Bildende Kunst

Österreichischer Graphikwettbewerb

Der 1. Österreichische Grafikwettbewerb fand 1952 im Tiroler Kunstpavillon in Innsbruck statt. Die Idee, einen Österreichischen Grafikwettbewerb ins Leben zu rufen, geht auf den aus Südtirol stammenden Künstler Paul Flora zurück. Der Graphikwettbewerb wird alle zwei Jahre von der Kulturabteilung des Landes Tirol über die Galerie im Taxispalais Innsbruck ausgeschrieben und dient dazu, junge Kunstschaffende zu fördern und ihr grafisches Schaffen auszuzeichnen. Jeder interessierte Kunstschaffende kann drei Werke einsenden, die von einer internationalen Jury bewertet werden. Außerdem kauft das Land Tirol einige Werke an.

Preisstifter der 36. Ausgabe 2019 sind mit der höchsten Dotierung das Land Tirol (5.500 €), gefolgt vom Land Südtirol (4.000 €) und der Landeshauptstadt Innsbruck (4.000 €). Mit abgestuft niedrigeren Summen sind die Bundeshauptstadt Wien und die Länder Nieder- und Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten und Burgenland vertreten. Dazu kommen der Preis des Georg und Alice Eisler–Fonds für bildende Künstler und Komponisten und mit der Raiffeisen-Landesbank Tirol ein Sponsor aus dem Bankenbereich.

Infos zur Ausgabe 2019 und Ausstellung unter: Taxispalais Kunsthalle Tirol(Externer Link).

Museion Prize

Im Jahr 2015 hat Museion einen neuen Kunstpreis ins Leben gerufen. Mit diesem, vom österreichischen Unternehmer Hans Peter Haselsteiner gestifteten Preis, setzt sich Museion gemeinsam mit dem Stifter zum Ziel, Künstlerinnen und Künstler unter 35 Jahren zu unterstützen, die bereits ein bemerkenswertes künstlerisches Curriculum vorweisen können. Museion nimmt hierbei eine wichtige Funktion im regionalen Umfeld wahr. Für den Preis werden nicht nur Kunstschaffende aus Italien (und im speziellen der Provinz Bozen) nominiert, sondern auch aus der Schweiz und Österreich.

Direktorinnen und Direktoren der AMACI-Museen (Vereinigung der Zeitgenössischen Kunstmuseen Italiens) und österreichischer und Schweizer Kunstinstitutionen haben jeweils eine Künstlerin oder einen Künstler unter 35 Jahren mit einem großformatigen Werk aus den letzten zwei Jahren vorschlagen. Anschließend hat eine Jury drei Finalisten ausgewählt, die 2016 in den Räumlichkeiten des Museion ihre Werke ausstellen. Unabhängig davon haben der künstlerische Leiter von ar/ge kunst (Bozen), sowie die Direktorinnen von KunstMeran/o Arte und Museion eine weitere Kunstposition nominiert.

Jury-Mitglieder:

  • Beatrix Ruf, Direktorin des Stedelijk Museum in Amsterdam,
  • Giovanni Carmine, Direktor der Kunsthalle Sankt Gallen,
  • Karola Kraus, Direktorin des Mumok Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien,
  • Diana Baldon, Direktorin der Malmö Konsthall

Im Zuge einer Ausstellung der ausgewählten Finalisten in den Räumlichkeiten des Museion hat die oben genannte Jury im Januar 2017 die Gewinner des Preises ermittelt. Der Sieger erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit wird in die Sammlung Museion aufgenommen. Das Preisgeld für den zweiten Platz beträgt 5.000 Euro.

Infos: museionprize.museion.it(Externer Link)

Transart-SKB-Museion Prize

Dies ist ein spartenübergreifender Wettbewerb des Festivals Transart, des Museion Bozen und des Südtiroler Künstlerbundes. Der Wettbewerb will das weite Spektrum zeitgenössischer künstlerischer Ausdrucksformen fördern: vom Klang zur visuellen Kunst, von der Performance zur Architektur bis hin zu allen anderen Ausdrucksformen, die in der heutigen Zeit zur Verfügung stehen.

Er richtet sich an Kunstschaffende der Bereiche Bildende Kunst, Musik, Tanz, Film, Theater und Architektur aus dem Trentino, Südtirol und Nordtirol, die zwischen 20 und 40 Jahre alt sind und zum Zeitpunkt der Einschreibung in der Region tätig sind. Die Initiative hat biennalen Charakter. Dem Erstplatzierten, der von einer Jury ermittelt wird, wird ein maximales Budget von 15.000 Euro zur Umsetzung des eingereichten Projekts zur Verfügung gestellt.

Das Werk wird im Rahmen des Festivals Transart präsentiert und in die Sammlung des Museion aufgenommen.

Die Formulare und die detaillierten Wettbewerbsbestimmungen können unter www.transart.it (Externer Link) heruntergeladen oder unter info@transart.it angefordert werden.

Paul-Flora-Preis

Der Preis wird in Erinnerung an den 2009 verstorbenen und aus Südtirol stammenden Künstler Paul Flora ab 2010 jährlich an einen jungen Kunstschaffenden unter 40 Jahren aus Tirol oder Südtirol verliehen. Der Preis wird vom Bundesland Tirol und von der Autonomen Provinz Bozen Südtirol gemeinsam vergeben. Er versteht sich als Anerkennung von hervorragenden Leistungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst und ist mit 10.000 € dotiert. Über die Verleihung befindet eine Jury, welcher derzeit Nina Tabassomi für das Land Tirol, Lisa Mazza für das Land Südtirol sowie Katharina Flora Seywald für die Familie Flora angehören. Eine Bewerbung ist nicht möglich.

Der Preis wurde bisher vergeben an:

  • 2010 Siggi Hofer, Südtirol
  • 2011 Sonia Leimer, Südtirol
  • 2012 Markus Bacher, Tirol
  • 2013 Johanna Tinzl und Stefan Flunger, Tirol
  • 2014 Gabriela Oberkofler, Südtirol
  • 2015 Oliver Laric, Tirol
  • 2016 Christoph Raitmayr, Tirol
  • 2017 Annja Krautgasser, Tirol