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Abgeschlossene Projekte

Büchermärz

Der Büchermärz – ein großer Erfolg


Der Aufruf zum Vorlesen durch die Aktion Büchermärz war ein Riesenerfolg. Mehr als 400 Veranstaltungen haben in der Zeit vom 1. bis 31. März 2013 in ganz Südtirol stattgefunden.BüchermärzDabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schon die Orte, an denen Vorlese-Aktionen stattgefunden haben, waren sehr originell: in der Churburg und in Schloss Pienzenau, in einem Kloster, in einem Forstgarten, im ganzen Dorf, in der Kinderstation eines Krankenhauses, an den Dorfbrunnen und auf den Parkbänken, in Museen, Altersheimen und Buchhandlungen und nicht zuletzt in Bibliotheken, Schulen, Kindergärten und Eltern-Kind-Zentren in ganz Südtirol. Auch inhaltlich gab es eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht: es gab Lesefrühstücke und Lesematinees, Lesecafés, kulinarische Lesereisen, Lesenächte, Lesekinos und Lesetheater, Vorlesekränzchen, einen Büchermarathon, mehrere Bücherralleys und eine bärige Lesewanderung. Schülerinnen und Schüler, haben ihre kreativ gestalteten Schriftstücke vorgelesen und an Passanten verschenkt, außerdem gab es eine For-Boys-Only!-Veranstaltung und Gitschngschichtn im März. Neben Autorinnen und Autoren, professionellen Vorleserinnen und Vorlesern, Mamis, Papis, Omas und Opas haben auch Bürgermeister und Väter vorgelesen und VIPs wie Denise Karbon und Norbert Rier.

Die Organisatoren des Büchermärz – das Amt für Bibliotheken & Lesen in der Abteilung deutsche Kultur, der Bereich Innovation und Beratung im Bildungsressort, das Jukibuz im Südtiroler Kulturinstitut und die Drehscheibe – Arbeitskreis für Kinder- und Jugendliteratur – freuen sich über die große Beteiligung. Mit dieser Aktion ist es gelungen, das Vorlesen neu zu beleben, viel Aufmerksamkeit darauf zu lenken und zu veranschaulichen, dass Vorlesen und die Beschäftigung mit Büchern für alle Bevölkerungsschichten von großer Bedeutung ist.

Der Büchermärz fand im Rahmen des Vorlesejahres Reading Aloud - Reading Together 2013 statt, das das europäische Netzwerk EU READ ins Leben gerufen hat. Siehe http://www.euread.com/about/


Ihre Ansprechperson

Dr. Helga Hofmann, Tel. 0471 413322, E-Mail helga.hofmann@provinz.bz.it 
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Read & Win

Read & Win! – Gesamttiroler Jugendlesewettbewerb 2011.

 

Den Kreativpreis des diesjährigen Jugendlesewettbewerbs Read & Win! hat die 19-jährige Sandra Sordini aus Gossensaß, Studentin der Freien Universität Bozen, gewonnen.
.v.l.: Helga Hofmann, Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, Sandra Sordini, Volker Klotz.

.Für die Gestaltung ihres alternativen Covers zum Buch Nach dem Unglück schwang ich mich auf, breitete meine Flügel aus und flog davon der amerikanischen Autorin Joyce Carol Oates erhält Sandra Sordini den Kreativpreis, ein iPad2. Aus etwas mehr als 100 Einsendungen hat eine Fachjury gemeinsam mit dem Meraner Künstler Ulrich Egger das Siegerbild ausgewählt, mit folgender Begründung: „Die Gestaltung des Covers ist sehr stilvoll und der Preisträgerin ist es gelungen viele Inhalte des Buches aussagekräftig in das Bild einzubringen“.

Zudem sind aus über 300 Jugendlichen, die alle Voraussetzungen für die Verlosung erfüllt haben, 50 Sachpreise gezogen worden:

Hier finden Sie den Link zur Webseite www.readandwin.info .


