Wolf gefangen und mit GPS/GSM – Senderhalsband ausgestattet

Wolf gefangen und mit GPS/GSM – Senderhalsband ausgestattet
Wölfin mit Senderhalsband

Am 19. August dieses Jahres konnte im Gebiet von Deutschnonsberg ein Wolf gefangen und mit einem GPS- Senderhalsband ausgestattet werden. Das eingefangene Tier ist ein Weibchen (Fähe) und hat ein Gewicht von knapp 26 kg. Anhand des derzeitigen Verhaltens müsste es sich um das Alpha Weibchen handeln.

Die gewonnenen Daten des GPS Halsbandes liefern wichtige Informationen bezüglich der Lebensraumnutzung, des Jagdverhalten (Wildart, Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand), der Auswahl der Wurfhöhle bzw. der Rendezvousplätze und der Funktion von etwaigen Schutzmaßnahmen bei Nutztieren.

Das Wolfspaar im Grenzgebiet von Deutschnonsberg und Castelfondo besteht seit dem Jahr 2016. Im Jahr 2017 konnte die erste Reproduktion mit mindestens einem Welpen bestätigt werden. Dieses Jahr wurden, gestützt auf die GPS-Daten des Senderhalsbandes, anhand einer Fotofallenaufnahme der Trienter Kollegen 4 Wolfswelpen nachgewiesen. Aktuell setzt sich das Rudel aus sieben Tieren zusammen (Alpha Paar, 1 Weibchen vom Vorjahr und 4 heurige Welpen). Ein Teil des Nachwuchses wird nächstes Jahr wahrscheinlich das Rudel verlassen und sich auf Wanderschaft begeben.

Funktionsweise GPS/GSM Halsband

Funktionsweise GPS/GSM Halsband
GPS/GSM Halsband

Der Halsbandsender enthält einen GPS-Empfänger. Der Empfang von mindestens vier Satelliten ist notwendig, um eine gute Genauigkeit der Position zu erhalten. Das GSM-Modul ist für die Übertragung der Daten via SMS direkt an eine Bodenstation zuständig. Voraussetzung dafür ist ein GSM-Empfang sowohl im Bereich des Senders als auch des Empfängers. Nach sieben getätigten Lokalisationen wird eine SMS an die Basis-Station im Amt für Jagd und Fischerei abgesendet. Sollte nur teilweise ein GSM-Empfang zustande kommen, werden die Daten in Zeiten ohne GSM-Empfang gespeichert und bei der nächsten Gelegenheit nachgesendet.