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Migration und Sprache

„Konsolidierung des soziolinguistischen und territorialen Integrationsprozesses“. Projekt vom Europäischen Asyl-, Migrations-, und Integrationsfonds und vom Innenministerium finanziert 2017 – 2018

Nach Angaben des Landesinstituts für Statistik sind am 31.12.2015 46.454 Ausländer aus 138 verschiedenen Nationen in Südtirol ansässig.

Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 8,9 Ausländer je 100 Ansässige. Zwei Drittel der Ausländer sind Nicht-EU-Bürger.

Im Rahmen des im letz.ten Herbst ins Leben gerufenen Projekts “Konsolidierung des soziolinguistischen und territorialen Integrationsprozesses“ (finanziert vom Europäischen Asyl-, Migrations-, und Integrationsfonds und vom Innenministerium) werden zahlreiche Bildungskurse für Migranten/innen (Nicht-EU-Bürger/innen über 16 Jahre und Personen mit internationalem, subsidiärem oder humanitärem Schutzstatus) angeboten: 40 Italienischkurse (Stufe A1 und A2), 9 Deutschkurse (Stufe A1 und A2) und 7 Alphabetisierungskurse.

Ziel der Kurse ist die Entwicklung von Kompetenzen in den vier sprachlichen Bereichen (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) durch eine Unterrichtsmethodik, die den kommunikativen Ansatz vorzieht.

Die Initiativen werden im Zeitraum von Februar 2017 bis Februar 2018 durchgeführt und richten sich an Nicht-EU-Bürger/innen.

In den Sprach- und Bürgerkunde-Kursen besuchen die Teilnehmer/innen verschiedene Organisationen vor Ort, wie z. B. das Arbeitsinspektorat, den Gesundheits- und Sozialsprengel, Beratungsstellen und Arbeitsämter. Die Treffen werden von der Vereinigung Nissà Frauen verwaltet.

Die kostenlosen Kurse finden ganztägig drei Mal die Woche statt, sodass sie auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind.

Die sprachlichen Niveaus und die Orte, an denen die Kurse im gesamten Landesgebiet stattfinden, werden im Einzelfall basierend auf die vor Ort bestehenden Bedürfnisse festgelegt. Damit ein Kurs zustande kommt, müssen sich, abgesehen von anderweitigen Regelungen für die Peripheriegebiete, mindestens 12 Teilnehmer anmelden.

Aufgrund der positiven Erfahrung der letzten Jahre mit den Italienischkursen für Mütter von Kindern einiger Grundschulen in der Provinz, werden diese Kurse weitergeführt, um den Müttern die Mindestkompetenzen zu verleihen, ihre Kinder bei ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihnen die Orientierung im Rahmen der schulischen Organisation und Verwaltung zu erleichtern. Die gewählten Schulen sind die Schulsprengel Bozen IV Oberau, Unterland und Sterzing.

Für die Dauer des Kurses wird wiederum ein Babysitter-Dienst angeboten.

Ein weiteres Projektziel ist es, dem Unterrichtspersonal eine angemessene berufliche Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf die Phänomene der Mehrsprachigkeit und Transnationalität anzubieten: eine unabdingbare Voraussetzung, um auf kompetente Art und Weise Kurse für diese spezifische Zielgruppe abzuhalten. Es sind vier theoretisch-praktische Treffen zu je acht Stunden vorgesehen (drei für Lehrpersonal für Italienisch L2 und zwei für Lehrpersonal für Deutsch L2). Jedes Treffen sieht einen theoretischen Teil, eine gemeinsame Diskussion und einen praktischen Arbeitsteil vor (praktische Arbeit: Beobachtung, Analyse und Materialaufbau).

Zur Verbesserung der Eingliederung der Migranten/innen sind einige Neuerungen eingeführt worden. So gibt es jetzt Ausbildungskurse für Koordinatoren für das sprachliche Ehrenamt in den Kontakt- und Aufnahmestellen. Zudem werden für Teilnehmer/innen der Sprach- und Bürgerkundekurse für hervorragende Leistungen zwanzig Gutscheine zur Teilnahme an Weiterbildungskursen zur freien Wahl bereitgestellt. Weiters wird das Netz der bestehenden Dienstleistungen in Leifers mit einem Informationsschalter für Migranten/innen ausgebaut.

