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Der HIV - Antikörpertest
Eine Infektion mit dem Virus läss sich über den "HIV-Antikörpertest" indirekt nachweisen.
Durch diesen Test kann man nämlich Abwehrstoffe (Antikörper), die der Körper fast immer innerhalb von 3-6 Monaten nach einer Ansteckung gegen das Virus bildet, ermitteln.
Über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der Durchführung des HIV- Antikörpertests kannst Du Dich von verschiedenen Stellen beraten lassen.
Ein HIV-Antikörpertest darf nur mit Einverständnis des Getesteten durchgeführt werden und ist anonym. Das Ergebnis wird persönlich und vertraulich mitgeteilt.
Wenn Du glaubst, Risiken eingegangen und möglicherweise angesetzt worden zu sein, mach' den Test.
Zu dem Ergebnis des Tests, solltest Du Dir folgende Gedanken machen:
Das Testergebnis ist negativ
Das Testergebnis ist negativ
Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keine Antikörper gegen das HIV-Virus nachgewiesen worden sind.
Die Antikörper sind jedoch erst einige Wochen bis Monate nach der Infektion im Blut nachweisbar (max. 12 Monate). Wird deshalb der Test vor dem Auftreten der Antikörper durchgeführt, so ist das Ergebnis negativ, obwohl eine Infektion stattgefunden hat. Die infizierte Person kann also trotzdem das Virus auf andere Menschen übertragen. Es ist sinnvoll, den Test nach einiger Zeit zu wiederholen.
Berate dies mit Deinem Arzt (bis zu 1 Jahr nach der Risikosituation).
Merke
Dies vorausgesetzt, gibt Dir ein negatives Testergebnis keine absolute Sicherheit, nicht angesteckt worden zu sein. Du bist außerdem nicht vor einer Infektion geschützt.
Das Testergebnis ist positiv
Das Testergebnis ist positiv
Liegt ein positives Ergebnis vor, bedeutet dies, dass Antikörper gegen HIV gefunden worden sind. In diesem Fall ist ein Bestätigungstest notwendig, um ein mögliches falsches Ergebnis auszuschließen.
Merke
Ein positiver Test gibt Dir weder Auskünfte über das Stadium noch über den zukünftigen Verlauf der Infektion oder über das Auftreten von AIDS.
Aus einem positiven Test geht nur hervor, dass die getestete Person ein Virusträger ist.
Oft ist es sehr schwer aus eigener Kraft, ein solches Ergebnis zu verarbeiten.
Eine individuelle und ausführliche Beratung durch den Vertrauensarzt kann Dir wertvolle Hinweise für Behandlungsmöglichkeiten geben.
Gespräche mit nahestehenden Personen oder mit Mitgliedern von Vereinigungen (siehe Adressen) - wo HIV-positive Menschen, Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Sozialassistenten und Partner, Freunde oder Familienangehörige der Betroffenen zusammenarbeiten - können auch eine Unterstützung darstellen. Auf diese Weise können die Angst, die Einsamkeit und die Verwirrung leichter überwunden werden und Mut zum Leben mit der Infektion vermittelt werden.
Du sollst immer daran denken, dass HIV-positive Menschen - auch wenn sie keine AIDS-Symptome aufweisen - andere Menschen anstecken können. Achte deshalb auf die notwendigen Vorbeugungsmaßnahmen.
Der HIV-Test kann kostenlos und anonym durchgeführt werden und es braucht keine Verschreibung seitens eines behandelnden Arztes.