Aktuelles zum Vorkommen von Bär und Wolf

Nachweise Monat Februar:

(Es werden nur eindeutige und überprüfte Nachweise aufgelistet)

Wolf

01.02. - Schenna, 1 Wolf auf Fotofalle

02.02. - Rodeneck, Spur eines Wolfes

14.02. - Campill , Spur

16.02. - St. Felix, Sichtung eines Wolfes

21.02. - St. Felix, Sichtung von 3 Wölfen

 

 

Wolf

04.01. - Lüsen, Sichtung und Foto eines Wolfes

19.01. - Lüsen, Spur

21.01. - Lüsen - Rodeneck, Spur

30.01. - Proveis, Sichtung von 3 Wölfen

31.01. - Enneberg, Spur

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Für den Braunbären ist der südwestliche Landesteil Südtirols inzwischen als ständiges Durchzugsgebiet einzustufen. Einzelne Exemplare halten sich inzwischen regelmäßig im Grenzbereich zwischen dem Nonsberg und dem Ulten- bzw. Etschtal auf. Im Jahr 2018 konnte in Südtirol nur ein männlicher Braunbär genetisch nachgewiesen werden. Es handelt sich um den Bären M19. Dieser Bär hat ein Alter von 8 Jahren und wurde im Jahr 2017 nur in der Provinz von Verona genetisch erhoben. Für Bärenschäden, vor allem Übergriffe auf Bienenstände, hat das Land eine Vergütung von insgesamt 4.239,10 € ausbezahlt. Die Übergriffe erfolgten im Gebiet von Laas - Eyrs.

Im Gebiet von Deutschnonsberg konnte im Jahr 2018 ein Wolf mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattet werden. Beim besenderten Tier handelt es sich um die Alpha-Wölfin des dort lebenden Rudels, von welchem auch im Jahr 2018 eine erfolgreiche Reproduktion bestätigt werden konnte. Der Wurf bestand aus 4 Welpen und das Rudel hatte im Winter eine Größe von sieben Wölfen.
Südtirol weit konnten weiters sechs Wölfe genetisch erhoben werden. Der männliche Wolf WBZ-M4 wurde Anfang des Jahres auf dem Ritten nachgewiesen. Im Herbst wurde er hingegen in der Provinz Trient, im Gebiet von Valsugana, erhoben. Im Schlerngebiet wurde der genetische Nachweis von zwei Wölfe, WTN-F3 und WBZ-M5, erbracht. Beide Tiere sind Jungtiere des sich im Gebiet von Fassa befindlichen Rudels. Interessant ist das Vorkommen der Wölfin WTN-F3, welche Anfangs Sommer für eine Reihe von Rissen im Gebiet von Tiers verantwortlich war. Im August riss das gleiche Tier sieben Schafe im Plosegebiet. Anfangs November konnte die selbe Wölfe wieder in Völs anhand der gesammelten DNA-Probe an einem Rehriss identifiziert werden. Weitere genetische Nachweise erfolgten im Gebiet von Corvara (Rüde WTN-M6), Lana (Rüde WBZ-M3) und Ulten (Wölfin WBZ-F3). Im Pfossental, St. Leonhard in Passeier und in Sexten konnte auch der Wolf anhand genetischer Proben nachgewiesen werden. Jedoch erbrachte die Analyse keine Ergebnisse, um welche Wölfe es sich dabei handelt. Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2018 im Ausmaß von 8.420,00 € vergütet.