Fachleute werden eine qualitative Bewertung der von den Agenturen angebotenen sprachlichen Weiterbildungstätigkeiten vornehmen, und zwar durch Inspektions- und Beobachtungsbesuche in der Klasse. Somit wird der Verwaltung und den bewerteten Personen ein Feedback geliefert, es werden die Stärken und Schwächen der Initiative hervorgehoben und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

Zusätzliche Unterrichtsmaterialien (multimediale Ressourcen, DVDs, interaktive und didaktische Materialien), individuelle Beratung und Unterstützung beim Selbststudium der Sprachen werden in den Selbstlernzentren des Multisprachzentrums in Bozen und der Sprachenmediathek in Meran zur Verfügung gestellt. Der Text "Permesso?" und die dazugehörige Audiodatei können hier heruntergeladen werden. Sie sind Übungsmaterial, um die Prüfung zur Kenntnis der italienischen Sprache abzulegen und somit die Aufenthaltserlaubnis im europäischen Raum für einen längeren Zeitraum zu erhalten.

Nähere Informationen:
Sara Cappello tel. 0471 411264 – fax 0471 411279
E.mail: sara.cappello@provincia.bz.it

 

Für Einschreibungen:

Alpha & Beta - Piccadilly
Talvergasse 1/A – 39100 Bozen
T. 0471 978600 • www.alphabeta.it

Sandplatz 2 - Meran
T. 0473 210650 • www.alphabeta.it

Azb by Coperform
Domplatz 3 – Bozen
T. 0471 970954• www.cooperform.it

CLS
Romstraße 9/B - Bozen
T. 0471 288003 • www.cls-bz.it

Centro Studi e Ricerche “A. Palladio”
Florenzstraße 51 - Bozen
T. 0471 933108 • www.upad.it/palladio


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Permesso? Preparazione al test per immigrati

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Transkription der Dialoge

 

 

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Didaktische Materialien


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Nützliche LINKS zum Lehren und Lernen der italienischen Sprache für MigrantInnen:

Andere Vorschläge: www.provincia.bz.it/cultura/lingue/789.asp

 


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On-line Kurse:

http://www.educational.rai.it/ioparloitaliano/corso.htm

http://www.oneworlditaliano.com/italiano/corso-di-italiano.htm

 

Über die Italienischprüfung A2:

http://www.italiano.rai.it/articoli/test-ditaliano-per-stranieri-guida-pratica/21934/default.aspx


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Nützliche Informationen


(Seiten in italienischer Sprache)


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INTEGRATIONSPROJEKT FÜR FLÜCHTLINGE „Tornare protagonisti”

INTEGRATIONSPROJEKT FÜR FLÜCHTLINGE

„Tornare protagonisti”

AMT FÜR ZWEISRACHIGKEIT UND FREMDSPRACHEN
AMT FÜR WEITERBILDUNG DER ITALIENISCHEN KULTURABTEILUNG
ITALIENISCHE BERUFSBILDUNG
CLS – CONSORZIO LAVORATORI STUDENTI
TEATRO STABILE BOLZANO

Das am 14. November 2016 begonnene Projekt “Tornare protagonisti” ist in Zusammenarbeit mit dem Amt für Zweisprachigkeit und Fremdsprachen, dem Amt für Weiterbildung der italienischen Kulturabteilung, der Weiterbildungsorganisation „Consorzio Lavoratori Studenti“, dem „Teatro Stabile Bolzano“ und mit der Unterstützung der italienischen Berufsbildung entstanden.

Ziel ist es, anhand eines gemeinsamen Maßnahmenplanes die soziokulturelle Integration von Asyl suchenden Bürger/innen mit Migrationshintergrund in Südtirol zu unterstützten.

Die Initiative richtet sich an 18 Personen, zum Großteil Asylwerber, die gemeinsam mit der Caritas Bozen, in deren Haus Aaron sie untergebracht sind, ausgewählt werden.

