Frag den Förster!

[Allgemein]
Guten Tag, ist das pflücken von Zirbenzapfen im Wald erlaubt? (Für mich und Verwandte zum Ansetzen von Zirbenlikör). Vielen Dank!

 

Grundsätzlich ist das Sammeln von Nebenprodukten des Waldes, wie Samen von Bäumen, durch den Grundeigentümer (Art. 832 ZGB) und das gebietsmäßig zuständige Forstinspektorat (DLH 29/2000, Art. 19) zu ermächtigen. Das Sammeln von Zirbenzapfen für einen beschränkten privaten Eigenbedarf entspricht hingegen einem alten Gewohnheitsrecht, welches frei – vorzugsweise in Wäldern, die öffentlichen Körperschaften gehören, ausgeübt werden kann.

Datum: 14.7.2019
[Allgemein]
Gibt es eine Möglichkeit in den Forstdienst mit dem Abschluss einer Wirtschaftsfachoberschule quereinzusteigen? Eventuell auch im Verwaltungsbereich?

 

Für diese Fragen ist das Amt für Personalaufnahme zuständig (Tel. 0471-412100), welches diese E-Mail zur Kenntnis erhält und sich mit Ihren Fragen befassen wird.


Datum: 2.7.2019
[Allgemein]
Guten Tag, Ich wohne in einem Kondominium und bin NICHT in der Landwirtschaft tätig. Zwischen unserer Häuserreihe und der Häuserreihe Richtung Süden liegt ein Streifen landwirtschaftliches Grün. Dieser Streifen hat die Breite von ca. 10 Metern und verläuft parallel zwischen unserer Häuserreihe (mit dazu gehördenden Gärten) und der Zufahrtsstraße der nächsten Häuserreihe. Meines Wissens sind diese Felder im Privatbesitz und werden bewirtschaftet. Meine Fragen nun: Wenn ich einen Teil dieses Ackers/Wiese käuflich erwerben würde, dürfte ich daraus einen "normalen" Garten machen, sprich einen Garten für die Freizeit: Umzäunen, Rasen sähen, Sträucher und einzelne Laubbäume pflanzen, eine offene Grillstelle installieren, und eventuell einen für diese Zweck den Normen entsprechenden Pavillon errichten? Vielen Dank im Voraus für Ihre klärende Antwort mit freundlichen Grüßen OH

Grundsätzlich kann man landwirtschaftliches Grün einzäunen, einen intensiven Rasen pflegen, einen Garten anlegen oder darauf Bäume und Sträucher pflanzen, wobei die Grenzabstände von 3 m für hochstämmige Bäume einzuhalten sind. Hingegen müssen Sie sich mit dem Bauamt der Gemeinde für die Errichtung von Gebäuden (Pavillon oder ähnliche) und Grillstellen in Verbindung setzen.

Datum: 27.6.2019
[Allgemein]
Guten Nachmittag! Ab und bis welchem Monat ist das Befahren von gesperrten Straßen mit Invalidenparkschein erlaubt? 

Im Sinne von LG 10/1990 und DLH 29/1992 berechtigt der Invalidenparkschein zum Befahren gesperrter Straßen in Zeitraum von 1. April bis 31. Oktober jeden Jahres.

 

Datum: 3.4.2019
[Allgemein]
hallo. ich habe durch den starken schneefall 3 kiefern und eine fichte (ca 5- 6 jahre alt) die nun halb schräg auf dem boden liegen. gibt es eine möglichkeit sie zu retten? funktioniert da ein rückschnitt wie z.b. bei der weide oder dem apfelbaum? also unten abschneiden und oben wieder austreiben lassen? oder sind sie da schon verloren?
Rückschnitt funktioniert bei Kiefer und Fichte nicht. Sie können einen Stützpfahl neben die Bäume setzen und diese daran aufrichten und befestigen.
Datum: 20.1.2019
[Allgemein]

Guten Tag, ich besitze ein Stueck Almwiese (ca. 2.300m2 Klasse 4) mit einigen Laerchenbaeumen. Koennen mein Sohn und ich dort ein Baumhaus erichten? Wenn ja wie gross darf es werden? Vielen Dank im Voraus fuer den Bescheid. Mit freundlichen Gruessen A V


Gemäß Art. 107 LG 13/1997 i.g.F. herrscht im Wald ein absolutes Bauverbot, d.h. es dürfen nur jene Gebäude errichtet werden, die für die Bewirtschaftung des Waldes unerlässlich sind; dabei herrschen strenge Auflagen, d.h. nur bei einem Eigentum vom mindestens 50 ha Wald dürfen derartige Gebäude errichtet werden.  Im alpinen Grün verhält es sich ähnlich;

