Aktuelles zum Vorkommen von Bär und Wolf

Nachweise Monat September:

(Es werden nur eindeutige und überprüfte Nachweise aufgelistet)

 

Wolf

7.09. – Salten, seit August wiederholt Schafe gerissen, 3 DNA-Proben ergeben Wolf
10.09. – St. Martin in P./Fartleis, 11 Schafe gerissen
11.-12.09. - Tiers/Tschamintal, 2 Schafe gerissen
12.09. – Sennes, Foto von Einzelwolf
17.09. – Schlern, 12 Schafe gerissen
22.09. – Lüsen, Foto von einem Wolfswelpen

 

Bär

15.08. - Aldein, Spuren

19.08. - Jochgrimm, Kalb gerissen

 

Wolf

09.08. - Ulten, Foto und 1 Schaf gerissen

16.08. - Seiser Alm, 5 Schafe gerissen

16.08. - Kastelbell, Sichtung

17.08. - Kastelbell, Wolf auf Fotofalle

Bär

07.06. - St. Pankraz, Bär bei Komposthaufen

 

Wolf

03.06. - Mals, Sichtung und Spuren im Schnee

04.06. - Ulten, Foto

22.06. - Penserjoch, 3 Schafe, 1 Widder und 4 Lämmer gerissen

24.06. - Penserjoch 1 Schaf und 4 Lämmer gerissen

Bär

02.05. - Laurein, Bienenstand geplündert

15.05. - St. Felix, Fotofalle

15.05. - Kurtatsch - Kaltern, Schäden an Bienenstand

 

Wolf

05.05. - Mauls, 11 Schafe gerissen

29.05. - Jaufental, 12 Schafe gerissen

Bär

03.04. - Schlandraun, Spuren im Schnee

15.04. - Schluderns, Spuren im Schnee

 

Wolf

03.04. - Ratschings/Jaufental, Sichtung von 2 Wölfen bei Rotwildzählung

03.04. - Freienfeld, Sichtung 1 Wolf 

Bär

17.03. - Laas, Spuren im Schnee

 

Wolf

07.03. - St. Felix/U.l.F., Aufnahme Fotofalle

24.03. - Freienfeld - Mauls, Foto

26.03. - Freienfeld - Stilfes, Aufnahme Fotofalle

26.03. - Vals - Sichtung 1 Wolf bei Rotwildzählung

28.03. - Freienfeld, Aufnahme Fotofalle 2 Wölfe

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Für den Braunbären ist der südwestliche Landesteil Südtirols inzwischen als ständiges Durchzugsgebiet einzustufen. Einzelne Exemplare halten sich inzwischen regelmäßig im Grenzbereich zwischen dem Nonsberg und dem Ulten- bzw. Etschtal auf. Im Jahr 2018 konnte in Südtirol nur ein männlicher Braunbär genetisch nachgewiesen werden. Es handelt sich um den Bären M19. Dieser Bär hat ein Alter von 8 Jahren und wurde im Jahr 2017 nur in der Provinz von Verona genetisch erhoben. Für Bärenschäden, vor allem Übergriffe auf Bienenstände, hat das Land eine Vergütung von insgesamt 4.239,10 € ausbezahlt. Die Übergriffe erfolgten im Gebiet von Laas - Eyrs.

Im Gebiet von Deutschnonsberg konnte im Jahr 2018 ein Wolf mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattet werden. Beim besenderten Tier handelt es sich um die Alpha-Wölfin des dort lebenden Rudels, von welchem auch im Jahr 2018 eine erfolgreiche Reproduktion bestätigt werden konnte. Der Wurf bestand aus 4 Welpen und das Rudel hatte im Winter eine Größe von sieben Wölfen.
Südtirol weit konnten weiters sechs Wölfe genetisch erhoben werden. Der männliche Wolf WBZ-M4 wurde Anfang des Jahres auf dem Ritten nachgewiesen. Im Herbst wurde er hingegen in der Provinz Trient, im Gebiet von Valsugana, erhoben. Im Schlerngebiet wurde der genetische Nachweis von zwei Wölfe, WTN-F3 und WBZ-M5, erbracht. Beide Tiere sind Jungtiere des sich im Gebiet von Fassa befindlichen Rudels. Interessant ist das Vorkommen der Wölfin WTN-F3, welche Anfangs Sommer für eine Reihe von Rissen im Gebiet von Tiers verantwortlich war. Im August riss das gleiche Tier sieben Schafe im Plosegebiet. Anfangs November konnte die selbe Wölfe wieder in Völs anhand der gesammelten DNA-Probe an einem Rehriss identifiziert werden. Weitere genetische Nachweise erfolgten im Gebiet von Corvara (Rüde WTN-M6), Lana (Rüde WBZ-M3) und Ulten (Wölfin WBZ-F3). Im Pfossental, St. Leonhard in Passeier und in Sexten konnte auch der Wolf anhand genetischer Proben nachgewiesen werden. Jedoch erbrachte die Analyse keine Ergebnisse, um welche Wölfe es sich dabei handelt. Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2018 im Ausmaß von 8.420,00 € vergütet.