Nicht wenige Asylsuchende verfügen über Berufsqualifikation und –erfahrung und inhaltsreiche schulische Vorbildung. Viel zu oft wird ihre kulturelle und berufliche Vergangenheit ausgelöscht und die Arbeitseingliederung erfolgt in Tätigkeiten, für die sie überqualifiziert sind. Dabei verliert die aufnehmende Gesellschaft einen Schatz an beruflicher Vielfalt. Das Projekt möchte diesen Personen mit einer breit gefächerten Ausbildung in fünf Modulen eine Chance bieten, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und sich selbstständig und positiv in die Gesellschaft einzubringen.

Das erste Modul besteht aus Berufsbildungskursen für Gastgewerbe, Reparatur- und häusliche Instandhaltungsarbeiten. Das zweite Modul konzentriert sich auf den sprachlichen Erwerb und das dritte auf politische Bildung. Im Rahmen des vierten Moduls erlernen die Teilnehmer/innen einen Lebenslauf zu schreiben und ein Bewerbungsgespräch abzulegen. Der Theater-Workshop im fünften Modul wird von Chiara Visca des „Teatro Stabile Bolzano“ geleitet.

Am Ende der Ausbildung werden vier Personen mit Unterstützung der italienischen Berufsbildung für ein bezahltes Praktikum ausgewählt.


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2014: Wege zur sozialen, sprachlichen und kulturellen Inklusion

Nach Angaben des Landesinstituts für Statistik sind am 31.12.2013 45.469 Ausländer aus 137 verschiedenen Nationen in Südtirol ansässig. Das entspricht einem Zuwachs von 6,9% im Vergleich zum Vorjahr. Bedingt wurde dies vor allem durch die Wanderungsbewegungen aus dem Ausland, aber auch durch die überdurchschnittlich hohe Geburtenrate und eine relativ geringe Sterberate der Ausländer.

Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 8,8 Ausländer je 100 Ansässige. Zwei Drittel der Ausländer sind Nicht-EU-Bürger.

Im Rahmen des letzten Herbst ins Leben gerufenen Projekts “Wege zur sozialen, sprachlichen und kulturellen Inklusion“ (vom Europäischen Integrationsfonds für Drittstaatenangehörige und Innenministerium finanziert) werden zahlreiche Bildungskurse für Migranten (Nicht-EU-Bürger) angeboten: 31 Italienischkurse (Stufe A1 und A2), 5 .Kurse zur Vorbereitung auf die Italienischprüfung A2, die Voraussetzung für die Erteilung einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung gemäß dem MD vom 4.6.2010 ist, 7 Deutschkurse (Stufe A1 und A2) und 7 Alphabetisierungskurse.

Ziel der Kurse ist die Entwicklung von Kompetenzen in den vier sprachlichen Modalitäten (Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben) durch eine Unterrichtsmethodik, die den kommunikativen Ansatz vorzieht.

Bei den vorgeschlagenen Bildungskursen handelt es sich um Sprach- und Bürgerkunde-Kurse, die eine linguistisch-kulturelle und soziale Inklusion der Migranten anstreben: das Sprachlernprogramm wird mit bürgerrechtlichen Elementen integriert, sowohl während der Unterrichtsstunden in der Klasse als auch durch Besuche von externen Strukturen (Meldeamt, Post, Sanitätssprengel, Beratungsstellen, Gemeinde, Bibliotheken, usw.)

Die kostenlosen Kurse finden dreimal pro Woche statt und, was die Veranstaltungszeit betrifft, sind auf den ganzen Tag verteilt, sodass sie auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind.

Die sprachlichen Niveaus und die Orte, an denen die Kurse im gesamten Landesgebiet stattfinden, werden im Einzelfall basierend auf den festgestellten Bedürfnissen festgelegt. Damit ein Kurs zustande kommt, müssen sich abgesehen von anderweitigen Regelungen für die Peripheriegebiete mindestens 12 Teilnehmer anmelden.