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Fortbildungsreihe „Vorlesen, Lesen & Mehr“ 2012

 

Eine Fortbildungsreihe in drei Blöcken zum Vorlesen, Lesen, Hören, Sehen und Staunen mit Kindern und Jugendlichen.

1. Block: Vor-Lesen von Anfang an

Kinder für Bücher zu begeistern und schöne Lesemomente zu gestalten, sowohl zu Hause wie auch in Bibliotheken, Kindertagesstätten und Kindergärten, ist das Ziel der Veranstaltungsreihe Vorlesen, Lesen & mehr, die die Abteilung Deutsche Kultur gemeinsam mit dem Haus der Familie in Lichtenstern ins Leben gerufen hat.

Was kann man sich unter Leseanimation vorstellen, haben sich die zahlreichen Teilnehmerinnen dieser Veranstaltungsreihe gefragt. Susi Fux, Leseanimatorin aus der Schweiz, hat eine ganze Fülle von Ideen mitgebracht, von der Lesemaus, die in einem alten, zerlesenen Brockhaus wohnt, bis zur Frau Mond, die lauter Geschichten aus ihrem Bauch zaubert und mit Hilfe von Puppen lebendig werden lässt. Selda Marlin Soganci, Kinderbuchillustratorin, Grafikerin und Bühnenbildnerin aus Münster, hat viel von ihrer Arbeit am Zeichentisch erzählt und mit den Teilnehmerinnen ein Märchen-Memory gestaltet. Damit die Teilnehmerinnen aber auch mehr Sicherheit beim Vorlesen gewinnen, hat der Schauspieler und Stimmtrainer Thomas Lackner aus Innsbruck diesbezüglich fachliches Knowhow vermittelt und das Erlernen des professionellen Vorlesens ist auch nicht zu kurz gekommen.

.Leseanimatorin Susi Fux mit ihrem Puppenspiel

Mütter und Väter, die mit ihren Kindern regelmäßig Bilderbücher anschauen, wissen bereits, wie wichtig solche Momente sind. Mit Leseanimation kann man diese schönen Momente noch bereichern, die Begeisterung der Kinder für Bücher und Geschichten festigen und ganz nebenbei die Sprachentwicklung des Kindes fördern.

2. Block: Literatur für Kinder und Jugendliche

Jugendbuchhits, Bookcastings und Book Slams waren nur einige der Schlagwörter beim zweiten Block der Veranstaltungsreihe Vorlesen, Lesen & mehr! Im Mittelpunkt standen Methoden und Tricks, wie man Jugendlichen auf unterhaltsame und kurzweilige Art Bücher vorstellen kann. Frank Sommer aus Berlin ging es auch darum zu vermitteln, dass es unter den Jugendlichen verschiedene Leser-Typen gibt, die mitunter ganz gezielt für das Lesen geködert werden können. Mehrere Verlage haben Reihen im Programm, kurze, einfache Texte, mit einem Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite, um auch den Weniglesern und –leserinnen unter den Jugendlichen packende Texte zu bieten.

.Ein weiterer Schwerpunkt dieser Veranstaltungsreihe waren besonders empfehlenswerte und wertvolle Kinderbücher, Verfilmungen von Kinderbüchern und Bilderbuch-Apps – also Animationen von Bilderbüchern für Tablets, die von den beiden Wiener Experten Franz Lettner und Klaus Nowak präsentiert wurden.











Kinderlyrik stand im Mittelpunkt des Vorlesetrainings. Anhand von verschiedenen Gedichten haben die Teilnehmerinnen unterschiedliche Charakterstimmen erfunden und das Vortragen von Texten weiter verfeinert.

