Aktuelles zum Vorkommen von Bär und Wolf

Nachweise Monat September:

(Es werden nur eindeutige und überprüfte Nachweise aufgelistet)

 

Wolf

02.09. - Fennberg, Wolf auf Fotofalle

07.09. - Wolkenstein, Wolf Schafe gerissen

09.09. - Tiers, Wolf auf Fotofalle

11.09. - Tiers, Wolf auf Fotofalle

Wolf

01.08. - Plose, neugeborenes Kalb gerissen

05.08. - Villnöss, 1 Schaf gerissen

08.08. - Villnöss, 2 Schafe gerissen

11.08. - Villnöss, 1 Schaf gerissen

13.08. - Villnöss, 2 Schafe gerissen

14.08. - Ulten, 2 Schafe gerissen

15.08. - Villnöss. 3 Schafe gerissen

16.08. - Ulten, 6 Schafe gerissen

21.08. - Ulten, 1 Schaf gerissen

24.08. - Tiers, 3 Schafe gerissen

26.08. - Ulten, 3 Schafe gerissen

31.08. - Tiers, 3 Schafe gerissen

Wolf

13.07. - Ulten, 2 Schafe gerissen

14.07. - Villnöss, 2 Schafe gerissen

16.07. - St. Felix/U.l.F., 1 Ziege gerissen

19.07. - Ulten, 1 Schaf gerissen

23.07. - Ulten, 2 Schafe gerissen

26.07. - Villnöss, 5 Schafe gerissen und 2 Schafe verletzt

27.07. - Villnöss, 5 Schafe gerissen

31.07. - Villnöss, 5 Schafe gerissen

Bär

20.06. - Laurein., Foto

 

Wolf

16.06. - Montal, Foto 1 Wolf

22.06. - St. Martin in Thurn, 4 Schafe gerissen - 3 Schafe verletzt

Bär

13.05. - St. Felix/U.l.F., Bienenstand peplündert

 