In diesem Projekt sind auch einige Kurse, mit einer Dauer von 20 Unterrichtsstunden, zur Vorbereitung auf die Italienischprüfung A2, die Voraussetzung für die Erteilung einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung gemäß dem MD vom 4.6.2010 ist, vorgesehen. In den Kursen wird spezifisches didaktisches Material (10 Simulationsübungen, ein CD mit Gesprächen für das Hörverstehen und die entsprechenden Lösungen) benutzt.

Aufgrund der positiven Erfahrung der vorigen Jahren mit den Italienischkursen für Mütter von Kindern einiger Grundschulen der Provinz, wird diese Erfahrung an andere Schulen erweitert, um den Müttern die Mindestkompetenzen zu verleihen, ihre Kinder bei ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihnen die Orientierung im Rahmen der schulischen Organisation und Verwaltung zu erleichtern. Die gewählten Schulen sind die Schulsprengel Bozen IV Oberau, Unterland und Sterzing. Die Sprachenagentur, die den Kurs abhält, ist das CLS aus Bozen.

Aufgrund der bei den vorhergehenden Kursen aufgetretenen Bedürfnisse wird ein Baby-Sitter-Dienst eingerichtet, um auch den Eltern mit Kleinkindern die Teilnahme zu ermöglichen.

Das Multisprachzentrum in Bozen und die Sprachenmediathek in Meran bieten Materialien zur Selbsterlernung von Sprachen (multimediale Ressourcen, DVD, interaktive und didaktische Materialien) sowie Individuelle Betreuung und Unterstützung beim selbständigen Erlernen.

Ein weiteres Projektziel ist es, dem Unterrichtspersonal eine angemessene berufliche Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf die Phänomene der Mehrsprachigkeit und Transnationalität zu bieten: eine unabdingbare Voraussetzung, um auf kompetente Art und Weise Kurse für diese spezifische Zielgruppe abzuhalten. Es sind vier theoretisch-praktische Treffen zu je 8 Stunden vorgesehen (zwei zu Gunsten von Lehrern für Italienisch L2 und zwei zu Gunsten von Lehrern für Deutsch L2). Jedes Treffen sieht einen theoretischen Teil, eine gemeinsame Diskussion und einen praktischen Arbeitsteil vor (praktische Arbeit: Beobachtung, Analyse und Materialaufbau).

Abschließend werden Fachleute eine qualitative Bewertung der von den Agenturen angebotenen sprachlichen Weiterbildungstätigkeiten vornehmen, und zwar durch Inspektions- und Beobachtungsbesuche in der Klasse. Somit wird der Verwaltung und den bewerteten Personen ein Feedback geliefert, es werden die Stärken und Schwächen der Initiative hervorgehoben und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

Infos:
Michela Benvenuti
Tel. 0471 411275
Fax 0471 411279
E-Mail: michela.benvenuti@provincia.bz.it

Fernsehsendung RAI "Autonome Provinz Bozen - Sprachkurse für MigrantInnen"
Wir bedanken uns bei RAI - Sitz von Bozen für die kostenlose Übertragung der Videodokumentation.


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2013: Entwicklung von Maßnahmen sozio-linguistisch-kultureller Inklusion

2013: Entwicklung von Maßnahmen sozio-linguistisch-kultureller Inklusion

Nach Angaben des Landesinstituts für Statistik sind am 31.12.2012 42.522 Ausländer aus 136 verschiedenen Nationen in Südtirol ansässig. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung ist im Laufe des Jahres 2012 von 7,9% auf 8,3% angestiegen. Ungefähr 68% der Ausländer sind Nicht-EU-Bürger.

Im Rahmen des letzten Herbst ins Leben gerufenen Projekts "Entwicklung von Maßnahmen sozio-linguistisch-kultureller Inklusion" (vom Europäischen Integrationsfonds für Drittstaatenangehörige und Innenministerium finanziert) werden zahlreiche Bildungskurse für Migranten angeboten.

Der ins Auge gefasste Weiterbildungsbedarf hat die Verwirklichung von 45 Italienischkursen (Niveaus A1 und A2), 9 Deutschkursen (Niveaus A1 und A2) und 7 Alphabetisierungskursen für Nicht-EU-Bürger vorgesehen, welche durch Inspektions- und Beobachtungsbesuche in der Klasse einer qualitativen Bewertung unterstellt wurden, damit die Qualität der didaktischen Tätigkeit immer besser wird.

