Aufnahme von Obdachlosen

Allgemeine Beschreibung

In den letzten Jahren hat sich das Phänomen der obdachlosen Personen sehr verändert. Neue Bedürfnisse in diesem Sektor machen eine Neubewertung der Dienste und Maßnahmen erforderlich. Die Landesregierung hat im März 2017 auf Vorschlag des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion die neuen Leitlineen „Maßnahmen für obdachlose Personen“ verabschiedet.

  • Die Errichtung von Einrichtungen und Aufnahmestellen für Obdachlose sowie die Führung derselben sind Aufgabe der Gemeinden
  • Die Führung kann direkt oder durch Abkommen mit privaten Körperschaften erfolgen. Die Gemeinde kann außerdem die Funktion an die Trägerkörperschaften der Sozialdienste delegieren, welche mit L.G. vom 20. März 1991, Nr. 7 errichtet worden sind.

Jede Einrichtung wendet sich an eine andere Zielgruppe von obdachlosen Personen

Jede Aufnahmeeinrichtung hat eigene Zugangsvoraussetzungen, in welchen festgelegt wird, welche Dokumente für die Aufnahme notwendig sind.

In einigen Einrichtungen wird eine Kostenbeteiligung verlangt, sollte der Nutzer ein Einkommen haben.

Obdachlos sein bedeutet heutzutage, sich in einer Situation gravierender Ausgrenzung und äußerster Armut zu befinden, in welcher der Armut nicht nur eine sozioökonomische Bedeutung zukommt, sondern diese die gesamte Existenz der Person betrifft. Die Armut, auf die hier Bezug genommen wird, ist auf eine Reihe biographischer Brüche zurückzuführen, die sich auf das Innere des Menschen auswirken und die sich auch auf die äußere Beziehungssphäre projizieren, welche durch das Fehlen bedeutender Anhaltspunkte gekennzeichnet ist. Diese extreme Armut äußert sich durch einen Rückzug aus der Welt der sozialen Beziehungen sowie in der Unmöglichkeit, auf herkömmliche Leistungen zurückzugreifen, die von den Sozial- und Gesundheitsdiensten angeboten werden.
Der Verlust der Beziehungsfähigkeit und der sich daraus ergebende Rückzug aus der Welt lässt diese Menschen in eine Spirale äußerster Ausgrenzung geraten, die ihr Überleben gefährdet.
Die Maßnahmen für Obdachlose müssen daher der Komplexität der aufgeworfenen Fragen Rechnung tragen. So können wir plausible Antworten darauf finden und eine schrittweise „Einbeziehung“ ermöglichen.
Die Hilfeleistungen, die den Obdachlosen angeboten werden, müssen auf die Wiedererlangung ihrer Fähigkeit zielen, eigene Entscheidungen zu treffen und die Hilfe nicht nur im herkömmlichen Sinn als Bereitstellung von Nahrung, Kleidung oder Geld zu sehen, sondern auch von Elementen, die zur Bewusstseinsfindung und Gestaltung des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit beitragen. Sie zeigen sich konkret im Angebot von:

  • Alternative zum Straßenleben (Befriedigung der Grundbedürfnisse);
  • Bewältigung äußerster Notsituationen;
  • Wiedereingliederung;
  • Befriedigung verschiedener Bedürfnisse im Rahmen der aktiven Teilnahme an der Neugestaltung der eigenen Zukunft.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 21.01.2019)

Zuständige Einrichtung

24.1. Amt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 82 32 Roberta Petrungaro
Fax: 0471 41 82 49
E-Mail: kinderjugendinklusion@provinz.bz.it
PEC: kinderjugendinklusion.minoriinclusione@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/sozialwesen

Termine

Für die Nutzung dieses Dienstes sind keine besonderen Termine einzuhalten.