3. Block: Sachbücher für Kinder & Jugendliche

Wie erkenne ich ein gutes Sachbuch? war eine zentrale Frage bei der dritten und letzten Veranstaltung zur Fortbildungsreihe „Vorlesen, Lesen & mehr“. Die Expertin für Kinder – und Jugendsachbücher Renate Grubert aus München hat nicht nur die Frage nach dem guten Sachbuch beantwortet, sondern auch einen erkenntnisreichen Überblick und eine informative Analyse zum Sachbuchmarkt gegeben. Ergänzend dazu hat die renommierte deutsche Autorin Maja Nielsen gezeigt, wie ein Sachbuch entsteht. Ihr zur Seite war der in Bozen ansässige Bergsteiger und Alpinhistoriker Jochen Hemmleb; er stand Rede und Antwort zu allen Fachfragen zum Buch „Mount Everest – Spurensuche in eisigen Höhen“, das Maja Nielsen gemeinsam mit ihm geschrieben hat.

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Der rote Faden, der sich durch die gesamte Fortbildungsreihe gezogen hat, war die Schulung des Vorlesens gemeinsam mit dem Tiroler Schauspieler Thomas Lackner. Es ging dabei unter anderem um Tipps zur lebendigen Textgestaltung, zum Spiel mit dem Tempo und der Sprachmelodie.

Der Enthusiasmus der Teilnehmenden für die gesamte Fortbildungsreihe war groß. Höhepunkt bei den Abschlussfeierlichkeiten mit der Verleihung der Zertifikate waren die poetischen Leckerbissen, die Thomas Lackner präsentiert hat.


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Fortbildungsreihe „Vorlesen, Lesen & Mehr“ 2010

Wie man mit Kindern und Jugendlichen schöne Vorlesemomente gestalten kann, war das zentrale Anliegen der 4-teiligen Fortbildungsreihe für Erwachsene Vorlesen, Lesen & mehr, die im Zeitraum Jänner-September 2010 gemeinsam mit dem Haus der Familie in Lichtenstern/Ritten geplant und durchgeführt wurde.

1. Block

Die TeilnehmerInnen üben verschiedene Illustrationstechniken.Der erste Block hatte das Bilderbuch als Schwerpunkt. Die österreichische Illustratorin Renate Habinger bot Einblicke in ihr kreatives Schaffen und zeigte wie Bilder entstehen. Barbara Jakob, Mitarbeiterin am Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien, hat aufgezeigt, wie Sprach- und Leseentwicklung ablaufen und wie Bilderbücher in Bibliotheken und zu Hause sinnvoll eingesetzt werden können. Corah Bischoff, die Märchenerzählerin entführte die Teilnehmer/innen in zauberhafte Welten.


2. Block

Lesung mit Heinz JanischSchwerpunkt des zweiten Blockes war das Kinderbuch. Heidi, Pinocchio, Räuber Hotzenplotz, Max und Moritz, Hänsel und Gretel und viele andere unvergessene Figuren aus Kinderbüchern waren zu Besuch. Die Schauspielerin und Märchenerzählerin Silvia Freund aus Berlin hat die Teilnehmer/innen auf eine wundersame Reise in die Welt der Kinderbuchklassiker mitgenommen. Es ging aber nicht nur um Kinderbuchklassiker, Franz Lettner vom Institut für Jugendliteratur in Wien hat große Figuren, interessante Stoffe und schöne Motive in herausragenden Kinderbüchern vorgestellt. Die Literaturvermittlerin und Lyrikerin Sylvia Krupicka (Berlin) hat gezeigt, dass differenziertes Hören eine wichtige Voraussetzung für das Lesen ist, wie man das Hören schulen und mit Hörmedien unterschiedlichster Art arbeiten kann. Unter den Medien für Kinder hat der Kinderfilm ein noch eher stiefmütterliches Dasein. Viele interessante Details zu Filmanalyse und Umgang mit Filmen für Kinder bot die Leiterin des Internationalen Kinderfilmfestivals Steiermark, Ines Wagner. Die Krönung der Veranstaltung war aber der Auftritt des Wiener Bilderbuchautors und ORF-Mitarbeiters Heinz Janisch. In einer Lesung stellte er mehrere seiner preisgekrönten Bücher vor und in einem Lyrikworkshop zeigt er auf wie das Lesen und das Schreiben plötzlich zum gemeinsamen Abenteuer werden kann und gab Tipps, Tricks und Anregungen für einen lustvollen und kreativen Umgang mit Sprache.