Die kostenlosen Kurse fanden dreimal pro Woche statt und, was die Veranstaltungszeit betrifft, waren auf den ganzen Tag verteilt, sodass sie auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt wurden.

.Die sprachlichen Niveaus und die Orte, an denen die Kurse im gesamten Landesgebiet stattfanden, wurden im Einzelfall basierend auf den festgestellten Bedürfnissen festgelegt. Damit ein Kurs zustande kam, mussten sich abgesehen von anderweitigen Regelungen für die Peripheriegebiete mindestens 12 Teilnehmer anmelden.

Für jeden Italienischkurs (mit einer Dauer von je 40 Unterrichtsstunden) und jeden Deutschkurs (mit einer Dauer von je 40 Unterrichtsstunden) sind 2 flexible Unterrichtseinheiten vorgesehen worden (z.B. zur Vorbereitung auf die Italienischprüfung A2, zur Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen für die Anmeldung zu den Prüfungen, zur Beratung in bürgerrechtlichen Fragen usw.).

Ziel war die Entwicklung von Kompetenzen in den vier sprachlichen Modalitäten (Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben) durch eine Unterrichtsmethodik, die den kommunikativen Ansatz vorzieht. Das Sprachlernprogramm wurde durch sozio-pädagogische Maßnahmen unterstützt, die darauf ausgerichtet waren, die Orientierung innerhalb der örtlichen Realität zu fördern und zu erleichtern und die sprachliche Immersion in einen authentischen Lebenskontext vor Ort zu ermöglichen.

Aufgrund der positiven Erfahrung des vorigen Jahres mit dem Italienischkurs für Mütter von Kindern, die Grundschule in Salurn besucht haben, wurde diese Erfahrung an andere Schulen erweitert, um den Müttern die Mindestkompetenzen zu verleihen, ihre Kinder bei ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihnen die Orientierung im Rahmen der schulischen Organisation und Verwaltung zu erleichtern. Die gewählten Schulen waren die Schulsprengel Unterland und Sterzing. Die Sprachenagentur, die den Kurs abhält, war CLS aus Bozen.

Aufgrund der bei den vorhergehenden Kursen aufgetretenen Bedürfnisse wurde ein Baby-Sitter-Dienst eingerichtet, um auch den Eltern mit Kleinkindern die Teilnahme zu ermöglichen.

Das Multisprachzentrum in Bozen und die Sprachenmediathek in Meran bieten Materialien zur Selbsterlernung von Sprachen (multimediale Ressourcen, DVD, interaktive und didaktische Materialien) sowie Individuelle Betreuung und Unterstützung beim selbständigen Erlernen.

Zudem ist auch spezifisches didaktisches Material für Migranten sowie Lehrer der Sprachkurse zur Vorbereitung auf die Italienischprüfung A2 erstellt worden, die Voraussetzung für die Erteilung einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung gemäß dem MD vom 4.6.2010 ist: 10 Simulationsübungen, ein CD mit Gesprächen für das Hörverstehen und die entsprechenden Lösungen. Die Abschrift der Gespräche können hier heruntergeladen werden.

Zuletzt wurde auch eine Machbarkeitsstudie zur Erstellung vom didaktischen bürgerrechtlichen Material erstellt, das die Besonderheit des Landesgebiets in Betracht zog (z.B. Anwesenheit drei Volksgruppen, Schulsystem, usw.).

Ein weiteres Projektziel war es, dem Unterrichtspersonal eine angemessene berufliche Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf die Phänomene der Mehrsprachigkeit und Transnationalität zu bieten: eine unabdingbare Voraussetzung, um auf kompetente Art und Weise Kurse für diese spezifische Zielgruppe abzuhalten. Vier theoretisch-praktische Treffen zu je 8 Stunden haben stattgefunden (drei zu Gunsten von Lehrern für Italienisch L2 und ein zu Gunsten von Lehrern für Deutsch L2). Jedes Treffen hat einen theoretischen Teil, eine gemeinsame Diskussion und einen praktischen Arbeitsteil vorgesehen (praktische Arbeit: Beobachtung, Analyse und Materialaufbau).

