Jägerprüfung

Wie erlange ich den Jagdbefähigungsnachweis?

Wer in Südtirol die Jagd ausüben möchte, muss zuerst den Jagdbefähigungsnachweis erbringen. Dieser wird nach positiver Absolvierung der Jägerprüfung ausgestellt, welche aus folgenden Teilen besteht:

  1. Theorieprüfung über Wildkunde/Ökologie, Jagdrecht, Waffenkunde sowie Naturschutz/Jagdkunde (schriftliche und mündliche Prüfung)
  2. Praktische Schießprüfung (Kugelschießen und Schrotschießen)
  3. Nachweis eines Revierpraktikums ODER eines dreitägigen Jungjäger-Praxiskurses in einer zertifizierten Bildungseinrichtung
  4. Nachweis über einen mindestens 4-stündigen Erste-Hilfe-Kurs (Original oder beglaubigte Kopie).

Seit dem Frühjahr 2016 wird an der Forstschule Latemar ein Erste-Hilfe-Kurs für Jungjäger angeboten.

Theorie- und Schießprüfung finden mehrmals jährlich statt und werden vom Amt für Jagd und Fischerei organisiert. Mit dem Jagdbefähigungsnachweis kann bei der zuständigen Carabinieristation um die Ausstellung des Jagdgewehrscheines angesucht werden. Dieser ist Voraussetzung für die Beantragung eines Jagderlaubnisscheines.

Zur Jägerprüfung dürfen nur Personen antreten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Die Theorieprüfung geht der praktischen Schießprüfung voraus. Wer die Theorieprüfung bestanden hat, kann sich zur Schießprüfung anmelden. Nähere Informationen zum Ablauf der Jägerprüfung finden Sie im Informationsblatt zur Jägerprüfung.

Wichtige Hinweise:

  • Die Termine und Anmeldefristen für die Jägerprüfung werden laufend veröffentlicht.
  • Die Prüfungstermine für die einzelnen Kandidaten werden ausschließlich auf der Website sowie auf der Amtstafel veröffentlicht und ersetzen die Einladungen.
  • Wehrdienstverweigerer müssen eine entsprechende Erklärung abgeben.
  • Wer außerhalb von Südtirol eine gleichwertige Jägerprüfung bestanden hat, kann den für Südtirol erforderlichen Jagdbefähigungsnachweis durch eine Zusatzprüfung erwerben.

Informationen

Die Gesuche um Zulassung zur Jägerprüfung sind an das Amt für Jagd und Fischerei zu richten.

Auf dem vollständig ausgefüllten Gesuchsformular ist eine Stempelmarke zu 16,00 Euro aufzukleben.

Sofern nicht bereits ein gültiges amtsärztliches Zeugnis im Amt für Jagd und Fischerei vorliegt, ist dieses dem Gesuch beizulegen (gilt nicht für jene Kandidaten, welche vor dem Jahr 2015 die Schießprüfung absolviert haben und nur zur Theorieprüfung antreten). Das ärztliche Zeugnis wird vom Amtsarzt auf dem für die Ausstellung bzw. Erneuerung des Waffenscheines (für die Ausübung der Jagd) vorgeschriebenen Formular ausgestellt. Dieses Zeugnis kann nur beantragt werden, wenn das Anamnesezeugnis, ausgestellt vom Vertrauensarzt, vorgelegt wird (gemäß des Dekretes des Gesundheitsministers vom 28. April 1998). Bei der Absolvierung der Schießprüfung muss das hinterlegte ärztliche Zeugnis jedenfalls Gültigkeit haben.

Prüfungstermin und –ort für die einzelnen Kandidaten werden ausschließlich über die Webseite und Amtstafel bekannt gegeben.

Der Kandidat erhält kein Einladungsschreiben!

Wer außerhalb von Südtirol eine gleichwertige Jägerprüfung bestanden hat, kann den für Südtirol erforderlichen Jagdbefähigungsnachweis durch eine Zusatzprüfung erwerben.

Die Zusatzprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung über das Jagdrecht und über jene Wildarten, für welche in Südtirol eine Abschussplanung vorgesehen ist. Außerdem muss der Kandidat den Nachweis über ein  Revierpraktikum in Südtirol oder eines mindestens dreitägigen Jungjäger-Praxiskurses und den Nachweis über einen mindestens 4-stündigen Erste-Hilfe-Kurs erbringen.

Dem Zulassungsgesuch zur Zusatzprüfung ist eine beglaubigte Kopie jenes Dokumentes, mit welchem der positive Abschluss einer gleichwertigen Jägerprüfung außerhalb der Provinz Bozen nachgewiesen wird, beizulegen.