Wolf

21.05. - Tisens/Platzers, Sichtung 1 Wolf

22.05. -  St. Felix/U.l.F., Film 2 Wölfe

24.05. -  St. Felix/U.l.F, 3 Schafe gerissen

24.05. -  Villnöss, 1 Schaf gerissen

29.05. - Rodeneck, 1 Wolf auf Fotofalle

Wolf

06.04. - Ulten, Riss Rotwildkalb

23.04. - Tisens/Platzers , Sichtung eines Wolfes

24.04. - Villnöß, 1 Wolf auf Fotofalle

27.04. - Tisens/Platzers , Sichtung von drei Wölfen

28.04. - St. Felix/U.l.F., Sichtung eines Wolfes

Wolf

05.03. - Proveis, Sichtung eines Wolfes

10.03. - Ulten , Riss Rotwildkalb

18.03. - St. Felix/U.l.F., Sichtung von 2 Wölfen

31.03. - Laurein, Sichtung von 4 Wölfen

Wolf

01.02. - Schenna, 1 Wolf auf Fotofalle

02.02. - Rodeneck, Spur eines Wolfes

14.02. - Campill , Spur

16.02. - St. Felix, Sichtung eines Wolfes

21.02. - St. Felix, Sichtung von 3 Wölfen

Wolf

04.01. - Lüsen, Sichtung und Foto eines Wolfes

19.01. - Lüsen, Spur

21.01. - Lüsen - Rodeneck, Spur

30.01. - Proveis, Sichtung von 3 Wölfen

31.01. - Enneberg, Spur

Braunbär

Für den Braunbären ist der südwestliche Landesteil Südtirols inzwischen als ständiges Durchzugsgebiet einzustufen. Einzelne Exemplare halten sich inzwischen regelmäßig im Grenzbereich zwischen dem Nonsberg und dem Ulten- bzw. Etschtal auf. Im Jahr 2019 konnte in Südtirol vier männliche Braunbär genetisch nachgewiesen werden. Es handelt sich um die Bären M07, M44, M49 und M52. Der Bär M07 hat ein Alter von 11 Jahren und konnte als Übergreifer an einen Bienenstand in der Gemeinde Kaltern bestätigt werden. Bei den zwei Bären M44 und M52 handelt es ich um Tiere, welche im Jahre 2017 geboren wurden. Während M52 anhand von sogenannten Haarfallen im Gebiet des Mendelzuges bestätigt wurde, konnte eine genetische Probe des Bären M44 in der Gemeinde St. Pankraz gesammelt werden. Im Jahr 2019 wurde auch ein Bär auf der orografisch linken Seite des Unterlandes erhoben. Im Gebiet von Radein/Jochgrimm gab es im Monat August einen Übergriff auf ein Jungrind und ein Pferd. Dafür verantwortlich war der vierjährige Bär M49, welcher von der Provinz Trient im Monat Juli bereits gefangen und ins Bärengehege von „Casteller“ eingesperrt wurde. Am gleichen Tag gelang es dem Bären jedoch die Umzäunung des Geheges zu überwinden und aus dem Gehege auszubrechen.  Der Bär M49 ist für eine Anzahl von Übergriffen auf Nutztiere in der Provinz Trient verantwortlich. Zudem hat er mehrmals versucht, in Almhütten einzudringen. Für Bärenschäden hat das Land eine Vergütung von insgesamt 4.251,66 € ausbezahlt.


Wolf

Im Gebiet von Deutschnonsberg konnte sich die im Jahr 2018 mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattete Wölfin wiederum erfolgreich reproduzieren. Der Wurf bestand aus 5 Welpen und konnte anhand einer Fotofalle in der Provinz Trient bestätigt werden.
Südtirol weit konnten weiters fünf neue Wölfe genetisch erhoben werden. Davon waren zwei männliche und drei weibliche Tiere (BZF7, BZF8, BZM8, BZM9 und BZF*). Anhand der gesammelten Nachweise kann davon ausgegangen werden, dass sich in Südtirol im Jahr 2019 3 Wolfsrudel sicher und ein weiters Rudel wahrscheinlich aufhalten. Von diesen Wolfsrudeln besetzen jeweils drei ein Grenzgebiet zwischen der Provinz Trient oder der Provinz Belluno. Das Territorium des vierten Wolfsrudels hingegen befindet sich nur innerhalb der Provinz Südtirol im Gebiet von Lüsen/Rodeneck. Hinsichtlich der Anzahl von Wölfen im Jahr 2019 kann in Südtirol von einer Mindestzahl von 31 – 35 Individuen ausgegangen werden.
Der Wolf mit dem Kürzel BZM9 konnte im Monat Mai anhand einer genetischen Probe im Ultental  bestätigt werden. Dasselbe Tier war dann im Monat Juli in Tirol, Gemeinde Gries am Sellrain, für eine Reihe von Übergriffen auf Nutztiere verantwortlich. Im August wurde von BZM9 in Sellrain nur mehr der Kadaver gefunden. Vermutlich ist das Tier gewildert worden.
Im Jahr 2019 gab es in Südtirol den ersten im Straßenverkehr getöteten Wolf. Am 5. Dezember wurde in der Gemeinde Innichen die Wölfin BZF* von einem Auto angefahren und getötet.
Interessant ist das Vorkommen des Wolfes BZM8, welcher Anfangs April für eine Reihe von Rissen im Gebiet von Sterzing/Freienfeld verantwortlich war. Im Juni riss das gleiche Tier einige Schafe im Sarntal, Penserjoch. Von dort aus wanderte der Wolf über das Passeiertal ins Gebiet um den Salten. Hier konnte er anhand der gesammelten DNA-Proben an Nutztierrissen identifiziert werden.
Der erste genetische Nachweis der Wölfin BZF7 erfolgte Ende Februar im Pustertal. Dann wanderte BZF7 weiter nach Sterzing/Freienfeld, wo sie Anfangs April gemeinsam mit dem Wolf BZM8 unterwegs war. Danach konnte diese Wölfin genetisch nicht mehr erhoben werden.
Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2019 im Ausmaß von 27.533,00 € vergütet.