FAQ

[Bürger]
Was bedeutet Breitband?

Der Begriff “Breitband” bezeichnet Verbindungen zu Datennetzen mit einer Übertragungskapazität von mindestens 2Mb/s: Mit den derzeitigen Technologien (z. B. ADSL über Kabelpaare aus Kupfer) erreicht man:

  • 7Mb/s oder 20Mb/s vom Netz zum Nutzer (beim Herunterladen von Daten bzw. Download)
  • von 2 bis zu 5Mb/s in die Gegenrichtung (beim Hochladen von Daten bzw. Upload).

In den kommenden Jahren wird man Download-Geschwindigkeiten von bis zu 80-100 Mb/s erreichen können.
Darüber hinaus hängt die tatsächliche Leistung auch von der Verteilungskapazität der Anbieter in Bezug auf die geforderten Dienste ab.

Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Welche Vorteile bringt mir eine Breitbandverbindung?

Mit einer Übertragungsbreite von

  • mindestens 7Mb/s kann ich auf Internetseiten und Webdienste mit komplexen Inhalten zugreifen, wie Videos, Filme, komplexe Grafiken, vernetzte Videospiele, Audio- und Videostreaming, aber auch auf Dienste mit hohem Mehrwert (Fernbetreuung, Fernarbeit, Videokonferenzen, E-Learning, …).
  • 20 Mb/s verbessert sich die Qualität bei der Nutzung von Online-Diensten noch weiter (geringere Download-Zeiten), zudem können zusätzliche Dienste aktiviert werden (z. B. Internetfernsehen, Telemedizin, hochauflösende Videokommunikation, …).
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Wann wird Breitband bei mir zu Hause verfügbar sein?
Südtirol ist bereits zu ca. 75% mit Datenverbindungen zu 7Mb/s oder 20Mb/s vernetzt; innerhalb von 3-4 Jahren soll dieser Dienst im gesamten Landesgebiet zur Verfügung gestellt werden. Ob und welche Übertragungskapazität verfügbar ist hängt auch von den technischen und kommerziellen Strategien der vorhandenen Telekommunikationsbetreiber ab, die dem Bürger Netzdienstleistungen (z.B. Internetanschlüsse) anbieten. 
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
An wen soll ich mich wenden, wenn ich eine schnelle Breitbandverbindung bei mir zu Hause nutzen möchte?
Für die Aktivierung einer Breitbandverbindung muss man sich an einen Telekommunikationsbetreiber wenden.
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Wie weit sind die Arbeiten vorangeschritten?
Genaue Infos auf dieser Seite.
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Wie viel kostet mich eine Breitbandverbindung?
Informationen zu den Tarifen können über die Telekommunikationsbetreiber eingeholt werden, diese bieten verschiedene Vertragsformeln an.
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Wie ist Breitband in Südtirol entstanden?
  • Bis 2004 wurde die Breitbanderschließung in Südtirol den verschiedenen Telefongesellschaften überlassen und war somit stark von der Wirtschaftlichkeit abhängig, die man sich von der Ausstattung einer bestimmten Zone kurzfristig versprach.
  • 2005 verabschiedet die Landesregierung einen Beschluss mit klarer Zielvorgabe: Bis 2009 sollten im gesamten Landesgebiet Breitbansanschlüsse für folgende Kategorien zur Verfügung stehen:
    • Alle Betriebe mit mehr als 3 Mitarbeitern
    • 95% aller Betriebe mit 3 oder weniger Mitarbeitern
    • 90% der Bevölkerung.
  • Mit der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen wurde die Rundfunkanstalt Südtirol (RAS) betraut. Zumal das Ziel im vorgegebenen Zeitrahmen nicht allein durch Verlegung von Glasfaserkabeln erreichbar war hat man alternative Lösungen ins Auge gefasst, um den dringenden Anforderungen nach schnellem Internet entgegenzukommen. Mittels öffentlicher Ausschreibungen, die von der RAS koordiniert wurden, peilte man also die Errichtung eines drahtlosen HiperLAN-Netzwerks an. An den Ausschreibungen nahmen verschiedene Telekommunikationsanbieter teil (Telecom, Brennercom, Raiffeisen online, Run, Linkem).
  • Die erste Ausschreibung sah die Bereitstellung eines Breitbandnetzes samt Instandhaltung und Wartung in 14 Gemeinden vor, die in 13 Baulose eingeteilt wurden: Kastelruth, Ahrntal, Prettau, Ritten, Abtei, Mals, Deutschnofen, Ratschings, Tirol, Enneberg, Völs am Schlern, Tramin, Rasen-Antholz und Gais
  • Die zweite Ausschreibung ging an die Bietergemeinschaft BB44+ (bestehend aus Brennercom, Raiffeisen online und RUN) und sah dieselben Ziele für weitere 44 Gemeinden vor: Aldein, Andrian, Altrei, Hafling, Prags, Kiens, Gsies, Kstelbell-Tschars, Karneid, Graun im Vinschgau, Pfalzen, Villnöss, Glurns, Laas, Laurein, Wengen, Lüsen, U. L. Frau in Schnals, Martell, Mölten, Moss i. P., Welschnofen, Prad am Stilfserjoch, Proveis, Riffian, Mühlbach, Rodeneck, Jenesien, St. Leonhard i. P., St. Martin in Thurn, St. Martin i. P., St. Pankraz, Mühlwald, Schnals, Schluderns, Stilfs, Terenten, Tisens, Tiers, Taufers im Münstertal, Ulten, Vintl, Vöran und Villanders.
  • 2009 wurde nach Verhandlungen mit BB44+ der Auftrag für die Anbindung weiterer 46 Fraktionen von 21 Gemeinden zu denselben Bedingungen gegeben. Fazit: Die 2005 von der Landesregierung vorgegebenen Ziele waren mit Ende 2009 erreicht.
  • Klar war, dass auf diesem Weg nicht die gesamte Südtiroler Bevölkerung über eine ADSL-Netz verfügen würde; somit hat man Verhandlungen mit den Telefonanbietern aufgenommen, um via Satellit auch die entlegene Gebiete anzubinden bzw. Zonen, in denen die die Errichtung drahtloser Netzwerke technisch besonders komplex oder völlig unwirtschaftlich ist.
  • Parallel zur kabellosen Anbindung wurden die Arbeiten zur Anbindung aller 116 Südtiroler Gemeinden ans Glasfasernetz vorangetrieben. Die Fertigstellung dieses Netzes erfordert deutlich mehr Zeit; sie umfasst Grabungsarbeiten entlang der Haupttrassen des entsprechenden Gebietes, die Verlegung von Rohren und Schächten und anschliezend die Verlegung der Kabel aus Glasfasern. Mit der Ausführung dieser Arbeiten wurde das Landesamt für Infrastrukturen und Umweltanlagen betraut.
  • Mittlerweile verfügt das Land über 1200 Kilometer Leerrohre, 900 Kilometer Glasfaserkabel sind bereits verlegt. Das Ziel der Landesregierung ist die Fertigstellung des Sekundärnetzes (Anbindung aller Gemeinden an das Hauptnetz) innerhalb 2016.
Datum: 2.4.2014
[Bürger]
Welche Technologien sind heute verfügbar, um Breitband zu Bürgern und Unternehmen zu bringen?