Zur Erlangung des Jagdbefähigungsnachweises muss der Jäger-Anwärter wahlweise den Nachweis über ein Revierpraktikum in Südtirol oder eines mindestens dreitägigen Jungjäger-Praxiskurses erbringen.

Für die Organisation des Revierpraktikums wendet sich der Kandidat am besten an den zuständigen Revierleiter. Beim Revierpraktikum wird der Jäger-Anwärter von einem dafür ausgebildeten Jagdaufseher oder Jäger begleitet. Das Praktikum muss mindestens folgende Tätigkeiten im Umfang von jeweils einen halben Tag beinhalten:

  • Wildzählungen / Ansprechübungen
  • Mitarbeit bei Lebensraumpflege
  • Maßnahmen zugunsten des Wildes
  • Errichtung / Instandhaltung von Reviereinrichtungen
  • Aufbrechen / Wildverwertung

Die Zeitspanne des Revierpraktikums muss zumindest 1 Monat innerhalb der Jagdzeit vom 1. Mai bis 15. Dezember umfassen.

Der Kandidat verfasst einen kurzen Bericht über das Praktikum, der von der Begleitperson unterschrieben werden muss und dem Amt für Jagd und Fischerei vorzulegen ist.

Das Amt für Jagd und Fischerei nimmt den Bericht an 4 Abgabeterminen jährlich entgegen und überprüft innerhalb von 30 Tagen die Nachweise.

Abgabetermine:

  • 30. März
  • 30. Juni
  • 30. September
  • 30. Dezember

Alternativ zum Revierpraktikum kann auch ein mindestens dreitägiger Jungjäger-Praxiskurs einer zertifizierten Bildungseinrichtung besucht werden. Die Teilnahmebestätigung ist dem Amt für Jagd und Fischerei vorzulegen. Jungjägerkurse werden derzeit von der Forstschule Latemar angeboten (Kontakt: 0471 612444 oder www.forstschule.it) (Externer Link).

Anmeldungen und Informationen beim Südtiroler Jagdverband Tel. 0471 061703 oder info@jagdverband.it.

Forstschule Latemar: Kursbeschreibung und Termine Jungjägerkurs

Personen, die zum Zeitpunkt des Einreichens des Zulassungsgesuches zur Jägerprüfung als Wehrdienstverweigerer eingetragen sind, dürfen nicht zur Jägerprüfung antreten, da ihnen jeglicher Waffenbesitz bzw. -gebrauch untersagt ist (Gesetz vom 8. Juli 1998, Nr. 230 – Art. 15 Absatz 6).
Aufgrund der Änderung dieses Gesetzes (Art. 15 Absatz 7-ter) können jedoch Wehrdienstverweigerer, welche seit fünf Jahren den Militärentlassungsschein besitzen, zur Jägerprüfung zugelassen werden, sofern sie unwiderruflich auf ihren Status als Wehrdienstverweigerer verzichten. Die entsprechende Erklärung ist beim „Ufficio Nazionale per il Servizio Civile“ in Rom einzureichen (Vorlage ist im Internet abrufbar). Dem Zulassungsgesuch zur Prüfung muss eine Kopie der Annahmemitteilung der obgenannten Behörde in Rom beigelegt werden.

Verzicht auf Status Wehrdienstverweigerer

Zur Prüfungsvorbereitung wurde vor einigen Jahren eine Lernunterlage ausgearbeitet, welches als Basiswissen für die Jägerprüfung anzusehen ist:

  • „Wild-Wissen“, Verlag Athesia

Das Buch ist zur Zeit nicht erhältlich. Eine überarbeite Neuauflage erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017!

Jägerprüfung - Quizfragen

Die Fragen für den schriftlichen Teil der Jägerprüfung in Südtirol werden an dieser Stelle laufend in aktueller Fassung veröffentlicht.

Fragenkatalog mit Kennzeichnung der richtigen Antworten:
Fragenkatalog ohne Lösung:

Jene Kandidaten, die die Theorieprüfung bestanden haben, können sich mittels entsprechenden Gesuch versehen mit Stempelmarke zu 16,00 € zur ersten praktischen Schießprüfung anmelden.

Schießstand St. Lorenzen: www.sgsl.org/news.html (Externer Link)

Theorieprüfungen
8. Mai - 12. Mai 2017 - Bozen                                                          Anmeldefrist: 24. März 2017
10. Oktober - 12. Oktober 2017 - Bozen                                            Anmeldefrist: 25. August 2017

Schießprüfungen
6. Juni - 8. Juni 2017 - Schießstand St. Lorenzen                           Anmeldefrist: 12. Mai 2017
14. November - 15. November 2017 - Schießstand St. Lorenzen   Anmeldefrist: 20. Oktober 2017

4. Session 2017 - Schießprüfung

Kandidatenliste