Kulturbeirat und Unterkommissionen

Qualifizierte Mitglieder für den Kulturbeirat gesucht – Aufruf zur Namhaftmachung

Der Kulturbeirat für die deutsche Sprachgruppe wird in den kommenden Wochen neu ernannt. Namhaftmachungen sind willkommen.

Der Kulturbeirat für die deutsche Sprachgruppe soll auch in der neuen Amtszeit wieder vielfältige kulturelle Fachkompetenz an einem Tisch vereinen. Daher werden die Beiratsmitglieder zum zweiten Mal über einen öffentlichen Aufruf ermittelt. Kulturlandesrat Philipp Achammer lädt interessierte Kulturfachleute ein, im Beirat mitzuarbeiten, um ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in den kulturpolitischen Diskurs einzubringen. Namhaftmachungen für den Beirat können bis zum 8. März 2019 an das Amt für Kultur gerichtet werden.  

Der Kulturbeirat für die deutsche Sprachgruppe berät die Landesregierung im Sinne des Landesgesetzes Nr. 9 aus dem Jahr 2017 in Fragen der Kulturpolitik und der Kulturförderung. Ernannt wird der Beirat mit Beschluss der Landesregierung für jeweils eine Legislaturperiode. In seinen Aufgabenbereich fällt es unter anderem, Konzepte, Vorschläge und Ideen zu erarbeiten, um bestmögliche Rahmenbedingungen für Kulturarbeit in Südtirol zu schaffen. "Im Kulturbeirat soll vorrangig die strategische Debatte über die Ausrichtung der Kulturpolitik geführt werden, der Beirat soll einen Entwicklungs- und Erneuerungsprozess anstoßen", so die Vorstellung von Landesrat Achammer.

Was die Schwerpunkte der Kulturpolitik in der laufenden Legislaturperiode angeht, so werden die künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen, der kulturelle Austausch zwischen den Sprachgruppen und den Ländern der Europaregion und die bewusste Förderung des kulturellen und künstlerischen Ausdrucks der jüngeren Generation im Vordergrund stehen. „Aber auch neue Kulturformate, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie innovative Formen der Finanzierung von Kulturveranstaltungen sollen in dieser Amtszeit zur Sprache kommen“ betont Landesrat Philipp Achammer.

Bei der Zusammensetzung des Beirates wird auf eine gleichberechtigte Vertretung aller Kunst- und Kultursparten gesetzt, wobei die junge Kulturszene und neue Kunstformen ebenso beachtet werden, wie die ausgewogene Vertretung der Geschlechter und der Generationen. Über diesen öffentlichen Aufruf sollen bis zu 15 Expertinnen und Experten aus allen Kunst- und Kultursparten ausfindig gemacht werden. Eine nachgewiesene Qualifikation, gute Kenntnis der Kulturszene Südtirols, breite Vernetzung mit Kulturträgern in- und außerhalb des Landes, Erfahrung im Kulturmanagement und in der Erarbeitung von Konzepten sowie Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz sind gewünscht. Der Kulturbeirat tagt vier- bis fünfmal jährlich in Bozen. Die Teilnahme wird gemäß den geltenden Landesbestimmungen vergütet.

Wer an einer Mitarbeit im Kulturbeirat interessiert ist oder ein Mitglied vorschlagen möchte, kann ein entsprechend begründetes Schreiben mit Lebenslauf bzw. einen Namensvorschlag bis 8. März 2019 an das Amt für Kultur, in der Bozner Andreas-Hofer-Straße 18 oder an kultur@provinz.bz.it senden.

Kulturbeirat für die deutsche Sprachgruppe

Das Landeskulturgesetz Nr. 9/2015 sieht für die kulturpolitische Ausrichtung jeder Sprachgruppe einen Kulturbeirat als beratendes Organ vor. Der Kulturbeirat gibt Gutachten für kulturelle und künstlerische Belange ab, die die jeweilige Sprachgruppe betreffen und die die Landesregierung fördert oder selbst durchführt. Er wird für die Dauer der Legislaturperiode ernannt.

Dem Kulturbeirat für die deutsche Sprachgruppe gehören das zuständige Mitglied der Landesregierung und 15 weitere Mitglieder an:

  1. Philipp Achammer, Vorsitz
  2. Toni Bernhart - Literatur
  3. Doris Brunner - Theater
  4. Erich Deltedesco - Gesang
  5. Josef Fauster - Musik
  6. Sabine Gamper - Bildende Kunst
  7. Eva Gratl - Bildende Kunst
  8. Klaus Peter Hartig - Literatur
  9. Georg Mühlberger - kulturelle Einrichtungen
  10. Günther Oberhollenzer - Bildende Kunst
  11. Klaus Runer - Theater und Tanz
  12. Florian von Ach - Volkskunde
  13. Helga von Aufschnaiter Straudi - Bildende Kunst
  14. Anton von Walther - Musik
  15. Kunigunde Weissenegger - kulturelle Veranstaltungen, junge Kulturszene
  16. Albert Willeit - Brauchtum, Volkskultur

      Unterkommissionen des deutschen Kulturbeirats

      Das Kulturfördergesetz sieht außerdem vor, dass sich der Kulturbeirat in Unterkommissionen gliedern kann. Um aus allen kulturellen Sparten Fachleute zur inhaltlichen Bewertung der Förderanträge einzubeziehen, wurden folgende Fachjurys ernannt:

      Unterkommission für den Sachbereich Bildende Kunst:
      Sabine Gamper, Eva Gratl, Andreas Hapkemeyer, Lisa Mazza, Ursula Schnitzer, Heinrich Schwazer

      Unterkommission für den Sachbereich Literatur:
      Johannes Andresen, Markus Fritz, Klaus Peter Hartig, Christine Johanna Riccabona

      Unterkommission für den Sachbereich Musik:
      Tobias Chizzali, Josef Fauster, Josef Feichter, Manuela Kerer, Tobias Planer, Anton von Walther

      Unterkommission für die Sachbereiche Theater und Tanz:
      Doris Brunner, Christian Mair, Sarah Merler, Margit Oberhammer, Michael Pichler, Elisabeth Thaler

      Unterkommission für den Sachbereich Volkskunde und Heimatpflege, Kulturhäuser und spartenübergreifende Tätigkeit:
      Hiltraud Neuhauser Erschbamer, Eduard Johann Schmieder, Armin Torggler, Christoph von Ach, Albert Willeit

          Unterkommission für Kulturförderung, die mehrere Sprachgruppen betrifft

          Zur Begutachtung kultureller und künstlerischer Tätigkeiten und Investitionen, die mehrere Sprachgruppen betreffen, sieht das Landeskulturgesetz Nr. 9/2015 eine weitere Unterkommission vor. Diese setzt sich aus Fachleuten oder Bediensteten zusammen, die von der Landesregierung auf Vorschlag der zuständigen Regierungsmitglieder ernannt werden.

          Für die Jahre 2017 und 2018 sind es folgende Personen:

          Mitglieder für die deutsche Sprachgruppe:
          Eva Gratl – Sachverständige
          Valeria Told – Sachverständige

          Mitglieder für die italienische Sprachgruppe:
          Marisa Giurdanella – Direktorin des Amtes für italienische Kultur
          Emanuele Masi – Sachverständiger

          Mitglieder für die ladinische Sprachgruppe:
          Eduard Demetz – Sachverständiger
          Alexander Piccolruaz – Bediensteter der Abteilung ladinische Schule und Kultur