Um eine Breitbandverbindung herzustellen kann man auf unterschiedliche Technologien zurückgreifen:

  • Drahtlose Verbindungen (über Funkwellen)
    In Südtirol basieren drahtlose Verbindungen (wireless) auf zwei Technologien: HiperLAN (weiter verbreitet) und WiMAX.
  • Satellitenverbindungen (über geostationäre Satelliten)
  • Mobilfunkverbindungen (GSM, UMTS und demnächst auch LTE)
  • Glasfaseranschlüsse
  • Verbindungen mittels Kupferkabel (bei DSL über Doppeladerkabel der Telefonleitung)

Die Wahl des bzw. der Verbindungssysteme hängt ab von:

  • der Geländestruktur
  • dem vorgegebenen Zeitrahmen für die Einrichtung der Verbindung
  • der benötigten Bandbreite, d. h. von der Geschwindigkeit, mit der die Datenübertragung erfolgen soll
  • vom erforderlichen Zuverlässigkeitsgrad der Verbindung.
Datum: 2.4.2014
[Unternehmen]
Was bedeutet Breitband?

Der Begriff “Breitband” bezeichnet Verbindungen zu Datennetzen mit einer Übertragungskapazität von mindestens 2Mb/s: Mit den derzeitigen Technologien (z. B. ADSL über Kabelpaare aus Kupfer) erreicht man:

  • 7Mb/s oder 20Mb/s vom Netz zum Nutzer (beim Herunterladen von Daten bzw. Download)
  • von 2 bis zu 5Mb/s in die Gegenrichtung (beim Hochladen von Daten bzw. Upload).

In den kommenden Jahren wird man Download-Geschwindigkeiten von bis zu 80-100 Mb/s erreichen können.
Darüber hinaus hängt die tatsächliche Leistung auch von der Verteilungskapazität der Anbieter in Bezug auf die geforderten Dienste ab.

Datum: 2.4.2014
[Unternehmen]
Welche Vorteile bringt mir eine Breitbandverbindung?

Mit einer Übertragungsbreite von

  • mindestens 7Mb/s kann ich auf Internetseiten und Webdienste mit komplexen Inhalten zugreifen, wie Videos, Filme, komplexe Grafiken, vernetzte Videospiele, Audio- und Videostreaming, aber auch auf Dienste mit hohem Mehrwert (Fernbetreuung, Fernarbeit, Videokonferenzen, E-Learning, …).
  • 20 Mb/s verbessert sich die Qualität bei der Nutzung von Online-Diensten noch weiter (geringere Download-Zeiten), zudem erleichtert sich für Unternehmen der Zugang zu institutionellen Webseiten und E-Government-Diensten, um bürokratischen Pflichten nachzukommen; zudem können viele Unternehmenstätigkeiten damit als Ferndienst ausgeführt werden (z. B. E-Learning, Telepräsenz, Telearbeit, Videoüberwachung, technischer Kundendienst, Bewerbung über soziale Medien), wodurch Effizienz gesteigert und Verwaltungskosten reduziert werden können.
Datum: 2.4.2014