3. Block

Jürg Schubiger mit TeilnehmerinnenDer 3. Block widmete sich dem Lesen mit Jugendlichen. Frank Sommer aus Berlin stellte auf spannende und unterhaltsame Weise Jugendbuchhits vor und legte sein Augenmerk besonders auf Literatur für Wenigleser. Die Südtiroler Oberschullehrerin Margot Schwienbacher entführte die Teilnehmer/innen in das Reich der Fantasy-Literatur und veranschaulichte, warum gerade diese bei Jugendlichen so beliebt ist. Einer ganz anderen Art von Literatur widmete sich der Comic-Autor Armin Barducci, der den Weg der Comics von der Idee bis zum/r Leser/in aufzeigte und einen Überblick über gängige Comics und Mangas gab. Einen besonderen Ohrenschmaus bot der bekannte und vielmals preisgekrönte Schweizer Autor Jürg Schubiger, der die Zuhörer/innen in einer Lesung durch seine Erzählungen und Gedichte begeisterte und in einem Werkstattgespräch über die Entstehung seiner Texte, sowie die Bedeutung von Sprache und Erzählkunst Auskunft gab.

Wie ein roter Faden zog sich auch diesmal das Vorlesetraining mit den beiden Referentinnen Donatella Gigli und Waltraud Staudacher durch die Veranstaltung.

4. Block

Der letzte der vier Blöcke war dem Thema „Sachbücher für Kinder und Jugendliche“ gewidmet. Barbara Smrzka, Mitarbeiterin des Büchereiverbands Österreich, hat sich damit beschäftigt, welche Chancen Sachbücher für Kinder und Jugendliche bieten und wie man interessant und vielseitig Wissenschaft vermitteln kann. Anhand von ausgewählten Materialien ist es möglich auch Nicht-Fachleuten schwierige Themen wie z. B. Nanotechnologie oder Stammzellenforschung schnell und verständlich näher zu bringen.

Brigitte Briese, Chefredakteurin der Zeitschrift „Bulletin Jugend & Literatur“, hat erläutert, was der Buchmarkt im Bereich Sachbücher für Kinder und Jugendliche bietet, wie man ein gutes Sachbuch erkennt und welche Kriterien dafür hilfreich sein können.

Gudrun Sulzenbacher erklärt die Herstellung eines SachbuchsDie Südtiroler Autorin Gudrun Sulzenbacher hat am Beispiel ihres Buches „Die Gletschermumie“ geschildert, welche Schritte nötig sind, um aus Gedanken Bücher zu machen bzw. wie heute ein Sachbuch entsteht. Zudem hat sie den TeilnehmerInnen gezeigt, wie sie auf einfache und wirkungsvolle Weise die Aufmerksamkeit junger Leserinnen und Leser fesseln können.


In feierlichem Rahmen wurde anschließend ein Rückblick gehalten. Donatella Gigli und Waltraud Staudacher – die beiden Vorlesetrainerinnen, die bei allen vier Einheiten mit den TeilnehmerInnen das Vorlesen geübt haben – haben abschließend noch Kostproben ihres Könnens geboten und Texte und Gedichte gekonnt vorgetragen.

Ihre Ansprechperson: Dr. Helga Hofmann, Tel. 0471 413322, E-Mail helga.hofmann@provinz.bz.it
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Lesefrühling

.Lesen und Sprache standen im Lesefrühling 2007 in ganz Südtirol im Mittelpunkt und wurden mit zahlreichen Aktionen umworben. Mit mehr als 600 Veranstaltungen im ganzen Land wurde in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Museen, in Jugendzentren und Seniorentreffs, auf Dorfplätzen oder auf Lesefesten das Lesen in seinen unterschiedlichsten Facetten zelebriert..