INFOS: Michela Benvenuti tel. 0471 411275 – fax 0471 411279

e.mail:  michela.benvenuti@provincia.bz.it


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PROJEKT FEI 2011-2012: Start der Entwicklung eines Modells mit Maßnahmen sozio-linguistisch-kultureller Inklusion

.In Italien ist der Ausländeranteil in den letzten zehn Jahren stärker angestiegen als in den übrigen EU-Staaten; in Südtirol hat er sich mehr als verdoppelt.

Das Bildungsniveau der ausländischen Bevölkerung entspricht jedoch häufig nicht ihrer beruflichen Einstufung. Der Hauptgrund für die niedrigere Einstufung sind vor allem mangelhafte Sprachkenntnisse.

Weit verbreitet ist der Wunsch nach Weiterbildung, insbesondere nach verschiedenen Sprachkursen (Deutsch- und Italienischkursen): die Kenntnis der in der Provinz gesprochenen Sprachen sowie eine geeignete Weiter-und Berufsbildung sind notwendige Anforderungen, um in die Berufswelt einzutreten, die eigenen Rechte und Pflichte auszuüben und sich deswegen in dem Gebiet zu integrieren.

Das letzten Herbst ins Leben gerufene Projekt “Start der Entwicklung eines Modells mit Maßnahmen sozio-linguistisch-kultureller Inklusion“ (vom Europäischen Integrationsfonds für Drittstaatenangehörige und Innenministerium finanziert), möchte den Bedarf an sprachlicher und bürgerrechtlicher Weiterbildung für Migranten durch das Anbieten von Italienisch-, Deutsch- und Alphabetisierungskursen befriedigen.

Der ins Auge gefasste Weiterbildungsbedarf sieht die Verwirklichung von 37 Italienischkursen (Niveaus A1 und A2), 8 Deutschkursen (Niveaus A1 und A2) und 5 Alphabetisierungskursen für Nicht-EU-Bürger vor. Ziel ist die Entwicklung von Kompetenzen in den vier sprachlichen Modalitäten (Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben) durch eine Unterrichtsmethodik, die den kommunikativen Ansatz vorzieht. Das Sprachlernprogramm wird durch sozio-pädagogische Maßnahmen unterstützt, die darauf ausgerichtet sind, die Orientierung innerhalb der örtlichen Realität zu fördern und zu erleichtern und die sprachliche Immersion in einen authentischen Lebenskontext vor Ort zu ermöglichen. Das Museum für zeitgenössische Kunst „Museion“ arbeitet bei diesem Projekt mit und organisiert über die Kunst Sprachlernsituationen, durch die der Zugang zu Kultur- und Begegnungsstätten der örtlichen Bevölkerung begünstigt werden soll (4stündige Sprachenworkshops).

Aufgrund der bei den vorhergehenden Kursen aufgetretenen Bedürfnisse wird ein Baby-Sitter-Dienst eingerichtet, um auch den Eltern mit Kleinkindern die Teilnahme zu ermöglichen.

Das Projekt sieht auch zwei Pilotinitiativen vor:

Eine betrifft die sprachliche Ausbildung von Müttern mit Kindern, die den Kindergarten bzw. die Grundschule besuchen, um ihnen die Mindestkompetenzen zu verleihen, ihre Kinder bei ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihnen die Orientierung im Rahmen der schulischen Organisation und Verwaltung zu erleichtern. Die gewählte Schule ist der Schulsprengel Unterland. Die Sprachenagentur, die den Kurs abhält, ist das CLS aus Bozen .

Die zweite Initiative betrifft einen Italienischkurs (Niveau A2) mit der Möglichkeit des „blended learning“ für Personen mit EDV-Grundkenntnissen, mit ausreichender Schulung und mit der Neigung zum selbstständigen Lernen, die aufgrund der Entfernung, Arbeitstätigkeit, Uhrzeit o.Ä. nicht in der Lage sind, einen Standardkurs zu besuchen. Es ist die Anwesenheit der Kursteilnehmer in der Klasse für eine Mindestanzahl von 20 Stunden vorgesehen und die Abwicklung selbstständiger Online-Phasen nach Einführung durch einen Tutor. Die Agentur, die den Kurs veranstaltet und abhält, ist das Learning Center aus Bozen.