Hier regeln die Durchführungsbestimmungen zum jeweiligen Gemeindebauleitplan die Bautätigkeit; allgemeiner Grundsatz hierbei ist, dass nur bei Bestehen spezifischer Voraussetzungen (gemähte Almflächen oder Weidetage mit Almvieh…) entsprechende Gebäude errichtet werden dürfen. In Ihrem Fall dürfte keine der genannten Voraussetzungen zutreffen.  Sollte das „Baumhaus“ jedoch nur für Spielzwecke dienen, klein ausfallen und mehr „gebastelt“ als gebaut werden, wird es wohl nicht als Bautätigkeit angesehen werden. In jedem Fall empfehle ich, vorher bei der gebietsmäßig zuständigen Gemeinde und Forststation nachzufragen.



 





 


 


 


Datum: 16.12.2018
[Allgemein]
Hallo. Bin seid kurzem Waldbesitzer. Durch unsere Parzelle verläuft eine Telefonleitung auf der einige umgefallene Bäume aufliegen. Kann ich die selber entfernen?

> es empfiehlt sich nicht, auf eine Telefonleitung gestürzte Bäume

> selbst aufzuarbeiten, da bei diesen Arbeiten schnell die Leitung

> beschädigt werden kann und Sie dann für allfällige Schäden haftbar

> gemacht werden können. Theoretisch sollte der Betreiber der Leitung

> verständigt werden, damit er die Bäume entfernt. Jedoch hat sich

> erfahrungsgemäß gezeigt, dass die Bäume vom Betreiber erst dann

> entfernt werden, sobald die Leitung unterbrochen ist.

Datum: 9.11.2018
[Allgemein]
Guten Tag, Auf dem Nachbargrundstück,das vor kurzem an eine Baufirma verkauft worden ist,steht eine riesige Rotbuche ca 30m hoch,die mit der auf meinem Grundstück stehenden ebenso hohen Buche zu den einzig zwei hohen Bäumen in der Gegend zählt.Das Bauprojekt sieht vor dass der Baum gefällt wird,er steht in einem Eck des Grundstücks und es wäre mit der richtigen Planung sicher möglich ihn zu erhalten.Gibt es keinerlei Möglichkeit diesen wunderschönen Baum zu schützen?

Die betreffende Grundparzelle liegt im verbauten Ortskern gemäß LG 10/1991. Demzufolge ist die Gemeinde zuständig, über die Schlägerung von Bäumen zu entscheiden.

Gemäß Durchführungsverordnung zum Landschaftsschutzgesetz (Art. 5, DLH vom 22.10.2007, Nr. 56, i.g.F.) ist für die Schlägerung von Bäumen mit einer Höhe von über 20 m und einem Stammdurchmesser von mehr als 90 cm verpflichtend eine Landschaftsschutzermächtigung durch den gebietsmäßig zuständigen Bürgermeister zu erteilen. Dieser wägt vorwiegend den landschaftlichen Aspekt und jenen der öffentlichen Sicherheit ab, wobei jedoch auch andere Notwendigkeiten, die der  Antragsteller vorbringt, in die Entscheidung einfließen können.

Es handelt sich auf jeden Fall um eine Ermessensentscheidung des Bürgermeisters, welche angemessen zu begründen ist.

Jedenfalls möglich ist im Falle einer Schlägerung die Vorschrift zur Ersatzpflanzung eines Jungbaumes.

 

Datum: 12.10.2018
[Allgemein]
Hallo, ich möchte einige Sträucher in den Bergen sammeln (z.B kleine Pinus mugo, Picea abies). Es ist mir klar, dass dies in geschützten Gebieten nicht erlaubt ist. Aber ist das auch außerhalb von Schutzgebieten verboten? Ist eine Genehmigung erforderlich? Gibt es geschützte Arten von Sträuchern / Bäumen? Vielen Dank!

Grundsätzlich dürfen gemäß Art. 8 LG 6/2010 alle wild wachsenden Pflanzen, und somit auch Bäume und Sträucher nicht ausgerissen bzw. ausgegraben werden. Dies gilt ohne jede Ausnahme für die vollkommen geschützten Pflanzen nach Art. 7 desselben Gesetzes und der dazu gehörigen Anlage B.

