Die Lange Nacht der Bozner Museen

Die Lange Nacht der Bozner Museen
Die Lange Nacht der Bozner Museen im Museion: Kinder und Kunst. Foto Claudia Corrent

Im Jahr 2002 hatten das Südtiroler Archäologiemuseum und das Naturmuseum Südtirol erstmals die Idee, eine Lange Nacht zu organisieren. Inzwischen gehört diese Veranstaltung zu Bozen, wie die Walther-Statue oder der Christkindlmarkt. Mehrere Museen der Landeshauptstadt sorgen dabei bis in die Nacht hinein mit einem bunten Programm und bei freiem Eintritt für eine abwechslungsreiche, kulturreiche Unterhaltung. Die Veranstaltung wird vom Betrieb “Landesmuseen” und von der Stiftung Sparkasse gefördert.

Ausgabe 2018

Viele Menschen ließen sich am 7. Dezember 2018 bei der 17. Langen Nacht der Bozner Museen durch die Museen führen und sahen sich die dortigen Schätze, Ausstellungen und Theateraufführungen an und sehr viele Kinder nahmen an den Workshops oder Spielen teil, die in den Museen organisiert wurden. 16.354 Eintritte registrierten die neun teilnehmenden Museen insgesamt; mit dabei waren wieder Schloss Runkelstein, die Dokumentationsausstellung im Siegesdenkmal, das Stadtmuseum, das Südtiroler Archäologiemuseum, Museion, das Merkantilmuseum, das Naturmuseum Südtirol, das Schulmuseum in Rentsch und das Semirurali-Haus im Don Bosco Viertel. Den Abschluss bildete die Projektion des Videos „Endless“ von John Armleder auf die Medienfassade des Museion.
Angelika Fleckinger, Direktorin des Südtiroler Archäologiemuseums und Koordinatorin der Langen Nacht der Bozner Museen, freut sich: „Auch in diesem Jahr ist es gelungen, der Stadt durch die lange Nacht der Bozner Museen einen besonderen Zauber zu verleihen. Die Museen werden zu offenen Gesellschaftsorten, in denen Begegnung, gemeinsames Erleben und Leichtigkeit stattfinden können. Ein schöner und besonderer Abend auch für uns, die wir in den Museen arbeiten.“

Und hier einige Eindrücke von Besucherinnen und Besuchern:
Luciano aus Bozen ist mit Familie und Bekannten im Archäologiemuseum: „Ich bin eigentlich kein Fan von Museen aber Ötzi interessiert mich doch, da mein Bruder 1991, als Ötzi gefunden wurde, im Schnalstal arbeitete, den ganzen Rummel damals also aus erster Hand mitbekam und uns viel davon erzählte.“
Sara aus Bozen treffen wir in der Stadt, nach dem Abendessen will sie noch das eine oder andere Museum besuchen: „Ich finde die Lange Nacht der Bozner Museen eine sehr interessante Veranstaltung, weil sie es Erwachsenen und Kindern auch nach der Arbeit oder nach dem Abendessen ermöglicht, die Museen näher kennenzulernen. Außerdem finden dann immer besondere Veranstaltungen statt, die es sonst nicht gibt“
Die gebürtige Marokkanerin aber seit Jahren in Bozen lebende Rahima hingegen kommt mit ihren drei Kindern gerade aus einem Workshop im Naturmuseum: „Ich kenne zwar die Lange Nacht der Bozner Museen, im Naturmuseum war ich aber noch nie, meine Söhne hingegen kennen das Museum schon, weil sie mit dem Kindergarten und der Schule bereits hier waren. Es ist wirklich toll, was hier geboten wird, die Kinder lernen viel.“
Giampaolo aus Bozen ist im Merkantilmuseum unterwegs: “Ich bin heute zum ersten Mal bei der Langen Nacht der Museen, ich war bereits im Stadtmuseum und im Museion und muss sagen, dass das eine einmalige Gelegenheit ist, interessante Inhalte auf unterhaltsame Weise kennenzulernen”.
Zu sehen waren in der Altstadt und beim Semirurali-Haus auch Künstlerinnen und Künstler des Vereins Sagapò Teatro, welche die Lange Nacht der Museen gestern Nachmittag mit künstlerischen Einlagen und Performances bewarben. Einer davon war Enrico: „Die Lange Nacht ist eine tolle Veranstaltung, sie sollte mehrmals im Jahr stattfinden.“

Bilder der Langen Nacht der Museen gibt es unter auf diesem virtuellen Speicherplatz: https://1drv.ms/f/s!Ah0VyCg4pAy2kS2Sre43ysIVRV9I und unter www.facebook.com/LangenachtLunganotte/.

www.langenacht.it

Kontakt für die Medien: Verena Girardi, Landesabteilung Museen, Tel. 0471 416842, verena.girardi@provinz.bz.it.