Das Monitoring

Das Monitoring
Fotofalle

Das Monitoring des Braubären in Südtirol erfolgt hauptsächlich durch den Gebrauch von Fotofallen und die Kontrolle von den sog. Kratzbäumen. Die Fotofallen werden dabei auf strategischen Posten aufgestellt, an welchen die Bären meist wandern.

Eine weitere Methode des Monitorings ist die Kontrolle der sog. Kratz- oder Scheuerbäume. Um das Territorium eines Bären anzuzeigen, hinterlässt er Markierungen in Form von Losung oder Kratzspuren an Bäumen. Kratz sich ein Bär an einem Baum, mutet das an, als wolle er einen Juckreiz besänftigen. Tatsächlich ist das aber eine Form von Kommunikation. Der Bär massiert Hinterteil, Rücken, Flanken, Bauch, Kopf und Hals gründlich und hinterlässt damit seine persönliche Duftnote. Die sog. Scheuerbäume werden meistens von männlichen Tieren besucht. Experten vermuten, dass sich potentielle Konkurrenten um die Gunst der Weibchen so mit ihrem Geruch vertraut machen, um einen möglichen Kampf um das Weibchen aus dem Weg gehen können. Durch das Reiben des Felles am Baum verlieren die Bären Haare. Dies liefert anderen Braunbären, die während ihrer Wanderungen auf einen solchen Scheuerbaum treffen, eine Fülle von Informationen über den Revierinhaber, sein Geschlecht, den Zeitpunkt des Besuches und vieles mehr. Scheuerbäume dienen also wie Kommunikationszentren. Die vorbeiziehenden Bären nutzen sie zum Informationsaustausch.

Das Amt für Jagd und Fischerei sammelt zudem alle Meldungen (Spuren, Sichtungen, Schäden) in einer Datenbank. Mit Hilfe dieser Daten kann jedes Jahr die Verbreitung des Braunbären in Südtirol dargestellt werden.

Bärennachweise
2008200920102011201220132014201520162017
Spurennachweise 12 15 27 23 14 33 8 2 2 8
Direktbeobachtungen 16 19 14 11 20 14 1 9 0 6
Fotoaufnahme inkl. Fotofalle 1 2 4 13 33 27 6 4 2 10
Autounfall 0 1 0 0 2 0 0 0 0 0
Nachweise Haustierrisse und Bienenstände 43 24 43 20 18 12 9 26 3 4
Besenderung GPS-Halsband 0 0 0 1 0 0 1 0 0 0
Gesamt 72 61 88 68 87 86 25 41  7 28 

Besenderung des Bären M13 Jahr 2011