 

Häufig vorkommende Waldbäume, wie etwa Fichten, Latschen oder Lärchen können im Wald ausgegraben werden, wenn dadurch kein Schaden am Boden oder Waldbestand angerichtet wird, sofern folgende Regeln eingehalten werden: es darf sich nur um wenige Exemplare handeln (maximal ca. 10), die Bäumchen müssen möglichst klein sein (maximal ca. 30 cm), es müssen mehrere Exemplare vor Ort verbleiben, die Bäumchen müssen dort entnommen werden, wo sie voraussichtlich keine Entwicklungsmöglichkeit haben (z.B. unter Leitungen, an Straßenböschungen…) und es muss sich um öffentlichen Wald handeln (s. http://gis2.provinz.bz.it/geobrowser/?project=geobrowser_pro&view=geobrowser_pro_atlas-b&locale=de).

Datum: 17.8.2018
[Allgemein]
Guten Tag! Im Garten meines Hofes (1.030m.ü.M.) genieße ich seit über 20 Jahren einen Teich, welchen ich mit Frischwasser meiner privaten Quelle speise -etwa 0,2lt/sek. Der Teich hat die Ausmaße: 7m x 4m x 1m tief. Seit Jahren schwimmen dort etwa 10 Goldfische und 5 Graskapfen - alle zwischen 5 und 20 Zentimeter lang, teilweise stammen diese aus eigener Aufzucht im Teich. Ich beabsichtige jetzt, den Fischbestand um einige Autochtone Arten zu erweitern (z.B.: Pfrille, Mühlkoppe). Der Teich wird im Frühjahr regelmäßig von Fröschen zum Laichen besucht, im Sommer ist eine Ringelnatter unser Stammgast. Welche Fischarten können sie mir zum Einsetzen empfehlen? Wo kann ich diese ggf. kaufen? Vielen Dank für ihre Rückmeldung.

Die Eignung Ihres Kleingewässers für den Besatz mit heimischen Fischarten hängt neben anderen Faktoren wesentlich vom vorherrschenden Temperaturregime ab. Auf Basis ihrer Angaben erfolgt im Teich durch den Quellzufluss etwa im 2-Tagesryhthmus ein vollständiger Wasseraustausch. Die Temperatur der Quelle auf der genannten Kote dürfte ganzjährig kühltemperiert sein, doch lässt sich daraus nicht direkt das Temperaturprofil des Teiches abschätzen. Dieses hängt neben der Menge und Temperatur der Zuleitung auch wesentlich von anderen Faktoren wie Exposition und Beschattung ab. Ihre Angabe, wonach eine natürliche Vermehrung der Goldfische stattfindet, deutet darauf hin, dass im Sommer zumindest oberflächennahe Werte um/über 20°C überschritten werden. Insgesamt fehlt als wesentliche Grundlage für die ausführliche Beantwortung Ihrer Anfrage zu den Zielarten eine einigermaßen fundierte Angabe des Temperaturverlaufs im Teich bzw. die Angabe der höchsten Sommertemperaturen. Sollten Sommerwerte bis etwa 18-20°C nicht oder kaum überschritten werden, könnte sich die angesprochene Elritze durchaus eignen, während bei noch höheren Werten die Grenze für das Überleben dieser doch kälteliebenden Art rasch erreicht wird. Die Mühlkoppe ist auszuschließen, da diese besonders kühle Temperaturen bevorzugt und zudem in erster Linie an Fließgewässer gebunden ist. Da es sich um eine geschützte Art handelt, ist zudem der Ankauf derselben zumindest hierzulande kaum möglich und die Entnahme von Wildbeständen für private Anliegen auszuschließen. Alternativ würden sich (im Falle einer zumindest gewissen, sommerlichen Erwärmung) beispielsweise Rotfedern und Rotaugen eignen. Sollten ganzjährig kalte Wassertemperaturen vorherrschen, bleibt von den heimischen und nicht geschützten Kleinfischarten als geeignete Besatzart wohl nur die Elritze, welche kaum käuflich erworben werden kann, welche aber gegebenenfalls unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen angelfischereilich aus Wildbeständen bezogen werden könnte.

 

Unter nachstehendem Link können die Lebensraum-Ansprüche der Fischarten Südtirols nachgelesen werden (https://issuu.com/landsuedtirol-provinciabolzano/docs/fischen-in-suedtirol?e=5938070/51952455 ). Zudem kann beim Amt für Jagd und Fischerei die Broschüre „Kleinfischarten in Südtirol“ kostenlos bezogen werden.

 

Datum: 18.6.2018