Planungsgruppe des Lesefrühlings
Elfi Fritsche, Elisabeth Nitz (Pädagogisches Institut), Margot Schwienbacher, Ruth Schmidhammer (Drehscheibe), Helga Mock (Amt für Jugendarbeit), Helga Hofmann (Amt für Bibliotheken & Lesen), Maria Theresia Rössler (JuKiBuZ), Volker Klotz (Amt für Bibliotheken & Lesen), Lucia Piva, Patrizia Caleffi, Alessandra Sorsoli (Ufficio educazione permanente, biblioteche e audiovisivi). Ausgerichtet wurde der Lesefrühling vom Leseforum Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugendarbeit und den Kolleginnen des Ufficio educazione permanente, biblioteche e audiovisivi.

Leseräume-Wörterträume
Mit über 600 Veranstaltungen wurden im Südtiroler Lesefrühling viele Menschen im ganzen Land zum Lesen verlockt. Anschaulich und sinnlich stellt das reich illustrierte Buch „Leseräume-Wörterträume" die Highlights dieser großen Aktion vor. Mit einer bunten Fülle von Anregungen und praktischen Handlungsanleitungen für eine zeitgemäße Leseförderung ist diese Dokumentation eine wahre Fundgrube für all jene, die sich mit dem Lesen beschäftigen. Die Publikation des Pädagogischen Instituts und des Amtes für Bibliotheken und Lesen ist beim Folio Verlag erschienen.
.Leseräume - Wörterträume: Der Südtiroler Lesefrühling

Hrsg. von Elfi Fritsche, Helga Hofmann, Elisabeth Nitz, Maria Theresia Rössler. Bozen, 2008. Erhältlich im Buchhandel (Inland: 18,50 €; Ausland: 19,50 €)
Rezension aus den Bibliotheksnachrichten des Österreichischen Bibliothekswerks 2008/4:
Im Jänner 2007 konnte man seltsam gekleidete Männer durch die Bozener Fußgängerzone flanieren sehen. Mit dabei hatten sie ein Buch und es konnte schon passieren, dass sie sich, entweder auf der Straße liegend oder an eine Laterne gelehnt, in ihre Lektüre vertieften oder Blumen an die Passanten verteilten. - So der treffende Auftakt des „Südtiroler Lesefrühlings“, ein Projekt, das im Frühjahr 2007 mit großem Erfolg durchgeführt wurde und ganz unter dem Motto „Leseräume - Wörterträume“ stand. Ein Projekt, in dem die Freude am Lesen ihren Ausdruck fand. Getragen und vorbereitet wurde die Initiative vom Deutschen Pädagogischen Institut, dem Amt für Bibliotheken und Lesen in der Kulturabteilung des Landes und dem Kinder- und Jugendbuchzentrum im Südtiroler Kulturinstitut. In einer ersten Publikation präsentierte Ruth Oberrauch 125 Ideen zur Leseförderung, die - so der gleichnamige Titel - „Appetit auf Lesen“ machen sollten. In Form einer Speisekarte werden unter den „Aperitifs“ kurze Impulse aufgelistet, unter den „Vorspeisen“ finden sich Vorschläge für schnell und einfach durchführbare Veranstaltungen. Wer sich Größeres zutraut, kann unter den „Hauptspeisen“, „Leckerbissen“ und „Desserts“ besondere Köstlichkeiten wie z.B. Literaturmenüs, Sagenwanderungen, Lesebäume und Hörclubs für sich entdecken. Wie groß der Lesehunger und wie kreativ die Umsetzung der Projektideen in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Jugendzentren etc. war, zeigt die nun vorliegende Dokumentation: Insgesamt fanden in der Zeit vom 1. Februar bis 31. Mai an die 600 Veranstaltungen statt. Einen kleinen Auszug daraus präsentiert dieser ansprechend gestaltete, mit zahlreichen Bildern versehene Band, der eine Fundgrube für die eigene Veranstaltungsarbeit ist. Die informativen, angenehm zu lesenden Beiträge enthalten eine Fülle an Anregungen für kreative Leseförderungsprojekte und liefern praktische Handlungsanleitungen. So liest man beispielsweise von Bilderbuchwerkstätten mit Fantasiereisen, von selbst gebastelten Bilderbüchern und imposanten Bücherskulpturen, von Ausflügen in geheimnisvolle Märchenwelten, von Lesepatenschaften oder von der Bücherraupe Leselotte und ihrer Reise durch Schulklassen und Kindergärten. Gut verstaut in den Büchertaschen der Raupe finden die Kinder unterschiedlichsten Lesestoff und machen für Leselotte ein eigenes, gemütliches Lese-Plätzchen zurecht. Solche und viele andere spannende (Begegnungs-) Räume für Lesen und Bücher tun sich beim Schmökern in diesem umfangreichen Band auf (Cornelia Gstöttinger).

