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Wie kann ich mich mit dem HIV infizieren?

Das Virus kommt nur im Blut, in der Muttermilch, in der Samen- oder Scheidenflüssigkeit in einer so großen Menge vor, dass eine Infektion stattfinden kann.

Damit eine Ansteckung stattfinden kann, muss das HIV von einem infizierten Menschen durch diese Flüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen gelangen.

Dies kann geschehen:

  • über die Blutbahn, wenn Drogenkonsumenten Spritzen gemeinsam benützen;
  • über kleinste Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten.
    Dies kann beim Geschlechtsverkehr zwischen homo- oder heterosexuellen Paaren leicht geschehen, wenn Verletzungen an Geschlechtsorganen, After oder Mund mit Sperma, Blut oder Scheidenflüssigkeit in Kontakt kommen;
  • während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder über die Muttermilch von der infizierten Mutter auf das Kind. 

Wer ist besonders gefährdet?

In den letzten Jahren wird immer deutlicher, dass nicht nur sogenannte Risikogruppen (Homosexuelle, Menschen, die Drogen spritzen, Prostituierte und Partner all dieser Personen) der AIDS-Gefahr ausgesetzt sind, sondern auch all jene, die sich in ihrem Sexualleben Risiken aussetzen. Das Virus wird immer häufiger durch Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau (auf sog. heterosexuellen Weg) übertragen. In Afrika und Asien ist dies der häufigste Ansteckungsweg.

 

Deshalb
es gibt keine Risikogruppen,
sondern
es gibt ein risikoreiches Verhalten


In diesen Situationen brauchst Du keine Ansteckung zu befürchten

Kontakt mit Ausscheidungen
Eine Infektion durch Schweiß, Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin oder Kot ist praktisch ausgeschlossen und ist bis heute nicht nachgewiesen worden.

Blutübertragung
Blutspenden werden in Italien seit 1985 auf HIV Antikörper untersucht. In Europa gelten ähnliche Regeln. Das Risiko einer Infektion durch Blutübertragung ist deshalb äußerst gering. Das Blutspenden selbst ist vollkommen sicher.
Die lebenswichtigen Gerinnungsfaktoren für Bluter (Hämophilie) können heute durch besondere Verfahren so behandelt werden, dass eine Ansteckung mit dem HIV durch diese Produkte nicht in Frage kommt.

Beruf
Es gibt nur sehr wenige berufliche Tätigkeiten, bei denen die Gefahr einer Übertragung des HIV besteht.
Es sind solche, bei denen mit großen Mengen infizierten Materials (Blut, Serum, Gewebsflüssigkeit, Sperma usw.) bzw. mit durch menschliches Blut verunreinigten Instrumenten gearbeitet wird, wie z.B. im biomedizinischen Bereich.

Die Gefahr einer Infektion kann jedoch weitgehendst ausgeschlossen werden, wenn die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen, die sonst auch bei anderen Infektionskrankheiten eingehalten werden müssen, streng befolgt werden.
Verletzungen durch Maschinen, Geräte, Werkzeuge oder durch andersartige Unfälle führen nicht zu einer HIV-Infektion. Allerdings sollten mit menschlichem Blut verunreinigte Gegenstände sofort mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln (z.B. Chlorbleiche, Ethylalkohol) gereinigt werden. Verletzungen, vor allem an der Hand, sollten mit einem Pflaster oder einem Verband möglichst dicht abgedeckt werden.

Arztbesuch und Körperpflege
Bei Besuchen im Krankenhaus, beim Arzt oder Zahnarzt sowie bei der Maniküre, beim Kosmetiker (auch im Tattoo-Shop und beim Ohr- und Nasenringstechen), beim Friseur oder bei der Akupunktur ist bei sachgerechter Desinfektion und/oder Sterilisation der Geräte praktisch keine Übertragung von HIV zu befürchten.
Das empfindliche Virus wird nämlich außerhalb des menschlichen Körpers leichter als andere Krankheitserreger durch Hygienemaßnahmen und handelsübliche Desinfektionsmittel zerstört.


Wie wird das HIV nicht übertragen?

 

  • Händedruck, Anfassen, Umarmen, Streicheln, Küssen
  • Anhusten oder Anniesen
  • Benützen derselben Toiletten, Bäder, Saunen oder Schwimmbäder
  • Benützen derselben Teller, Gläser oder Bestecke
  • Verzehr derselben Speisen oder Getränke
  • Zusammenarbeiten, - wohnen ode die Freizeit mit HIV -positiven oder AIDS kranken Menschen verbringen
  • Betreuen und Pflegen von Menschen mit HIV/AIDS
  • Instektenstiche oder Haustiere sind keine Ansteckungsgefahr