ des Programms Erasmus+

Der Arbeitsplan behandelt drei Schwerpunktbereiche mit den entsprechenden Schwerpunktthemen:

  • Schutz der Integrität und Werte im Sport
    • sicheres Umfeld im Sport
    • Anti-Doping-Maßnahmen
    • Sport und Bildung
    • Gleichstellung der Geschlechter
    • Sportdiplomatie
    • europäisches Sportmodell
    • Rechte von Sportlern
    • Entwicklung und Förderung von Good Governance im Sport
    • Bekämpfung der Manipulation von Sportwettkämpfen
  • sozioökonomische und ökologische Dimension des Sports
    • Innovation und Digitalisierung
    • grüner Sport
    • Sportanlagen
    • Sportgroßveranstaltungen
    • Investitionen in Sport und körperliche Aktivität
    • Stärkung der Erholung und Krisenresilienz des Sportsektors während und nach der COVID-Pandemie
  • Förderung der Teilnahme an Sport und gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität
    • Schaffung angemessener Möglichkeiten für Sport und körperliche Aktivität für alle Generationen
    • Förderung von körperlicher Aktivität

Förderprogramm Erasmus+ Sport 2014-2020

Für den Zeitraum 2014-2020 hat die EU ein eigenes Förderprogramm Erasmus+ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

Im Rahmen des Kapitels Sport dieses Programms sollen europäische Partnerschaften im Bereich des Breitensports unterstützt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf

  • Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen für die Integrität des Sports, wie Doping, Spielabsprachen und Gewalt sowie jegliche Form von Intoleranz und Diskriminierung;
  • Förderung und Unterstützung von Good Governance im Sport und von dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern;
  • Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport, Förderung sozialer Inklusion und Chancengleichheit und Aufklärung über die Bedeutung gesundheitsfördernder körperlicher Betätigung durch Steigerung der Beteiligung an sportlichen Aktivitäten und durch gleichberechtigten Zugang zu sportlichen Aktivitäten für alle Menschen.

Konkret werden  folgenden Aktionen unterstützt:

  • Kooperationspartnerschaften
  • gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen

Diese Aktionen sollen die Entwicklung, den Transfer und/oder die Einführung innovativer Verfahren nicht nur auf europäischer und nationaler Ebene, sondern auch auf regionaler und lokaler Ebene unterstützen und zur Entwicklung der europäischen Dimension im Sport beitragen.

Zudem soll im Rahmen dieser Aktionen die Durchführung der Europäischen Woche des Sports unterstützt werden, die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde, um der sinkenden Beteiligung an sportlichen und körperlichen Aktivitäten in der Europäischen Union entgegenzuwirken. Die Europäische Woche des Sports wird im Laufe der Jahre weiterentwickelt und nach einem festen Zeitplan organisiert (in der zweiten Septemberwoche). Sie umfasst eine offizielle Eröffnung, eine Leitveranstaltung sowie drei bis fünf Schwerpunkttage, die jeweils ein bestimmtes Thema zum Gegenstand haben.

Kandidaturen sind direkt an die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur EACEA der Europäischen Union zu richten.

Die nationale Anlaufstelle für Informationen über Erasmus+ Sport ist das Department für Sport im Präsidium des Ministerrats in Rom.

Allgemeine Informationen über die Sportpolitik der EU gibt es auf der Webseite der Europäischen Kommission (in Englisch).