Open Source

Open Source bedeutet wörtlich aus dem Englischen übersetzt "Freie Quelle". Gemeint ist damit die freie Verfügbarkeit des Software-Quellcodes, der im Rahmen von Open-Source-Lizenzmodellen unentgeltlich genutzt und verändert werden kann.
Mit "Freier Software" (FS bzw. LS, L für Libre) wird "freiheitsgewährende" Software bezeichnet, also Software, welche die Freiheit von Computernutzern (Privatpersonen, Unternehmen, oder Organisationen) in den Mittelpunkt. Sie ist das Gegenteil von "proprietärer" Software, welche eingeschränkte Nutzungsrechte erlaubt.
Folgende Freiheiten sind gemeint:

  • Das Programm zu jedem Zweck auszuführen,
  • das Programm zu untersuchen und zu verändern,
  • das Programm zu verbreiten,
  • das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen zu verbreiten, um damit einen Nutzen für die Gemeinschaft zu erzeugen.

Freie Software baut Barrieren ab, indem der Zugang so gestaltet ist, dass jeder Computernutzer Daten diese frei beziehen, verändern und weiter verteilen kann.

Der Begriff Open Source bzw. "quelloffen" wird für Software verwendet, deren Quelltext offenliegt und deren Lizenzierung einige weitere Bedingungen erfüllt.

Beide Konzepte (OSS - Open Source Software und FS - Freie Software) haben gemeinsam, dass der Quellcode von Dritten einsehbar ist. Freie Software bietet darüber hinaus weitere Freiheiten für den Nutzer, welche Open-Source-Software auch bieten kann, aber nicht muss. Ein weiterer Unterschied liegt in den vertretenen Werten: Für "Freie Software" ist die Nutzerkontrolle über die Software sowie die Kooperation mit anderen ein wichtiges soziales, politisches und ethisches Anliegen. Bei der OSS ist der vertretene Wert primär der praktische Nutzen und die Entwicklungsmethode.

Praktischer Nutzen für BürgerInnen und Bürger

Mit FLOSS (FLOSS ist ein Akronym für Freie Software und Open Source Software) lassen sich alle gängigen Belange des digitalen Alltags erfüllen, ohne Softwarelizenzen erwerben zu müssen. Dazu gehören Anwendungen in den Bereichen Multimedia (Audio/Video), Office, Foto, Bildung (Kindergarten, Schule, Universität), Web, Mails, soziale Netzwerke, digitale Identität und öffentliche Dienste (e-Gov). Aber auch das Betriebssystem kann auf FLOSS umgestellt werden, und GNU/Linux Systeme (wie z.B. Ubuntu (Externer Link)) verwenden. Insgesamt kann FLOSS einen wertvollen Beitrag zur Verminderung der “digitalen Kluft” ("digital divide") leisten.

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