Ein weiteres Projektziel ist es, dem Unterrichtspersonal eine angemessene berufliche Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf die Phänomene der Mehrsprachigkeit und Transnationalität zu bieten: eine unabdingbare Voraussetzung, um auf kompetente Art und Weise Kurse für diese spezifische Zielgruppe abzuhalten. Es sind fünf theoretisch-praktische Treffen zu je 8 Stunden vorgesehen (drei zu Gunsten von Lehrern für Italienisch L2 und zwei zu Gunsten von Lehrern für Deutsch L2). Jedes Treffen sieht einen theoretischen Teil, eine gemeinsame Diskussion und einen praktischen Arbeitsteil vor (praktische Arbeit: Beobachtung, Analyse und Materialaufbau).

Abschließend werden Fachleute eine qualitative Bewertung der von den Agenturen angebotenen sprachlichen Weiterbildungstätigkeiten vornehmen, und zwar durch Inspektions- und Beobachtungsbesuche in der Klasse. Somit wird der Verwaltung und den bewerteten Personen ein Feedback geliefert, es werden die Stärken und Schwächen der Initiative hervorgehoben und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

INFOS: Michela Benvenuti tel. 0471 411275 – fax 0471 411279
e.mail: michela.benvenuti@provincia.bz.it

 


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PROJEKT FEI 2010-2011

Projekt für ein Netzwerk von Einrichtungen im Bereich Zweitsprache und Bürgerkunde für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund.

Das ständige Anwachsen der Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund und permanentem Aufenthaltsstatus in Italien hat es notwendig gemacht, Initiativen zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung und des gegenseitigen Respekts der unterschiedlichen kulturellen Identitäten durchzuführen. Das nationale Einwanderungsgesetz verfolgt das Ziel, das Miteinander der italienischen Bürgerinnen und Bürger und solcher mit Migrationshintergrund, die sich legal auf dem Staatsgebiet aufhalten, zu fördern.

Der Staat, die Regionen, Provinzen und Gemeinden sind dazu aufgerufen, im Rahmen der eigenen Kompetenzen jegliche Informationen zu verbreiten, welche die positive Eingliederung der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger begünstigen, sowie die verschiedenen Freizeitaktivitäten und kulturellen, sozialen, ökonomischen und religiösen Ausdrucksformen wert zu schätzen.

Die Präsenz der neuen Bürgerinnen und Bürger innerhalb Südtirols Realität ist von verschiedensten Akteuren begleitet worden; diese Akteure haben unterschiedliche Strategien genutzt, um eine Eingliederungspolitik zu prägen, welche zu einer Entwicklung und Weiterentwicklung der Kenntnis und der Beziehungen zwischen einheimischer und ausländischer Bevölkerung beiträgt.

Inspiriert von den Gleichheitsprinzipien und den Grundsätzen der Religionsfreiheit, wie sie in der Italienischen Verfassung festgeschrieben sind, hat die Autonome Provinz Bozen mit Landesgesetz Nr. 12 vom 28. Oktober 2011 die gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung der kulturellen, religiösen und sprachlichen Identitäten begünstigend unterstützt. Zusätzlich zur Förderung der Teilhabe am lokalen sozialen Leben von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund begünstigt das Land auch und vor allem die Vermittlung und Kenntnis der offiziellen Landessprachen Südtirols. Mit dem Ziel, die vom Staat vorgesehenen Maßnahmen zu koordinieren, wurde innerhalb der Abteilung Arbeit die Koordinierungsstelle für Einwanderung errichtet. Innerhalb des genannten Dienstes ist im Jahre 2011 das „Netzwerk der Referenten für Immigration und Integration“ der verschiedenen Abteilungen des Landes eingerichtet worden mit der Hauptaufgabe, den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen beteiligten Institutionen zu fördern und die unterschiedlichen Maßnahmen zu koordinieren mit dem Ziel, Strategien für die Integration zu entwickeln.

