Erinnerungskultur: Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht!

In Südtirol leben heute nur noch wenige Menschen, die die Optionszeit hautnah miterlebt haben und darüber berichten können. Solche Erinnerungen enthält die Podcast-Reihe zur Option, die von der neuen Kontaktstelle für Autonomiefragen „Autonomy Experience“, den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck produziert und im November vorgestellt wurde. Nun planen die Expertinnen und Experten eine BürgerInnenforschungsinitiative, mit der Interessierte die Forschung unterstützen und einen Beitrag zur Südtiroler Erinnerungskultur leisten können.

In Zusammenarbeit zwischen der Kontaktstelle für Autonomiefragen "Autonomy Experience", dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und dem Amt für Film und Medien der Autonomen Provinz Bozen entstand die Idee, Interessierte zu suchen, die die Erfahrungen aus der Options-, Kriegs- oder Nachkriegszeit von Bekannten oder Verwandten in Eigenregie aufzeichnen und so für die Nachwelt festhalten wollen.

Diese Interviews sind ein wertvolles Vermächtnis, das von "Autonomy Experience" und vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck für Forschungszwecke gesammelt und vom Amt für Medien und Film der Autonomen Provinz Bozen archiviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Die Teilnahme an der Initiative ist einfach: Interessierte können sich für ein Erstgespräch an die Kontaktstelle für Autonomiefragen "Autonomy Experience" wenden, wo sie auch wertvolle Tipps für die Aufzeichnungen erhalten. Für die Interviews reicht ein Mobiltelefon, bei Bedarf stellt das Amt für Film und Medien professionelle Aufnahmegeräte zur Verfügung.

Kontakt:

info@autonomyexperience.org, Tel. 0471-055771
medien@provinz.bz.it, Tel. 0471-412913 (Geräteverleih des Amtes für Film und Medien)

Hier finden Sie einen Interviewleitfaden, der Ihnen hilfreich sein kann. Falls Sie keine Fragen mehr zum Ablauf haben, können Sie das aufgenommene Audio-File auch direkt an die oben angeführte E-Mail-Adresse von „Autonomy Experience“ zusammen mit der unterschriebenen Einverständniserklärung des bzw. der Interviewten senden.