Der Lesefrühling wurde von mehreren Einrichtungen getragen:, Amt für Bibliotheken und Lesen der deutschen Kulturabteilung, Amt für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien der italienischen KulturabteilungPädagogisches Institut für die deutsche Sprachgruppe, Drehscheibe - Arbeitskreis für Kinder- und Jugendliteratur, Jukibuz im Südtiroler Kulturinstitut, Amt für Jugendarbeit

Ihre Ansprechperson: Dr. Helga Hofmann, Tel. 0471 413322, E-Mail helga.hofmann@provinz.bz.it
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Tiroler Literaturwoche an Südtirols Oberschulen

56 Lesungen von Nord- und Südtiroler Autorinnen und Autoren

Das Amt für Bibliotheken und Lesen hat anlässlich des „Lesefrühlings 07“ zusätzlich zu den bewährten Autorenwochen für Kinder und Jugendliche eine „Tiroler Literaturwoche“ organisiert. Die Adressaten waren in erster Linie die Klassen des Trienniums der Oberschulen, also die 16- bis 19-Jährigen, die bei den „traditionellen“ Autorenwochen häufig zu kurz kommen. Vom 28. bis 31. März 2007 lasen folgende acht Autoren und Autorinnen aus Nord- und Südtirol an Südtiroler Oberschulen:
Hans Augustin
Sabine Gruber
Alois Hotschnig
Walter Klier
Kurt Lanthaler
Sepp Mall
Irene Prugger
und Julia Rhomberg

Die Reaktionen waren sehr positiv. Fast alle Oberschulen beteiligten sich an der Autorenwoche. Knapp 1.700 Schülerinnen und Schüler konnten eine Autorenbegegnung mitverfolgen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Autorinnen und Autoren hautnah erleben und in den meisten Fällen entwickelten sich interessante und anregende Gespräche. Sabine Gruber beispielsweise berichtete über den Entstehungsprozess ihres neuen hoch gelobten Romans „Über Nacht“, Kurt Lanthaler über seinen neuen Roman „Das Delta“, der im September bei Haymon erscheinen wird. Walter Klier berichtete, wie er als „Luciana Glaser“ vor ein paar Jahren den Literaturbetrieb auf die Schippe genommen hat und Irene Prugger erzählte von ihrer Tätigkeit als Rezensentin und Werbetexterin. Mit Julia Rhomberg diskutierten die Jugendlichen über ihre Tätigkeit als Lyrikerin.
Besonders angetan waren die Autorinnen und Autoren von der guten Vorbereitung der Klassen, was in erster Linie dem Engagement der Lehrkräfte zu verdanken ist. Der Erfolg dieser Literaturwoche ermuntert uns, auch in Zukunft solche Autorenwochen zu organisieren und durchzuführen.

Ansprechperson: Dr. Markus Fritz, Tel. 0471 413324, E-Mail markus.fritz@provinz.bz.it

Hörspielwettbewerb

.Am JugendLiteraturWettbewerb zum Hörspiel haben rund 500 Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren teilgenommen und Hörspiele eingesandt. Eine Fachjury wählte die besten aus, und diese wurden im Mai im Rahmen einer Siegerehrung in Innsbruck ausgezeichnet. ORF und RAI Sender Bozen haben anschließend die drei Gewinner-Hörspiele (zwei aus Südtirol, eines aus Tirol) professionell umgesetzt. Die Sieger-Hörspiele des JugendLiteraturWettbewerbes 2005/2006 wurden am 14. Dezember 2006 um 20.15 Uhr im Hörfunk des RAI Senders Bozen uraufgeführt.


