Die Situation in Südtirol

Die Situation in Südtirol
dunkelgrün = Vorkommen von Wolfsrudel, hellgrün = Vorkommen von Einzeltieren

Das Jahr 2019

Das Jahr 2019

Im Gebiet von Deutschnonsberg konnte sich die im Jahr 2018 mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattete Wölfin wiederum erfolgreich reproduzieren. Der Wurf bestand aus 5 Welpen und konnte anhand einer Fotofalle in der Provinz Trient bestätigt werden.
Südtirol weit konnten weiters fünf neue Wölfe genetisch erhoben werden. Davon waren zwei männliche und drei weibliche Tiere (BZF7, BZF8, BZM8, BZM9 und BZF*). Anhand der gesammelten Nachweise kann davon ausgegangen werden, dass sich in Südtirol im Jahr 2019 3 Wolfsrudel sicher und ein weiters Rudel wahrscheinlich aufhalten. Von diesen Wolfsrudeln besetzen jeweils drei ein Grenzgebiet zwischen der Provinz Trient oder der Provinz Belluno. Das Territorium des vierten Wolfsrudels hingegen befindet sich nur innerhalb der Provinz Südtirol im Gebiet von Lüsen/Rodeneck. Hinsichtlich der Anzahl von Wölfen im Jahr 2019 kann in Südtirol von einer Mindestzahl von 31 – 35 Individuen ausgegangen werden.
Der Wolf mit dem Kürzel BZM9 konnte im Monat Mai anhand einer genetischen Probe im Ultental  bestätigt werden. Dasselbe Tier war dann im Monat Juli in Tirol, Gemeinde Gries am Sellrain, für eine Reihe von Übergriffen auf Nutztiere verantwortlich. Im August wurde von BZM9 in Sellrain nur mehr der Kadaver gefunden. Vermutlich ist das Tier gewildert worden.
Im Jahr 2019 gab es in Südtirol den ersten im Straßenverkehr getöteten Wolf. Am 5. Dezember wurde in der Gemeinde Innichen die Wölfin BZF* von einem Auto angefahren und getötet.
Interessant ist das Vorkommen des Wolfes BZM8, welcher Anfangs April für eine Reihe von Rissen im Gebiet von Sterzing/Freienfeld verantwortlich war. Im Juni riss das gleiche Tier einige Schafe im Sarntal, Penserjoch. Von dort aus wanderte der Wolf über das Passeiertal ins Gebiet um den Salten. Hier konnte er anhand der gesammelten DNA-Proben an Nutztierrissen identifiziert werden.
Der erste genetische Nachweis der Wölfin BZF7 erfolgte Ende Februar im Pustertal. Dann wanderte BZF7 weiter nach Sterzing/Freienfeld, wo sie Anfangs April gemeinsam mit dem Wolf BZM8 unterwegs war. Danach konnte diese Wölfin genetisch nicht mehr erhoben werden.
Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2019 im Ausmaß von 27.533,00 € vergütet.

Das Jahr 2018

Das Jahr 2018

Im Gebiet von Deutschnonsberg konnte im Jahr 2018 ein Wolf mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattet werden. Beim besenderten Tier handelt es sich um die Alpha-Wölfin des dort lebenden Rudels, von welchem auch im Jahr 2018 eine erfolgreiche Reproduktion bestätigt werden konnte. Der Wurf bestand aus 4 Welpen und das Rudel hatte im Winter eine Größe von sieben Wölfen.

Südtirol weit konnten weiters sechs Wölfe genetisch erhoben werden. Der männliche Wolf WBZ-M4 wurde Anfang des Jahres auf dem Ritten nachgewiesen. Im Herbst wurde er hingegen in der Provinz Trient, im Gebiet von Valsugana, erhoben. Im Schlerngebiet wurde der genetische Nachweis von zwei Wölfe, WTN-F3 und WBZ-M5, erbracht. Beide Tiere sind Jungtiere des sich im Gebiet von Fassa befindlichen Rudels. Interessant ist das Vorkommen der Wölfin WTN-F3, welche Anfangs Sommer für eine Reihe von Rissen im Gebiet von Tiers verantwortlich war. Im August riss das gleiche Tier sieben Schafe im Plosegebiet. Anfangs November konnte die selbe Wölfe wieder in Völs anhand der gesammelten DNA-Probe an einem Rehriss identifiziert werden. Weitere genetische Nachweise erfolgten im Gebiet von Corvara (Rüde WTN-M6), Lana (Rüde WBZ-M3) und Ulten (Wölfin WBZ-F3). Im Pfossental, St. Leonhard in Passeier und in Sexten konnte auch der Wolf anhand genetischer Proben nachgewiesen werden. Jedoch erbrachte die Analyse keine Ergebnisse, um welche Wölfe es sich dabei handelt.

Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2018 im Ausmaß von 8.420,00 € vergütet.

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Der Wolf M24 fotografiert mit einer Fotofalle

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Im Jahr 2013 konnte im Revier von Unser liebe Frau im Walde ein Wolf von einem Jäger fotografiert werden.

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Seit dem Jahr 2010 kann der Wolf M24 an Deutschnonsberg bestätigt werden.