In diesem Rahmen kommt dem Sprachen- und Fremdsprachenunterricht eine grundlegende Bedeutung zu, nicht nur aufgrund der historischen Bedingungen Südtirols, welche vor allem durch einen konsolidierten linguistischen Pluralismus und durch die Existenz verschiedenster Einrichtungen, welche auf Sprachenunterricht spezialisiert sind, gekennzeichnet ist. Durch die Finanzierung seitens des Europäischen Integrationsfonds für Drittstaatenangehörige, welcher von der Europäischen Union im Jahre 2007 eingerichtet worden ist, und auf der Grundlage der Prioritäten der Europäischen Kommission für das Jahr 2010/2011, haben die beiden Kulturabteilungen des Landes ein Projekt durchgeführt, welches den Aufbau eines Netzwerkes von verschiedenen Anbietern von Kursen im Bereich der Zweitsprache und Bürgerkunde für Einwanderer in der Provinz Bozen zum Inhalt hat.

Zielsetzungen des Projektes und entsprechende Maßnahmen sind:

  • die Untersuchung und Bestandsaufnahme des migrantenspezifischen Angebotes an Deutsch- und Italienischkursen sowie an politischer Bildung und Bürgerkunde. Südtirol wurde in drei Gebiete unterteilt, die jeweils von einer Erheberin/einem Erheber untersucht wurden: Paolo Attanasio (Süden), Matthias Oberbacher (Nordosten) und Martina Zambelli (Westen). Die Studie wurde zwischen November 2011 und März 2012 durchgeführt, wobei die Ergebnisse sich hauptsächlich auf das Schuljahr 2010/11 beziehen. Ziel war es, Stärken und Schwächen im landesweiten Angebot zu durchleuchten und den Anbietern sowie den betroffenen öffentlichen Einrichtungen konkrete Anhaltspunkte für gezielte Strategien und Maßnahmen zu liefern. Darüber hinaus wurde ein Faltblatt mit Informationen über Anbieter und Anlaufstellen erstellt, welches an alle betroffenen Akteure verteilt wurde.

  • die Sprachförderung mittels Finanzierung eigener Deutsch-, Italienisch- und Alphabetisierungs­kurse für Migrantinnen und Migranten.

  • die Überprüfung der Angebotsqualität durch Hospitation in den einzelnen Kursen. Frau Irene Cennamo wurde beauftragt, die Lehrpersonen der Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten zu inter­viewen, methodisch-didaktische Beurteilungen im Zuge der Hospitationen anzustellen, den Lehrpersonen ein sofortiges Feedback zu geben und einen Endbericht mit beobachteten Stärken und Schwächen zu liefern.

  • die Lehrerfortbildung. Der Umgang mit stark heterogenen Teilnehmergruppen stellt die Lehrkräfte von Deutsch-, Italienisch- und Alphabetisierungskursen vor ständig neue Herausforderungen (Entwicklung neuer Lehrmethoden, Berücksichtung des kulturellen Hintergrundes der Lernenden usw.). Aus diesem Grund wurden durch externe Fortbildnerinnen und Fortbildner zwei eintägige Workshops (deutsch und italienisch) für Sprachlehrende in der Erwachsenenbildung organisiert.

Dieses Projekt ist also darauf ausgerichtet, die operativen Aspekte und die konkrete Auswirkung des landesweiten Angebotes von Deutsch-, Italienisch- und Alphabetisierungskursen auf die erwachsene Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu erfassen. Das Panorama, welches durch diese Initiative geschaffen wird, ist bestärkend, und zwar einerseits im Hinblick auf die Verfügbarkeit einzelner Fachleute in diesem Bereich, andererseits im Hinblick auf das Wissen um die Bedeutung der Sprachenlehre, eine notwendige Grundlage für die Eingliederung der neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Realität des Landes Südtirol.

Das Projekt wird koordiniert vom Amt für Zweisprachigkeit und Fremdsprachen:

Referentin: Michela Benvenuti tel. 0471 411275 - fax 0471 411279  e.mail: michela.benvenuti@provincia.bz.it


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