.Ergänzend ist eine Publikation mit den 19 besten Hörspielen erschienen:
Über beide Ohren - Jugendliche schreiben Hörspiele.
Der Schriftsteller Sepp Mall, selbst Jurymitglied, hat sie im Studienverlag herausgegeben.
ISBN 3-7082-3218-6, 132 Seiten, 9,90 €


. Siegerhörspiel Bundesland Tirol
Dinkelbrot mit Käse und Gurken
Esther Strauß
Siegerhörspiele Südtirol
Odysse der Namenlosen
Manuel Troger, Anna Oberrauch, Katharina Obwexer, Carmen Holzmann
Ver(w)irrt
Lena Bragagna, Giovanna Maria Helmer, Lise Mayr, Anna Untertrifaller


Veranstalter: Amt für Bibliotheken und Lesen
Universitätsbibliothek Innsbruck

Ansprechperson: Dr. Helga Hofmann, Tel. 0471 413322, E-Mail helga.hofmann@provinz.bz.it
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Eine Mütze voll Zeit

„Eine Mütze voll Zeit“ zielt darauf ab, all jene, die ihr privates oder berufliches Interesse an Kinder- und Jugendliteratur ausbauen wollen, zu motivieren, das „Lesen mit Kindern“ eigenständig zu gestalten und besondere Lesestunden für Kinder anzubieten. Die TeilnehmerInnen erhalten einen Einblick in die Entwicklung und Trends der Kinder- und Jugendliteratur und lernen Qualitätsmerkmale sowie Auswahlkriterien für gute Bücher kennen.
Themen & Inhalte
Erstmals stattgefunden hat die Seminarreihe im Zeitraum zwischen 25. November 2005 - 26. Mai 2006, im Haus der Familie in Lichtenstern, Ritten in vier aufeinander aufbauenden Blöcken.
Ich lese! Warum?
Lesebiographie, Aspekte des Lesens, Lesetypen, Funktion und Bedeutung des Lesens; Entwicklung der Kinderliteratur am Beispiel des Bilderbuches; aus der Praxis: Sprechtraining und Bilderbuchwerkstatt
.Kinder- und Jugendliteratur: Was ist das?
Literatur  und Sachbücher für junge LeserInnen; Themen, Trends, Neuheiten und Entwicklungen im Kinder- und Jugendbuch sowie im Sachbuch; aus der Praxis: Sprechtraining und Sachbuchwerkstatt
Kinder brauchen Bücher! Welche?
Besondere Bücher für Kinder; Bedeutung von Kinderbüchern in der kulturellen und sozialen Entwicklung des Kindes; Rolle der Qualität, des künstlerischen Gehalts, der Kreativität. Leseratten – Lesemuffel. Aus der Praxis: Sprechtraining und Lesewerkstatt
Erzählen, Vorlesen, Lesen! Wie?
Geschichten erzählen, unterschiedliche Hilfsmittel und Umsetzungsformen; freies lebendiges Erzählen; Aussprache verbessern; aus der Praxis: Sicherheit im Präsentieren von Geschichten vor Kindern gewinnen und Erzählwerkstatt. Bei jedem Seminar wurde außerdem praxisorientiertes Sprechtraining angeboten.
Veranstalter: Amt für Bibliotheken und Lesen, Haus der Familie, Lichtenstern, JuKiBuZ im Südtiroler Kulturinstitut
ReferentInnen: Claus Claussen (Hofheim), Elfi Fritsche (Bozen), Renate Grubert (München), Martina Koler (Oberbozen), Susanne Koppe (Hamburg), Franz Lettner (Wien), Maria Riss (Aarau), Gudrun Sulzenbacher (Deutschnofen), Christl Widmann (Bozen).

Ihre Ansprechperson: Dr. Helga Hofmann, Tel. 0471 413322, E-Mail helga.hofmann@provinz.bz.it
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